Perfektes Wochenende für Schubert Motorsport im ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring. Vom 20. bis 22. Mai standen für die Truppe aus Oschersleben unter Führung von Firmengründer Torsten Schubert die Läufe drei und vier in der diesjährigen Deutschen GT-Meisterschaft auf dem Programm. Mit dem neuen BMW M4 GT3 knüpfte sie in der Steiermark nahtlos an ihre Erfolge mit dem BMW M6 GT3 an. Die Rookies Niklas Krütten und Ben Green feierten vor einem Rekordpublikum von 25.000 Zuschauern beim Event sensationell zwei Siege. Die BMW-Werksfahrer Jesse Krohn und Nicky Catsburg sorgten am Samstag mit ihrem zweiten Platz für einen Doppelsieg des Teams.

Foto: Alexander Trienitz

Die Ausbeute aus Spielberg hievte das Team und seine Piloten an die Spitze der Gesamtwertung. Ben Green und Niklas Krütten führen nach zwei von sieben Veranstaltungen sowohl die Fahrer- als auch die Juniorwertung an. Nicky Catsburg und Jesse Krohn liegen mit nur fünf Zählern Rückstand auf Rang vier des Fahrerklassements. In der Teamwertung steht Schubert Motorsport mit 15 Punkten Vorsprung an der Spitze.

Neben den Siegen im ADAC GT Masters gab es in Österreich auch in der ADAC GT4 Germany etwas zu feiern. Patrick Steinmetz und Teamkollege Michael von Zabiensky zeigten gegenüber dem Auftakt einen deutlichen Aufwärtstrend. Das Duo im BMW M4 GT4 krönte ein erfolgreiches Wochenende mit einem vierten Platz im Sonntagsrennen.

ADAC GT Masters
Niklas Krütten/Ben Green – BMW M4 GT3 #10

Qualifying 1: P3 – Rennen 1: P1
Qualifying 2: P1- Rennen 2: P1

Foto: Alexander Trienitz

Das Rookieduo im BMW M4 GT3 mit der Startnummer 10 war auf dem 4,139 Kilometer langen Red Bull Ring vom Anfang an bei der Musik. Ben Green fuhr im ersten Training am Freitag die drittschnellste Rundenzeit im Feld der 23 Teilnehmer. Im Samstagsqualifying knüpfte der Brite mit Platz drei an seine starke Leistung an und legte damit den Grundstein für das erfolgreiche erste Rennen. Innerhalb der ersten zehn Minuten kämpfte er sich an die Spitze vor und fuhr dabei die schnellste Runde des Rennens. Niklas Krütten verteidigte nach dem Fahrerwechsel die erste Position. Er hielt dem Druck der Verfolger Stand und überquerte den Zielstrich nach der Renndistanz von 60 Minuten mit einer halben Sekunde Vorsprung als Sieger.

Am Sonntag setzte der 19-Jährige aus Trier seine Bestform unvermindert fort. Im Zeittraining eroberte er die erste Pole Position seiner jungen GT3-Karriere. In der ersten Hälfte des zweiten Laufs behauptete er sich souverän gegen Teamkollege Nicky Catsburg. Nach 25 Minuten übergab er bei Öffnung des Boxenstoppfensters an Ben Green. Der 24-Jährige setzte die Strategie perfekt um und behauptete Platz eins. Im zweiten Stint baute er den Vorsprung kontinuierlich aus und hatte im Ziel schlussendlich über vier Sekunden Vorsprung. Die beiden Youngster machten damit den Doppelsieg auch in der Juniorwertung für Fahrer unter 25 Jahren perfekt.

