Die FIA WEC Saison 2021 bringt eine technische Revolution. Die LMP1-Prototypen beginnen, einer neuen Generation von Maschinen Platz zu machen – zwei, um genau zu sein. Die ersten, die auf die Strecke gehen, sind die Le Mans-Hypercars, die vielleicht – oder vielleicht auch nicht – in irgendeiner Weise mit der Produktion von Supersportwagen zu tun haben. Neben Toyota entwickelt auch die Scuderia Cameron Glickenhaus den SCG 007.

Andere Hersteller zeigten Interesse, zogen dann jedoch zurück. Nachdem nun das Reglement für die LMDh und LMH zur weiteren Konvergenz der Klassen konkretisiert wurde, veröffentlichte die Scuderia Cameron Glickenhaus neue Bilder des SCG 007.

Zu den offensichtlichen Updates sagt Glickenhaus zu LSR-Freun.de: „Mit Hilfe unserer F1-Aerodynamik-Ingenieure und ihres physischen Windkanals modellieren wir gerade unsere endgültige Form des Glickenhaus 007 Le Mans Hypercar.“

SCG 007 Update Aero
Foto: SCG

Das Team des amerikanischen Milliardärs James Glickenhaus startet von einer Basis, aus der andere Rennwagen der SCG entstanden sind, wie z.B. SCG 004. Um dasselbe Fahrgestell herum wurde ein Satz konstruiert, der den vom Automobile Club d’Ouest, dem Organisator des WEC, aufgestellten Regeln entspricht.

SCG 007 Hypercar Motor by Pipo Moteurs
Foto: SCG

Die Motorisierung wurde vor kurzem bekannt gegeben: ein 3.2L V8-Biturbo der französischen Firma Pipo Moteurs. Der Motoren-Hersteller ist mit seinem vier Zylinder/1.6L Turbomotor erfolgreich in der FIA WRC vertreten.

SCG 007 Update Aero
Foto: SCG

Auffällig am SCG 007 ist neben der zentralen Pilotenposition im Cockpit auch die gesamte Linienführung an der Fahrzeugseite. Hier befindet sich vor der Hinterachse noch ein großer Lufteinlass mit Kühlern welcher über die Aerodynamik des Vorderbaus angeströmt wird.

Glickenhaus Endurance Cup

N24h Glickenhaus-Trophy
Foto: Porsche

„Unserer Überzeugung folgend, dass, wenn ein Hyper-SUV die Baja 1000 nicht beenden kann – es nicht so Hyper ist, und wenn ein Hypercar die 1000 Meilen Sebring und die Le Mans 24h nicht beenden kann – es auch nicht so hyper ist. Ebenso ein Supersport-Renner bei den 24h Nürburgring. Den Herstellern, denen das Möglich ist, wollen wir einen gebührenden Pokal überreichen.“, bestätigt Glickenhaus gegenüber LSR-Freun.de.

Die „Glickenhaus Trophy“ welche dem Pole-Setter bei den ADAC TOTAL 24h Nürburgring verliehen wird besteht seit 2016. Nun kündigt James Glickenhaus an, einen Glickenhaus Endurance Cup als Wettbewerb der Hersteller auszuschreiben. Diesmal wird der Hersteller mit dem besten Gesamtergebnis bei den 24 Stunden von Le Mans, dem 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring, den 1000 Meilen von Sebring und der Baja 1000 (mit einem straßenzugelassenen Fahrzeug) ausgezeichnet.

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Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Lutz Rodrigues Do Nascimento wurde in den 70er Jahren vom Motorsport-Virus infiziert, sein Onkel war im Porsche-Werk Weissach tätig und nahm ihn damals schon mit zu den Rennfahrzeugen. Seit 2011 ist er regelmäßig am Nürburgring bei der VLN mit der Kamera vor Ort und konnte sich somit ein Netzwerk an Bekanntschaften zu Teams, Fahrern und der Streckensicherung knüpfen. Seit März 2017 ist Lutz Teil der LSR-Freun.de und gilt als unser Draht zu den Teams und Fahrern. Mit Fotos und Stories aus den engsten Kreisen sorgt er immer wieder für staunende Gesichter.
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