Mit dem ersten Gesamtsieg von Ralf Kraus (Köln) und Volker Strycek (Dehrn) im Automobile Theisen-Opel Astra TCR endete der fünfte von neun Saisonläufen zur RCN Rundstrecken-Challenge auf dem Nürburgring. Nach 15 Runden auf der altehrwürdigen Nordschleife, welches einer von 312,48 Kilometern entspricht, hatte das Duo acht Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten.

„Endlich ist der Knoten geplatzt und das nötige Quäntchen Glück war auf unserer Seite“, freute sich Teamchef Peter Theisen. „Das ist der bislang größte Erfolg für unser Team. Ich bin stolz auf die gesamte Mannschaft und alle, die dazu beigetragen haben.“

Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen von 24 Grad, gab es vom ersten Meter an einen packenden Kampf von fünf Fahrzeugen um die Spitze im Feld der 125 Starter. Startfahrer Ralf Kraus haderte dabei mit seiner Startposition recht weit hinten in der ersten Startgruppe. „Wir fahren regelmäßig in die Top Fünf der Gesamtwertung, müssen uns aber hinter Produktionswagen anstellen und an denen vorbeikämpfen. Das kostet nicht nur Zeit, sondern schafft auch noch eine höhere Unfallgefahr. Unsere Hauptwettbewerber um den Gesamtsieg haben dagegen an der Spitze freie Fahrt.“

Unabhängig von dieser Problematik, wurde Ralf Kraus in der sechsten Runde im Bereich Brünnchen Opfer eines Missverständnisses. Es kam zu einer Kollision mit einem langsamer fahrenden BMW. Trotz einer Vollbremsung konnte der Kölner den Zusammenstoß nicht vermeiden. „Wir hatten nach der Veranstaltung ein klärendes Gespräch und sind freundlich auseinander gegangen. Zum Glück haben wir beide nur kleine Schäden am Fahrzeug gehabt und es ist keinem was passiert.“

Foto: L. Rodrigues

Als Gesamtdritter übernahm Volker Strycek zur Halbzeit das Volant des Theisen-Opel Astra. Ein kurzer aber heftiger Regenschauer an einigen Streckenabschnitten machte das Fahren sehr anspruchsvoll. „Die Bedingungen war sehr tricky, ich musste mit den Slicks im Nassen höllisch aufpassen“, sagte Volker Strycek. „Aber ein Reifenwechsel hätte sich nicht gelohnt, nach zwei Runden war alles wieder trocken.“

Die Schlussphase wurde dramatisch: Zu Beginn der 14. und somit letzten Sprintrunde lag der DTM-Meister von 1984 drei Sekunden hinter dem führenden BMW M3 und nur acht Sekunden vor dem folgenden BMW Z4. Volker Strycek konnte das Blatt aber wenden und eroberte schließlich mit acht Sekunden Vorsprung den Sieg.

„Ein Riesenkompliment geht an die Theisen-Mannschaft, die uns ein Auto zur Verfügung gestellt hat, welches von der ersten bis zur letzten Runde absolut perfekt war“, bedankte sich Volker Strycek. „Ich freue mich sehr für unser gesamtes Team.“ Der 61-Jährige ist übrigens der erste Mann, der einen Gesamtsieg sowohl beim 24h-Rennen, der VLN Langstreckenmeisterschaft als auch der RCN auf dem Nürburgring feiern konnte!

Der sechste Saisonlauf zu Deutschlands ältester Rundstreckenserie findet am Sonntag, den 4. August im belgischen Spa-Francorchamps statt. Dort steht ein 2,5 Stundenrennen auf dem Programm.

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