Ein Ausfall beim Samstagsrennen und den undankbaren vierten Platz am Sonntag steht in der Bilanz des Luxemburger Rennstalls DKR Engineering nach dem Rennwochenende der Asian Le Mans Serie in Dubai. Auf dem Plan standen zwei Rennen zu vier Stunden. Das deutsche Fahrertalent Laurents Hörr blickt nach einer Nacht Schlaf nun positiv auf das nächste Doppelwochenende der Serie in Abu Dhabi und sprach mit LSR-Freun.de.

DKR Engineering LMP3 Dubai ALMS 2021
Foto: DKR Engineering

Das Auftaktrennen der ALMS-Saison auf dem Dubai Autodrome begann für den Startfahrer Jean Glorieux bereits unglücklich. So wurde er in der ersten Runde bereit in einen Unfall verwickelt und brachte den beschädigten LMP3 Duqueine M30-D08 #63 noch in die Box. Eine Reparaturpause an der Auspuffanlage und dem Kühlerkreislauf warf das Team schon früh im Feld zurück, doch nahm Glorieux das Rennen wieder auf. Glorieux machte wieder Boden gut, doch zur Halbzeit traten dann Spätfolgen des Unfalls beim LMP3-Boliden auf und er musste das Rennen nach etwa zwei Stunden und 39 absolvierten Runden beenden.

Team DKR Engineering LMP 3 ELMS Spa 2020 Laurents Hörr
Foto: Laurents Hörr

Laurents Hörr sagte sichtlich enttäuscht: „Erst hatten wir kein Glück, dann kam noch Pech hinzu. So haben wir uns den Saisonbeginn sicherlich nicht vorgestellt, wir treten hier an, um anzukommen, wenn möglich zu siegen und unseren Startplatz für Le Mans zu sichern – das wird nun leider schwerer als gedacht.“

ALMS Dubai 2021
Foto: ALMS

Am Sonntag ging der mit einem Nissan Motor befeuerte LMP3 von DKR Engineering von der 11. Position im Grid ins Rennen. Sukzessive machte Glorieux Plätze im 36 Autos umfassenden Feld gut und übergab die #63 an Hörr für seinen Stint. Laurents Hörr schaffte es zur Rennhälfte bis auf den sechsten Gesamtplatz und somit die Führung in der LMP3-Klasse. Bedingt durch Taktikänderungen war das Team in der Schlussphase auf Platz zwei der Klasse. Doch während des Schluss-Sprints in den letzten beiden Runden fiel Glorieux zurück und überquerte die Ziellinie noch auf Klassenrang vier.

„Bei den finalen Runden hatten wir erst noch etwa dreißig Sekunden Rückstand auf den Führenden und eine halbe Minute Vorsprung auf den Drittplatzierten. Es sah wirklich alles nach einem zweiten Platz aus.“, schilderte Hörr und bilanziert: „Warum wir dann zurückfielen wissen wir selbst noch nicht und sind auf Fehlersuche. Das lässt sich nun leider nicht mehr ändern. Das ganze Team ist entsprechend geknickt aber wir blicken nun positiv auf das nächste Wochenende, um dann hoffentlich richtig anzugreifen und endlich den verdienten Erfolg zu bekommen.“

DKR Engineering Dubai 2021 ALMS
Foto: DKR Engineering

Bereits am Freitag den 19. Februar geht es ins dritte Rennen der ALMS, hier geht es dann wieder über vier Stunden auf dem Yas Marina Circuit in Abu Dhabi um Platzierungen. Am Samstag den 20. Februar geht es dann schon zum finalen Lauf der Asian Le Mans Serie, ebenfalls auf der durch die Formel 1 bekannte Strecke im Emirat. DKR Engineering wird wieder mit Laurents Hörr und Jean Glorieux im Cockpit teilnehmen.

Beide Rennen können dann wieder am Livestream und mit Live-Timing auf www.asianlemansseries.com verfolgt werden.

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Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Lutz Rodrigues Do Nascimento wurde in den 70er Jahren vom Motorsport-Virus infiziert, sein Onkel war im Porsche-Werk Weissach tätig und nahm ihn damals schon mit zu den Rennfahrzeugen. Seit 2011 ist er regelmäßig am Nürburgring bei der VLN mit der Kamera vor Ort und konnte sich somit ein Netzwerk an Bekanntschaften zu Teams, Fahrern und der Streckensicherung knüpfen. Seit März 2017 ist Lutz Teil der LSR-Freun.de und gilt als unser Draht zu den Teams und Fahrern. Mit Fotos und Stories aus den engsten Kreisen sorgt er immer wieder für staunende Gesichter.
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