Orange ist nicht nur Peters Brille, Orange sind vor allem die Westen und Jacken der Sportwarte und Marshals am Nürburgring und an der Nordschleife. Von deren Arbeit hat sich Peter Posavac – Initiator der #DankeMarshals-Aktion – gestern persönlich überzeugt. Zudem stattete er der Gewinnerin der Z4-Taxifahrt einen Überraschungsbesuch ab. LSR-Freun.de hat den Essener Agentur-Chef bei seinem Ausflug begleitet.
Ziel der #DankeMarshals-Aktion war von Beginn an, möglichst vielen Sportwarten einmal die Fahrerperspektive und Einblicke in die Reaktionszeiten und -möglichkeiten zu geben.

Was sich viele Sportwarte wünschen, hat Posavac an diesem Wochenende in die Realität umgesetzt: Einmal als Fahrer auf einem Posten zusehen, wie die Damen und Herren der Streckensicherung ein Rennen erleben. Nach Rücksprache mit dem Abschnittsleiter und Chief-Marshal Bernd Plauschinat und der Genemigung durch Andreas Mühlenbernd (Chef der Race-Control) begab sich Posavac also zum Posten #200 Antoniusbuche. Dort überraschte der Essener dann Rita Hoyer, die Gewinnerin einer der Taxifahrten im Z4 GT3.

Döttinger Höhe von Posten 200 aus
Foto: L. Rodrigues

Rita und Bernd erklärten dem Z4-Piloten die einzelnen Gerätschaften, welche zur Kommunikation und Sicherung zur Verfügung stehen. Schnell wurden Erlebnisse bei Rennen aufgegriffen und entsprechend diskutiert.

Peter Posavac auf Posten 200
Foto: L. Rodrigues

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Das „Grid“-Schild zur Einführungsrunde durfte Posavac dann unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen zusammen mit Rita Hoyer hochhalten. Dabei ließ er es sich nicht nehmen, die Walkenhorst-Motorsport Kollegen zu grüßen. Der Chancengleichheit zugute, bekamen auch alle anderen Fahrer und Teilnehmer einen freundlichen Gruß. Sichtlich begeistert, beobachtete Posavac die Formationszeremonie, die er sonst nur aus der Sicht hinterm Lenkrad kennt.

Peter Posavac mit Grid-Schild
Foto: L. Rodrigues

Nach der dritten Gruppe zog sich Posavac aus Sicherheitsgründen vom Posten hinter den Zaun zurück. Die Gelegenheit die erste Startgruppe aber „flat out“ und ohne Verkehr an der schnellsten Stelle der Strecke zu erleben ließ sich Peter dann doch nicht nehmen.

Ein kurzer Besuch auf dem Hauptposten des Abschnitts 17 „Döttinger Höhe“ komplettierte die Exkursion. Bernd Plauschinat erklärte die Funktechnik, Abläufe des Hauptpostens und die Meldeketten bzw. Vorgänge der Flaggensignale.

Peter Posavac bei Olli Martini
Foto: L. Rodrigues

Bei einem folgenden Besuch in der Sprecherkabine bei Olli Martini schilderte Posavac seine Eindrücke im Livestream. Auch Martini gehört zu den großen Unterstützern der #DankeMarshal-Aktion. Zu Beginn der Saison moderierte der Eifelaner die Auslosung der Taxifahrten und Sachpreise live bei LSR-Freun.de TV.

Stimmen der Beteiligten:

Peter Posavac:

Peter Posavac und Bernd Plauschinat am HP 17
Foto: L. Rodrigues

„Ich fand das wirklich eine tolle Idee. Es war beeindruckend so nah dabei zu sein, unvergleichlich mit den Eindrücken im Cockpit. Die Leistung der Menschen da an der Strecke verdient größten Respekt, unter teilweise wiedrigen Wetterbedingungen einen Tag lang diesen verantwortungsvollen Job zu machen.
Es ist schon Wahnsinn auf was ein Sportwart doch achten muss, mit welchem Equipment da gearbeitet wird. Meiner Meinung nach sollten viel mehr Fahrer die Möglichkeit haben an einem Posten mal „Schnupperdienst“ zu leisten. Der Besuch bei Olli in der Sprecherkabine war natürlich auch wieder unterhaltsam und rundete meine Exkursion ab.
Alles in allem ist die Aktion Danke Marshals zu einem echt starken Ding geworden, ich finde das sollte für die Zukunft auch fortgeführt werden. Die Überraschung bei Rita Hoyer sorgte im ersten Moment für Sprachlosigkeit, so muss das sein -lacht.
Vielen Dank an Rita und Bernd die sich trotz der Verantwortung die Zeit nahmen mir alle Fragen zu beantworten. Besonderer Dank geht an die LSR-Freun.de die sich mit so viel Einsatz zeigen.“
Bernd Plauschinat:
„Da macht Jemand was für uns Sportwarte an der Strecke, das ist ja schonmal super. Das der dann auch noch nachhält, sich weiter interessiert, sich informiert, ist ja schon fast nicht mehr zu übertreffen.“

Rita Hoyer:
„Die Überraschung ist euch gelungen, keiner hat etwas verraten. Ich fand es super, das sich Peter auch mal für die Seite hinter der Leitplanke interessierte. Aber am besten hat mir gefallen, als er sagte er könnte das nicht, den ganzen Tag hier stehen. Jetzt freu ich mich auf den 06.07.2018 -die Taxifahrt bei Peter im Zetti. Dann sehe ich seine Perspektive.“

Wir bedanken uns bei den Beteiligten für diese Chance und hoffen, dass Fahrer in der Zukunft eine Möglichkeit finden auch auf den Posten ein Bild von der Arbeit der Sportwarte bekommen. Denn ohne sie fährt bekanntlich kein Auto!

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Lutz Rodrigues Do Nascimento wurde in den 70er Jahren vom Motorsport-Virus infiziert, sein Onkel war im Porsche-Werk Weissach tätig und nahm ihn damals schon mit zu den Rennfahrzeugen. Seit 2011 ist er regelmäßig am Nürburgring bei der VLN mit der Kamera vor Ort und konnte sich somit ein Netzwerk an Bekanntschaften zu Teams, Fahrern und der Streckensicherung knüpfen. Seit März 2017 ist Lutz Teil der LSR-Freun.de und gilt als unser Draht zu den Teams und Fahrern. Mit Fotos und Stories aus den engsten Kreisen sorgt er immer wieder für staunende Gesichter.
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