Wie sich die Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife manchmal gleichen: Das Wochenspiegel Team Monschau (WTM Racing) hat bei der 52. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy wie vier Wochen zuvor beim ADAC TOTAL 24h-Rennen an gleicher Stelle eine starke Aufholjagd gezeigt. Nach einem frühen Rückschlag ging es auf eine Aufholjagd, die auf Gesamtrang zehn mit einem befriedigenden Ergebnis endete.

Georg Weiss, Leonard Weiss und Jochen Krumbach traten mit dem vom Ex-DTM-Werksteam Phoenix Racing betreuten Ferrari 488 GT3 an, um vorne mitzumischen. Krumbach stellte den Boliden in einem äußerst schnellen Zeittraining, in dem sogar ein neuer Streckenrekord erzielt wurde, auf den zehnten Startplatz.

WTM Racing Ferrari 488 GT3 Evo NLS4 2021
Foto: L. Rodrigues

Traditionell ist das Rennen die größere Stärke von „WTM powered by Phoenix“ als das Qualifying und so war die Stimmung vor dem Start gut. Doch sämtliche Pläne wurden durchkreuzt, als es im Startgetümmel zu einer minimalen Berührung mit einem Kontrahenten kam, die zwar keine Spuren am Ferrari hinterließ, aber das Ventil eines Reifens beschädigte. Das sorgte dafür, dass ein unplanmäßiger Boxenstopp schon nach einer „kurzen Runde“ nötig wurde. Das heißt, dass der WTM-Ferrari den Grand-Prix-Kurs des Nürburgrings in der ersten Runde zweimal befahren musste.

Insgesamt verlor WTM Racing durch diesen frühen Rückschlag vier Minuten und fiel bis auf Platz 79 im Gesamtklassement zurück. Doch an Aufgeben war nicht zu denken. Das Trio fuhr sich innerhalb der folgenden vier Stunden in einem sauberen Rennen Position um Position nach vorn. Als die Zielflagge fiel, hatte es der Ferrari bis auf den zehnten Platz nach vorn geschafft. In der Klasse SP9 Pro wurde es Platz sieben.

Stimmen nach dem Rennen

WTM Racing Ferrari 488 GT3 Evo NLS4 2021 Georg Weiss
Foto: L. Rodrigues

Georg Weiss (Teambesitzer und Fahrer Ferrari 488 GT3 #22): „Vor dem Rennen haben wir uns mit dem Veranstalter noch einmal über die Balance of Performance unterhalten und dabei gute Fortschritte erzielt, was unseren Topspeed auf der Geraden betrifft. Nach dem Plattfuß hatten wir nichts mehr zu verlieren. Mit unserer Aufholjagd können wir zufrieden sein, das gute Resultat nehmen wir gerne mit. Wir erwarten bereits eine Lieferung kürzerer Ventile, die für solche unglücklichen Situationen weniger anfällig sind.“

Leonard Weiss (Fahrer Ferrari 488 GT3 #22): „Natürlich bin ich mit der Aufholjagd und dem Ergebnis zufrieden. Aber es ist wirklich schade, an diesem Wochenende wäre einiges drin gewesen. Trotz des fehlenden Trainings am Freitag kam ich mit dem Auto perfekt zurecht und hatte eine Menge Spaß. Fantastischer Job des Teams, so ein super Auto hinzustellen! Ich habe mich sehr gefreut, noch einmal mit meinem Vater und Jochen zusammen anzutreten, bevor es für mich wieder in den LMP3-Boliden geht.“

WTM Racing Ferrari 488 GT3 Evo NLS4 2021 Jochen Krumbach
Foto: L. Rodrigues

Jochen Krumbach (Fahrer Ferrari 488 GT3 #22): „Im Startgetümmel hatte ich eine leichte Berührung, die einen völlig unerwarteten Druckverlust an einem Reifen nach sich zog. Dadurch hatten wir gleich zu Beginn des Rennens eine halbe Runde Rückstand. Heute hat unser gesamtes Team großen Kampfgeist gezeigt und Platz zehn im Gesamtklassement ist ein versöhnliches und gutes Ergebnis.“

Quelle: Pressemitteilung WTM Racing

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