Zweiter Sieg für Kelvin van der Linde, Tabellenführung ausgebaut, packender Dreikampf an der Spitze – auch das fünfte DTM-Rennen der Saison auf der Old-School-Rennstrecke von Zolder in Belgien hatte wieder jede Menge zu bieten. Großer Triumphator war am Ende das Kemptener Team ABT Sportsline, das den ersten Team-Doppelsieg der Saison holte.

Foto: DTM-Media-Team

Von Startplatz eins aus eroberte der Südafrikaner Kelvin van der Linde im ABT-Audi seinen zweiten Saisonsieg nach dem Sonntagerfolg in Monza. Sein Teamkollege Mike Rockenfeller (GER) erkämpfte sich als Zweiter einen weiteren Podestrang und hielt in einem packenden Duell Alex Albon (THA) im Red Bull-Ferrari in Schach. Mit Vincent Abril (MON) im HRT-Mercedes-AMG, Marco Wittmann (GER) im Walkenhorst-BMW und Lokalmatador Esteban Muth im T3-Lamborghini auf den Plätzen vier bis sechs waren fünf Marken auf den ersten sechs Plätzen vertreten.

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Vor dem zweiten Rennen in Zolder am Sonntag (13.30 Uhr/live bei SAT.1 und grid.dtm.com) baute Kelvin van der Linde seine Führung in der Gesamtwertung auf 32 Punkte aus. Mit insgesamt 97 Zählern führt der Südafrikaner vor dem 19 Jahre alten Neuseeländer Liam Lawson (Red Bull-Ferrari, AF Corse), der früh ausfiel und bei 65 Punkten bleibt. Dahinter folgt Lausitzringsieger Maximilian Götz (HRT Mercedes AMG) mit 54 Punkten.

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Kelvin van der Linde: „Wir hatten einen Test in Zolder vor ein paar Wochen und waren dadurch als Team wirklich gut vorbereitet. Ich bin gespannt, wie es am Sonntag wird, wenn alle dann Erfahrung hier haben werden.“ Sein Teamkollege Rockenfeller holte sein bestes Saisonergebnis: „Kelvin ist eine ziemlich gute Messlatte, er ist so gut in diesen Autos. Ich bin echt glücklich, dass es nach vorne geht, ich bin hier, um um Siege zu kämpfen.“

Bereits direkt nach dem Start ging es heftig zur Sache, als Daniel Juncadella (Gruppe M Racing Mercedes AMG) und Arjun Maini kollidierten. Leidtragender des Crashs war auch einer der Führenden in der Gesamtwertung: Liam Lawson wurde von Mainis GetSpeed-Mercedes-AMG ins Kiesbett geschoben – das Aus für den Meisterschafts-Zweiten. „Das ist natürlich enttäuschend, ich konnte nichts machen“, so der Neuseeländer, „aber es geht morgen gleich weiter.“ Das Safety Car kam auf die Strecke, an der Spitze lag Pole-Sitter Kelvin van der Linde vor Marco Wittman (GER) im Walkenhorst-BMW.

Foto: DTM-Media-Team

Enges Racing wurde den Fans auch beim Re-Start wieder geboten, bei dem van der Linde seine Führung behauptete. Ein Großteil des Feldes kam dann direkt an die Box, um sich frische Reifen zu holen, nicht so Alex Albon. Der Formel-1-erfahrene Red Bull-Star hatte mit seinem AF Corse-Team eine andere Strategie, blieb länger draußen und legte mit älteren Reifen beeindruckende Zeiten hin. Folge: Ein packender Kampf auf der Strecke, wo Rockenfeller, DTM-Champion von 2013, sich mit Routine und Klasse gegen den Druck von Albon zur Wehr setzte. Albon: „Auf jeder anderen Strecke hätten wir das Rennen gewonnen. Aber Kelvin und Mike mit ihrer Erfahrung machen keine Fehler, deshalb war nur Platz drei drin.“

Foto: DTM-Media-Team

Dass Überholen aber auch in Zolder nicht unmöglich ist, zeigte weiter hinten Lokalmatador Esteban Muth: Der 19-jährige Belgier im T3-Lamborghini presste sich mit einem starken Manöver an Lausitz-Sieger Philip Ellis (Mercedes-AMG, Team WINWARD) vorbei, schnappte sich auch noch Maximilian Götz und sicherte sich Rang sechs beim Heimspiel. Somit lagen am Ende fünf Marken unter den ersten sechs Autos. Noch nicht für die Punkte reichte es für Christian Klien bei seinem ersten DTM-Einsatz im JP Motorsport-McLaren, am Ende landete der Österreicher auf Platz zwölf.

Quelle: Pressemitteilung DTM-Media-Team

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