Foto: Alexander Trienitz

Niklas Krütten: „Das Wochenende war unglaublich. Zwei Siege und am Sonntag noch auf Pole zu fahren, besser hätte es nicht laufen können. Das Auto war unfassbar gut, Ben und ich waren beide in Topform. Das Team hat einen perfekten Job gemacht, auch was die Strategie anging. Ich könnte kaum glücklicher sein und kann es immer noch nicht richtig glauben. Jetzt freuen wir uns auf das 24-Stunden-Rennen am Nürburgring an diesem Wochenende. Es sind bereits Fans vor Ort und ich kann es kaum erwarten. Ich bin voller Vorfreude und richtig ready.“

Ben Green: „Ich bin so stolz auf das, was Schubert Motorsport dieses Wochenende erreicht hat. Zwei Siege im ADAC GT Masters und ein Doppelsieg im zweiten Rennen waren ein großer Schritt gegenüber Oschersleben. Das ist der Entschlossenheit und der harten Arbeit des Teams zu verdanken. Ich kann ihnen nicht genug dafür danken, ein Teil davon sein zu dürfen. Wir haben viel über den BMW M4 GT3 gelernt und ihn bei den Tests auf dem Red Bull Ring in den entsprechenden Bereichen verbessert. Am Renntag musste ich als Fahrer nur noch meinen Teil beitragen und wusste, dass wir erfolgreich sein können. Daran, beide Rennen zu gewinnen, habe ich dabei natürlich nicht gedacht. Es ist ein fantastisches Resultat für das Team und wir werden dieses Momentum nach Zandvoort mitnehmen.“

ADAC GT Masters
Jesse Krohn/Nicky Catsburg – BMW M4 GT3 #20

Qualifying 1: P4 – Rennen 1: P5
Qualifying 2: P2 – Rennen 2: P2

Foto: Alexander Trienitz

Nicky Catsburg und Jesse Krohn waren in Spielberg erstmals im ADAC GT Masters mit dem BMW M4 GT3 im Design anlässlich 50 Jahren BMW M am Start. Mit der Bestzeit im ersten Training sorgte der Niederländer für einen perfekten Start ins Wochenende. Jesse Krohn stellte die Startnummer 20 im Qualifying am Samstag in die zweite Startreihe. Das erste Rennen lief für die beiden BMW-Werkspiloten jedoch nicht nach Plan. Durch ein Problem mit der Zeitnahme beim Boxenstopp, büßten sie beim Fahrerwechsel drei Sekunden ein. Nicky Catsburg wurde nach 41 Runden als Fünfter abgewunken.

Foto: Alexander Trienitz

Der 34-Jährige ließ den Rückschlag am Sonntag schnell hinter sich. Im Zeittraining eroberte er die zweite Startposition und musste sich dabei um nur 0,008 Sekunden Niklas Krütten geschlagen geben. Im ersten Stint folgte er dem Teamkollegen wie ein Schatten, fand jedoch keinen Weg vorbei. Der Overcut beim Fahrerwechsel auf Jesse Krohn änderte an der Reihenfolge der beiden BMW M4 GT3 nichts. Der 31-jährige Finne zeigte im zweiten Stint mit schnellen Rundenzeiten auf, fokussierte sich in der Schlussphase aber darauf, das Teamresultat sicherzustellen und Platz zwei nicht zu gefährden.

Jesse Krohn: „Gratulation an Schubert Motorsport für ein tolles Wochenende. Der neue BMW M4 GT3 ist sehr konkurrenzfähig und das haben wir hier gezeigt. Wir haben einige Bereiche gegennüber dem BMW M6 GT3 verbessert und zugleich die Stärken des Autos übertragen. Das Paket ist insgesamt konstanter und wir lernen jedes Mal mehr dazu. Hoffentlich können wir weiter solche Schritte machen. Für Nicky und mich war am Samstag leider nicht mehr drin. Wir hatten am Vortag ein Problem mit dem Timer beim Boxenstopp und wollten kein Risiko eingehen. Das hat etwas Zeit gekostet. Ich habe im zweiten Stint gepusht, musste aber auf den Reifen aufpassen. Schlussendlich habe ich an die Punkte gedacht und Platz zwei abgesichert.“

