Der Deutsche Sportfahrer Kreis trauert um Bodo Grafenhorst. Der Ehrenpräsident des DSK verstarb in der vergangenen Woche im Alter von 97 Jahren. Er gehörte zu den prägendsten Persönlichkeiten des Vereins. Mit seinem Jahrzehnte langen Wirken und Schaffen sind viele richtungweisende Beschlüsse und nachhaltige Entwicklungen verbunden.

Bodo Grafenhorst war seit dem 1. November 1959 Mitglied im DSK. Unter Präsident Helmut Zick wurde er 1962 zunächst als Vize-Präsident in den Vorstand gewählt bevor er zwischen 1969 und 1978 als DSK-Präsident den Verein führte und entwickelte. Für 60 Jahre treue Mitgliedschaft im DSK wurde er 2019 zu Hause geehrt. Motorsport und Mobilität prägten seit jeher sein Leben – und das Ehrenamt. Nicht nur im DSK.

Die Liste der ehrenamtlichen Stationen von Bodo Grafenhorst ist lang. Er war Fahrervertreter der ONS, Delegierter in einer FIA-Kommission, Vorsitzender des ADAC Mittelrhein und Vize-Präsident des ADAC für den Tourismus. Als treibende Kraft im Verein „Ja zum Nürburgring“ setzte er sich für den Bau und den Erhalt der Grand-Prix-Strecke ein, auch den Truck-Grand-Prix am Ring baute er mit auf. Während seiner Präsidentschaft wurden unter anderem eine Sicherheitsstaffel gegründet und das erste Klinikmobil an einer Rennstrecke eingesetzt. Bodo Grafenhorst entwarf auch „Richtlinien für Sportkommissare“.

In einem halben Jahrhundert Ehrenamt wurde Bodo Grafenhorst von zahlreichen Institutionen für seine Verdienste geehrt. Von der Goldenen Verdienstnadel des ADAC über die Goldenen Sportabzeichen von AvD und DMV bis hin zur Graf Berghe von Trips-Medaille mit Brillanten und dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse. Seit 2015 vergibt der Deutsche Sportfahrer Kreis den Bodo Grafenhorst-Orden. Mit dem Orden werden besonders anerkennungswerte und vorbildliche Leistungen, Kontinuität und ehrenamtliches Engagement gewürdigt.

Präsident des Deutschen Sportfahrer Kreis, Dr. Karl-Friedrich Ziegahn,
Foto: DSK.e.V.

DSK-Präsident Dr. Karl Friedrich Ziegahn: „Persönlich habe ich den Rat und den Austausch mit Bodo Grafenhorst sehr geschätzt. Er war mir ein väterlicher Freund aber auch ein erfahrener Sportstratege, ein ehemals erfolgreicher Motorsportler und ein Vorbild mit seiner Fähigkeit, die Dinge in großen Zusammenhängen zu sehen und zu verstehen. Seine Schriften über den DSK und seine autobiografischen Veröffentlichungen sind ein großer Fundus für die Geschichte. Ich werde Bodo Grafenhorst als untadeligen Sportsmann und feinen Menschen in Erinnerung behalten.“

Der DSK ist ihm zu großem Dank verpflichtet und wird ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Unser allerherzlichstes Beileid und tiefstes Mitgefühl gelten seiner Familie.

Quelle: Pressemitteilung DSK e.V.

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