In den turbulenten Zeiten in denen die Automobilhersteller und der Rennsport bedingt durch die Coronavirus-Pandemie treibt, führt Jim Glickenhaus seine SCG weiter voll auf Kurs. Nachdem die IMSA bekannt gab, nur die großen Hersteller mit ihren LMH Hypercars beim 24h Rennen Daytona 2022 zuzulassen lässt der Gründer der Scuderia Cameron Glickenhaus seinem Frust freien Lauf und wettert gegen diese Entscheidung.

Mit seinem im Bau befindlichen Hypercar SCG 007 sowie einem Kundenfahrzeug will die Manufaktur aus Connecticut 2021 für Wirbel bei den 24h Le Mans sorgen und um den Gesamtsieg fahren. Heute schreibt Glickenhaus bei Facebook:

Ein bescheidener Vorschlag – Das Statement der Scuderia Cameron Glickenhaus

Jim Glickenhaus
Foto: M. Brückner

„In diesen sich wandelnden Zeiten müssen wir uns alle mit neuen wirtschaftlichen Realitäten auseinandersetzen und auch prüfen, wie wir von anderen behandelt werden und wie wir behandelt werden. Die jüngste Nachricht, dass Porsche sein IMSA GTLM-Programm zurückzieht, ist ein echter Weckruf. Andere vor ihnen haben es bereits getan und ich glaube, dass andere ihnen folgen werden. Die großen Hersteller werden im Jahr 2020 weniger Autos verkaufen als im Jahr 2019 und könnten leider damit beginnen, Mitarbeiter zu entlassen. Wir müssen die Kosten für den Rennsport senken und ihn wieder auf den richtigen Weg bringen, um den Herstellern zu helfen, ihre Autos für eine Summe zu verkaufen und zu bewerben, die wirtschaftlich sinnvoll ist.

SCG 004c
Foto: Scuderia Cameron Glickenhaus/StudioZero

Einige Organisatoren müssen auch aufhören, kleine Hersteller zu diskriminieren, die einfach nur überleben wollen. Dass IMSA unseren LMH vom Rennen der 24 Stunden von Daytona 2022 ausschließt, nur weil wir kein „Mainstream-Hersteller“ sind, ist diskriminierend und erbärmlich. Weltweit setzen sich große Gruppen von uns gegen Diskriminierung ein und besonders verabscheuungswürdig sind taube Äußerungen und Regeln. Mein Vorschlag ist einfach. Eine neue GT-Klasse. Im Grunde genommen GT3 mit 600 PS. Unser 004C ist heute fertig. Viele, viele Hersteller können heute bereit sein. Viele, viele, viele wunderbare Autos könnten heute schon Rennen fahren. Der Wind der Veränderung weht und diejenigen, die sich nicht mit ihnen verändern, werden überrollt werden.“

In wieweit sein Vorschlag bei den entsprechenden Instanzen auf Gehör stößt, bleibt abzuwarten.

Unterstütze LSR-Freun.de

Dir hat der Beitrag gefallen? Wir freuen uns über Deinen Support.





In eigener Sache:

Du hast den Beitrag bis zum Schluss gelesen? Hat er Dir gefallen? Wenn Du die LSR-Freun.de unterstützen möchtest, kannst Du das mit einem Abonnement bei SteadyHQ tun.

Damit hilfst Du uns, auch in Zukunft erstklassige Berichte, Dokumentationen und Reportagen aus der Welt der Langstreckenrennen zu erarbeiten und zu erstellen.

Unterstütze uns auf Steady

Die LSR-Freun.de sagen Danke!

Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Lutz Rodrigues Do Nascimento wurde in den 70er Jahren vom Motorsport-Virus infiziert, sein Onkel war im Porsche-Werk Weissach tätig und nahm ihn damals schon mit zu den Rennfahrzeugen. Seit 2011 ist er regelmäßig am Nürburgring bei der VLN mit der Kamera vor Ort und konnte sich somit ein Netzwerk an Bekanntschaften zu Teams, Fahrern und der Streckensicherung knüpfen. Seit März 2017 ist Lutz Teil der LSR-Freun.de und gilt als unser Draht zu den Teams und Fahrern. Mit Fotos und Stories aus den engsten Kreisen sorgt er immer wieder für staunende Gesichter.
Kategorie: NewsTags:
Fehler melden Über LSR-Freun.de ethische Standards
Jetzt kommentieren

Noch keine Kommentare vorhanden

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.