Im Rahmen des 24h-Rennens im belgischen Spa-Francorchamps gastierte die GT4 European Series auf der legendären sieben Kilometer langen Ardennen-Achterbahn mit einem Rekordstarterfeld. Nach einem actionreichen Rennen fuhren Andrey Solukovtsev und Mikhail Loboda den ersten Sieg für W&S Motorsport in der Am-Klasse ein und wahrten damit alle Chancen auf den Gewinn der Meisterschaft. Nach dem Start aus der ersten Reihe und einer souveränen Führung im ersten Rennen des Wochenendes fiel das Schwesterauto mit Hendrik Still am Steuer dramatisch mit einem technischen Defekt aus. Das Samstagsrennen konnten beide Autos nach Unfällen nicht beenden.

Foto: Mario Herzog

Für Max Kronberg und Hendrik Still waren die Vorzeichen am Freitag äußerst vielversprechend. Der Porsche 718 Cayman GT4 RS Clubsport #38 stand in der ersten Startreihe im Grid mit 55 Fahrzeugen. Bereits im zweiten Umlauf konnte sich Startfahrer Still mit einem routinierten Manöver an die Spitze des Feldes setzen und führte das Rennen an. Kurz vor dem geplanten Pflichtstopp mit Fahrerwechsel auf Kronberg nahm das Drama seinen Lauf. Still rollte ohne Vortrieb nach Pouhon aus und musste den Cayman GT4 aufgrund eines technischen Defekts abstellen. Am Samstag, beim achten Saisonlauf der Serie schlug, das Pech direkt nach dem Start zu. Im Getümmel in der ersten Kurve drehte sich ein Gegner vor Kronberg, wobei der Kühler des Cayman GT4 beschädigt wurde und er das Fahrzeug abstellen musste.

Foto: Mario Herzog

Einen fehlerfreien Rennverlauf am Freitag zeigten Andrey Solukovtsev und Mikhail Loboda im Porsche 718 Cayman GT4 RS Clubsport #37. Von der Pole-Position der Am-Klasse und aus der zweiten Startreihe hielten sich beide Piloten besonnen aus allen Kämpfen heraus. Sie verwalteten die Führung in der Amateur-Klasse und wurden mit dem Sieg belohnt. Der Samstag begann für die #37 mit dem Start aus der 14. Reihe. Glücklicherweise konnte Solukovtsev dem großen Unfall vor ihm ausweichen, fiel aber auf Rang 30 zurück. Nach über 20 Minuten hinter dem Safety-Car wurde das Rennen wieder aufgenommen. Doch die Freude war nur kurz, denn er wurde noch in diesem Umlauf getroffen, verlor Kühlmittel und stellte den Cayman GT4 in der Box ab.

Die Rennen acht und neun der GT4 European Series werden vom 2. bis 4. September 2022 auf dem Hockenheimring ausgetragen. Auf der Heimstrecke von W&S Motorsport will das Team aus Baden-Württemberg wieder Erfolge feiern.

Stimmen nach dem Rennen:

Foto: Gruppe C Photography

Daniel Schellhaas, Teamchef W&S Motorsport: „Mir fehlen noch immer die passenden Worte. Natürlich war die Freude über den Sieg von Andrey und Mikhail sehr groß und es ist der verdiente Lohn für die harte Arbeit in den letzten Monaten. Aber leider waren wir an diesem Wochenende wieder vom Pech verfolgt. Das Team hat eine hervorragende Arbeit geleistet und am Freitag wäre ein Gesamtsieg durch Max und Hendrik möglich gewesen. Doch der Renngott scheint es einfach nicht gut mit uns zu meinen. Wir nehmen viel Erfahrung aus Spa mit und fokussieren uns auf unser Heimrennen in Hockenheim.“

Foto: Gruppe C Photography

Max Kronberg, Fahrer #38: „Ich muss das Wochenende erstmal noch verarbeiten. Diese Achterbahn der Gefühle war schon heftig. Zuerst sah es so aus, als wenn wir den Gesamtsieg holen, doch dann machte uns ein technischer Defekt alle Hoffnungen zunichte. Die Kollision am Samstag direkt nach der ersten Kurve konnte ich nicht mehr vermeiden und das Rennen war für uns schon vorbei, bevor es eigentlich los ging. Wir müssen uns nun erstmal sortieren, um dann in Hockenheim wieder anzugreifen.“

Andrey Solukovtsev, Fahrer #37: „Der Klassensieg gleich bei unserem dritten Wochenende in der Serie ist unglaublich. Mikhail hat einen unglaublichen Job im Cockpit geleistet, natürlich auch unser gesamtes Team von W&S Motorsport. Am Samstag konnten wir leider nicht an den Erfolg anknüpfen, unser großes Ziel ist aber weiterhin der Gewinn der Am-Klasse.“

Quelle: Pressemitteilung W&S Motorsport

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