Schon viel zu lange geht die Winterpause für die Teams. Rennwagen die für viel Geld angeschafft oder umgebaut waren stehen seit Monaten in ihrer Garage und den Rennställen fehlen wichtige Einnahmen. Die weiterhin dynamische Situation der Corona-Pandemie, aktuell wieder mit ansteigenden Inzidenzwerten macht eine Planung nicht unbedingt leichter. Doch die VLN hatte bereits am 10. März 2021 ein ausgefeiltes und erweitertes Hygienekonzept vorgelegt, Christian Stephani, Geschäftsführer der VLN VV GmbH & Co. KG, gab sich beim jährlichen Media-Lunch des Nürburgrings noch zuversichtlich, dass die Saison am kommenden Samstag beginnen darf. Die Pressekonferenz fand erstmals rein digital statt.

3 Zonen Hygienekonzept NLS 2021
Foto: Screenshot NLS-Hygienekonzept für Teilnehmer

Für die 66. ADAC Westfalenfahrt am 27. März 2021 sowie vorerst für alle weiteren Rennen herrschen strikte Hygieneregeln für alle die das Fahrerlager betreten. Insgesamt umfasst das Konzept 17 Seiten und kann auf der Homepage der Serie eingesehen werden. Ein Kernpunkt ist die 3-Zonen Einteilung und die strenge Überwachung der Corona-Tests aller Personen. Lediglich Sportwarte um die Grand-Prix-Strecke und Nordschleife müssen keinen negativen Test vorlegen, jedoch medizinische Masken oder FFP2 Masken tragen. Die „Rote Zone“ gilt auch für die Startaufstellung.

Das gesamte digitale Pressekonferenz des Nürburgrings kann hier nochmals verfolgt werden. Christian Stephani ist ab Minute 40 im Gespräch mit Alexander Gerhard, Pressesprecher der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG:

Das vom Landkreis Ahrweiler aufgrund der hohen Inzidenz im Kreis ausgesprochene Ausgangsverbot betrifft die Teilnehmenden Teams der Nürburgring Langstrecken-Serie nicht direkt. Es wird geraten, allen Helferinnen und Helfern eine entsprechende Tätigkeitsbescheinigung als Nachweis auszuhändigen. Die NLS gilt als Profisport da die Rennställe unter kaufmännischen Gesichtspunkten und nicht zum Freizeitspass antreten. Professioneller Sport ohne Zuschauer ist aktuell noch zugelassen. Hierzu äußert sich Stephani ab der 50. Minute des Gesprächs.

Wir wünschen uns sehr, dass am kommenden Samstag um 12:00 Uhr die Startampel die Saison freigibt und, wenn auch noch ohne Zuschauer, die Rennautos wieder fahren dürfen. Denn eine weitere holprige Saison, womöglich mit Rennabsagen, wird manches Unternehmen im Rennsport so finanziell nicht überleben. Nahezu jedes Team und jeder Fahrer berichtet von nie erlebten Problemen bei der Sponsoren suche. Seitens der VLN blieb zumindest jede Möglichkeit nicht unversucht und nun liegt es in den kommenden Tagen in den Händen der Regierung und der Behörden, ob die Langstrecken-Saison nicht doch noch die Rote Flagge bekommt.

Die Absage der Einstellfahrten am 20. März erfolgte mit der Begründung, dass die Minusgrade in der Eifel ein zu hohes Risiko für die Autos darstellen, tatsächlich war es nochmals eiskalt. Zumindest öffnete die Nordschleife am Samstag und Sonntag dann stundenweise für die Touristenfahrten.

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Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Lutz Rodrigues Do Nascimento wurde in den 70er Jahren vom Motorsport-Virus infiziert, sein Onkel war im Porsche-Werk Weissach tätig und nahm ihn damals schon mit zu den Rennfahrzeugen. Seit 2011 ist er regelmäßig am Nürburgring bei der VLN mit der Kamera vor Ort und konnte sich somit ein Netzwerk an Bekanntschaften zu Teams, Fahrern und der Streckensicherung knüpfen. Seit März 2017 ist Lutz Teil der LSR-Freun.de und gilt als unser Draht zu den Teams und Fahrern. Mit Fotos und Stories aus den engsten Kreisen sorgt er immer wieder für staunende Gesichter.
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