Nicky Catsburg: „Ben und Niklas haben im Qualifying und in den Rennen einen tollen Job gemacht. Ich habe am Sonntag versucht, Druck zu machen, aber sie haben alles richtig gemacht. Gratulation an die beiden und an das gesamte Team, natürlich auch für den Erfolg in der DTM. Was Jesse und mich betrifft, waren unsere Teamkollegen das gesamte Wochenende etwas schneller als wir und damit sind wir natürlich nicht zufrieden. Wir müssen uns in Zandvoort ins Zeug legen. Ich freue mich sehr auf die nächsten Rennen. Es ist mein Heimspiel und eine schöne Rennstrecke mit einer tollen Atmosphäre. Wir sind in der Meisterschaft gut dabei und wollen so weitermachen.“

ADAC GT4 Germany
Patrick Steinmetz/Michael von Zabiensky – BMW M4 GT4 #10

Qualifying 1: P16 – Rennen 1: P13
Qualifying 2: P26 – Rennen 2: P4

Foto: Alexander Trienitz

Mit dem kleinen Bruder des BMW M4 GT3 war Schubert Motorsport in Österreich am Wochenende ebenfalls erfolgreich. Für Patrick Steinmetz und Michael von Zabiensky stand im BMW M4 GT4 die zweite Runde im Rekordstarterfeld der ADAC GT4 Germany an. Auf ihr Punkteresultat beim Saisonstart in Oschersleben ließ das Duo sogleich ein Top-Resultat folgen. Nachdem sie im Rennen am Samstag als 13. erneut in die Punkte fuhren, nutzen sie chaotische Bedingungen im zweiten Lauf, um sich den vierten Platz zu sichern.

Patrick Steinmetz: „Das Wochenende auf dem Red Bull Ring war auf jeden Fall positiv. Wir waren deutlich besser aufgelegt, als in Oschersleben. Beim Test am Donnerstag haben wir unser Potential erkannt und hatten dann auch wirklich eine gute Rennpace. Das Qualifying war leider wieder unsere Schwäche, weshalb die Startpositionen nicht zufriedenstellend waren. Aber mit unserem Setup konnten wir uns in den Rennen gut nach vorne arbeiten. Wenn wir es in der Qualifikation besser machen, haben wir realistische Chancen, diese Saison ein Podium zu erreichen.“

Michael von Zabiensky: „Das war ein mega Wochenende für unser Team. In der ADAC GT4 Germany begann es für uns mit einem kleinen Problem im ersten Qualifying, weshalb wir unser Potential da nicht ganz ausschöpfen konnten. Im Rennen waren wir mit Platz 13 danach durchaus zufrieden. Der Sonntag hat uns dafür umso mehr Spaß gemacht. Meine Runde im Zeittraining war leider nicht gut, ich habe sie einfach nicht zusammenbekommen. Im Rennen von 26 auf vier zu fahren, war dafür umso schöner. Natürlich hatten wir auch etwas Glück, aber es war trotzdem eine super Leistung von der gesamten Crew.“

Foto: Alexander Trienitz

Teamgründer Torsten Schubert: „Zunächst einmal Gratulation an unser Team in der DTM. Ich könnte nicht stolzer auf die Jungs und Mädels sein, die am Lausitzring für Schubert Motorsport ein Stück Geschichte geschrieben haben. Unsere Erfolge im ADAC GT Masters haben dieses Wochenende zu einem unvergesslichen Meilenstein für uns gemacht. Wir hatten mit dem BMW M4 GT3 ein gutes Gefühl für Spielberg. Jesse und Nicky haben mit ihrer Erfahrung dazu beigetragen, dass wir mit dem Setup des neuen Autos schon am zweiten Rennwochenende siegfähig waren. Unsere Crew hat einen perfekten Job gemacht und wir wurden mit zwei Siegen für die gute Arbeit belohnt. Wir wussten um das Talent von Ben und Niklas, aber die beiden sind noch schneller im ADAC GT Masters angekommen, als wir erwartet hatten. Ihre Leistung war fantastisch. Die ganze Mannschaft hat an diesem Wochenende etwas Außergewöhnliches vollbracht und ich möchte jedem Einzelnen im Namen von Schubert Motorsport meinen Dank für den großartigen Einsatz aussprechen.“

Quelle: Pressemitteilung Team Schubert Motorsport

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