Das Hankook 24h Dubai 2019 steht kurz bevor. Die Creventic läutet mit dem – inzwischen – Klassiker in der Wüstenmetropole die Saison 2019 ein. Knapp 80 Teilnehmer folgten dem Aufruf des Veranstalters.

Angenehme 23° C, durchschnittlich acht Sonnenstunden am Tag und so gut wie kein Niederschlag klingen eindeutig: Es ist Winter. Zusätzlich werden am Ort des Geschehens die Temperaturen durch ein PS-starkes Fahrzeugfeld weiter nach oben getrieben. Der Kenner weiß sofort, dass wir uns nicht im trüben, kalten und ungemütlichen Mitteleuropa befinden. Nein, wir sind in den Süden geflohen. Genau gesagt: nach Dubai.

Hier startet am zweiten Januar-Wochenende zum 14. Mal und damit schon traditionell die nächste Saison der Creventic 24h Series. Der Rennkalender führt im weiteren Verlauf mit Mugello, Spa-Francorchamps, Brünn, Portimão, Barcelona und dem COTA bei Austin/Texas über zwei weitere Kontinente. Zusätzlich kommen dieses Jahr mit der ersten 24h Middle East Championship drei weitere Rennen in den Vereinigten Arabischen Emiraten hinzu, die von Dubai zum Yas Marina Circuit und wieder zurück führen. Allerdings wird der Experte unter den Lesern bereits Herzklopfen verspüren und einen bestimmten Eintrag im Kalender zu Recht vermissen: Silverstone. Laut Aussage der Veranstalter sowie der Streckenbetreiber war es schlicht unmöglich, einen freien Termin zu finden. Bleibt zu hoffen, dass es 2020 wieder klappt. Immerhin steht dann ein Schalttag mehr zur Verfügung, auch wenn dieser nicht auf ein Wochenende fällt. Gute Nachrichten gibt es immerhin für alle, die zuhause bleiben müssen: Alle Rennen werden auf dem hauseigenen Kanal bei YouTube live übertragen und von der beliebten „Voice of Endurance“ radiolemans.com unterstützt.

Ein Fahrzeug alle 70 Meter

Knapp 80 Fahrzeuge starten also kommenden Freitag um Punkt 15 Uhr ins 24-stündige Getümmel auf dem 5,39 Kilometer langen Grand Prix Kurs. Wieder treffen Gentleman Driver, Semi-Profis und Profis aufeinander und illustre Namen wie Jeroen Bleekemolen, Christopher Mies, Bernd Schneider und Kelvin van der Linde dürfen sich mit einem ambitionierten Feld weniger erfahrener aber nicht minder bissigen Piloten messen.

In der Top-Klasse A6 ist die spannendste Frage, ob die Vorjahressieger von Black Falcon auf Mercedes-AMG GT3 dieses Jahr mit dem Rekord von Porsche gleichziehen und ihren fünften Sieg in Dubai erkämpfen können. Die Hoffnungen sind nicht ganz unbegründet, hat das Team doch fünf der acht erfolgreichsten Fahrer (Khaled Al Qubaisi, Jeroen Bleekemolen, Hubert Haupt, Abdulaziz Al Faisal, Yelmer Buurman) der letztjährigen Events auf seine zwei Boliden verteilt. Doch die europäische Konkurrenz denkt nicht einmal ansatzweise daran, es den schwarzen Falken allzu leicht zu machen: Die regierenden Champions Charles Putman, Charles Espenlaub und Joe Foster werden zusammen mit Adam Christodoulou und Shane Lewis als Team „CP Racing“ – ebenfalls auf AMG GT3 – antreten, und auch Ferrari wird erstmals seit 2016 weitere Rivalen (Jiří Písařík, Josef Kral, Matteo Malucelli) unter der Flagge von Bohemia Energy Racing mit der Scuderia Praha auf einem 488 GT3 ins Feld schicken. Audi hingegen wird mit der bescheidenen Armada von fünf R8 LMS GT3 starten – allein drei der Fahrzeuge stammen von Car Collection Motorsport. Ob es von der Masse zur Klasse reicht, bleibt abzuwarten …

Auch weitere Lokalmatadore lassen sich nicht lange zum Tänzchen zweimal rund um die Uhr bitten: Das saudi-arabische Team von GP Extreme kehrt auf einem Porsche 911 GT3 R zurück zur 24h Series, während die Mannschaft um Hofor Racing dieses Jahr alles versuchen wird, das Rennen nicht in solch dramatischer Form enden zu lassen wie 2018 (Kollision mit dem führenden Black Falcon Mercedes).

Die Polesitter des letzten Jahres, GRT Grasser Racing Team, werden diesmal nur auf einem Huracán GT3 antreten, bewegen aber dank der Teams von Target Racing und HB Racing nicht den einzige Lambo in der Klasse A6. Für die weitere akustische wie optische Abwechslung werden der BMW M6 GT3 von 3Y Technology, die Corvette C6-ZR1 von V8 Racing und die beiden Nissan GT-R Nismo GT3s von KCMG aus Hong Kong sorgen.

In der Klasse SPX bleibt sich das Team von VDS Racing ganz treu – allerdings nur bei der Marke Ford. Denn der Focus V8 aus der SP2 wird durch einen nicht minder spektakulären Mustang MARC II ersetzt. Die Konkurrenz setzt auf Altbewährtes: Die Sieger der SPX European Championship, Leipert Motorsport, wird den Belgiern auf einem Lamborghini Huracán Super Trofeo Evo das Leben schwer machen, und Speed Lover, die Meister ihrer Klasse, auf zwei 991-I Cups.

Die Klasse 991 wird zeigen, ob einer der drei 991-II Cups des Teams MRS GT-Racing das Rennen macht – oder doch eines der beiden Debüt-Autos von Porsche Lorient Racing?

Die verbleibenden Klassen SP2 und GT4 könnten unterschiedlicher nicht sein: Während die SP2 aus zwei einsamen KTM von Reiter Engineering und Exedra Motorsport gebildet wird, ist die GT4 im zweiten Jahrgang so stark vertreten wie nie: Sorg Motorsport hat mit Hofor-Racing powered by Bonk Motorsport und Century Motorsport direkte Konkurrenz im BMW M4 GT4 bekommen, wohingegen Optimum Motorsport in einer Ginetta GT4 antreten. Außerdem unter anderem am Start: die AMG GT4s von Ciceley Motorsport, QSR Racingschool, ERC Sports und Dragon Racing sowie der Cayman GT4 von Brookspeed International und der Audi R8 GT4 von Fox Motorsport.

Zeitplan und Neuerungen: weiter auf Seite 2 ->

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