Zur 52. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy startete Manheller Racing am 26. Juni 2021 mit zwei Autos in der Klasse VT2. Das traditionsreiche Rennteam aus Meuspath der Familie Manheller ist seit Jahrzehnten aktives Mitglied des MSC Adenau e.V., der den vierten Lauf der Nürburgring Langstrecken-Serie veranstaltet hatte. Eine defekte Dichtung im Ansaugsystem sorgte für das Aus des EBS-BMW 328i #510 noch in der ersten Runde. Der WWS-Strube BMW 330i #495 mit zwei Piloten aus Argentinien am Steuer kreuzte auf dem 16. Klassenrang nach vier Stunden die Ziellinie.

Manheller Racing BMW 328i NLS4 2021
Foto: Rebekka Winter / Ring-Race-Shoot

Mit dem EBS-BMW 328i #510 traten Kurt Strube (Wietmarschen), Harald Barth (Bonn) und der ehemalige VLN-Gesamtmeister Carsten Knechtges (Mayen) an. Die Zeit zwischen dem dritten und vierten Lauf nutzte das Team, um weitere Details am F90-BMW zu verbessern. Diese Neuerungen erwiesen sich schon am Freitag vor dem Rennen bei den Einstellfahrten als vielversprechend, denn es waren alle drei Fahrer bei Rundenzeiten deutlich unter 10 Minuten. Somit blickte das Trio zuversichtlich auf das 90-minütige Zeittraining am Samstagmorgen.

Manheller Racing Carsten Knechtges NLS4 2021
Foto: L. Rodrigues

Carsten Knechtges ging bereits früh auf eine schnelle Runde und war in den ersten Sektoren auf absoluten Topzeiten unterwegs. Doch ein spürbarer Leistungsabfall des Motors noch in diesem Umlauf machte die Hoffnung auf weitere Runden schnell zunichte. Unter Hochdruck wurde der Fehler gesucht, analysiert und augenscheinlich im Wirkungskreis des Turboladers gefunden.

Manheller Racing BMW 328i NLS4 2021
Foto: L. Rodrigues

Da die Konkurrenz in der Zwischenzeit schnellere Zeiten auf das Tableau brachte, war rasch klar, dass man im Rennen das Feld von hinten aufrollen muss. Jegliche Versuche, das Aggregat wieder zur vollen Leistung zu bringen, waren vergebens und Knechtges ging mit stumpfen Waffen vom letzten Platz der Startgruppe aus ins Rennen. Um den Motor nicht weiter zu beschädigen, steuerte er nach dem ersten Umlauf die Box an und der vierte Lauf der NLS war für das Trio vorbei.

Carsten Knechtges sagte: „Nach dem Freitag waren wir sehr zufrieden mit dem Auto und den Upgrades und hatten viel Spaß. Ich bin dann mit Beginn des Qualifyings bei noch freier Strecke raus und die erste Zeit passte schon. Jedoch, ab der Hälfte meiner zweiten schnellen Runde, hatte ich starken Leistungsverlust. Die Fehlersuche vor Ort bis zur letzten Minute war jedoch erfolglos. Wir versuchten trotzdem unser Glück und starteten, doch es wäre sinnlos gewesen weiterzufahren. Bis zum Double-Header ist der BMW wieder fit und dann wird wieder angegriffen und um Punkte gekämpft.“

Manheller Racing J. Knechtges und K. Strube NLS4 2021
Foto: L. Rodrigues

Auch Kurt Strube war enttäuscht, blieb aber mit seiner Norddeutschen Art gelassen: „Schon sehr schade, dass Harald und ich nicht zum Fahren kamen und Carsten so früh das Auto abstellen musste, die Hoffnung auf eine gute Platzierung in der voll besetzten Klasse war groß. Doch so ist Rennsport nun mal und mit dem Auto werden wir am Doppelwochenende dann wieder um Punkte fahren. Es hat trotz alledem viel Spaß mit Manheller Racing und meinen beiden Fahrerkollegen gemacht.“

Manheller Racing Carlos Federico Braga NLS4 2021
Foto: L. Rodrigues

Im WWS-Strube BMW 330i #495 starteten Carlos Federico Braga und Andres Bruno Josephsohn aus Argentinien. Die beiden Gentlemen nahmen die weite Anreise auf sich, um die Grüne Hölle zu erleben und Erfahrung auf der Nordschleife zu sammeln. In der mit 22 Autos voll besetzten VT2 qualifizierten sie sich für den 16. Startplatz. Bereits nach dem Start wurde das Auto jedoch in der AMG-Arena von einem Mitstreiter unglücklich auf der Vorderachse gebrochen, konnte sich jedoch noch mühsam über die Grand-Prix-Strecke bis in die Box retten.

Andres Bruno Josephsohn Manheller Racing NLS4 2021
Foto: L. Rodrigues

Nachdem nach einer Stunde das zerstörte Federbein getauscht und die Beschädigungen repariert waren, nahm der WWS-Strube BMW das Rennen wieder auf. Der Rückstand zu den Klassengegnern war jedoch schon zu groß und die beiden Piloten aus Südamerika wurden auf Rang 16 nach der Zieldurchfahrt gewertet.

„Zuerst muss ich meinem Team ein großes Lob aussprechen, ihr habt wieder fleißig gearbeitet und wart trotz der Rückschläge top motiviert. Ich freue mich, dass unsere Gäste aus Argentinien wichtige Runden für ihre Lizenz und ihr Permit sammeln konnten, da ist das Ergebnis letztendlich nicht ausschlaggebend.“, beginnt Stefan Manheller seine Bilanz.

Der Teamchef führt weiter aus: „Natürlich hätten wir gerne einen Klassenpokal vom MSC Adenau überreicht bekommen, es war ja wieder ein Heimspiel im doppelten Sinn. Mit unserem Sitz in Meuspath und als jahrzehntelange Mitglieder des MSC ist der Termin immer etwas Besonderes für uns. Der Verein hat wieder eine großartige Veranstaltung auf die Beine gestellt und durchgeführt. Jetzt warten zwei Rennen an zwei Tagen auf uns, darauf bereiten wir uns jetzt vor.“

Manheller Racing BMW 330i NLS4 2021
Foto: L. Rodrigues

Mit dem 61. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen am 10. Juli und dem 44. RCM DMV Grenzlandrennen am 11. Juli 2021 finden zum zweiten Mal in der Geschichte der Langstreckenrennen zwei Läufe über vier Stunden an einem Wochenende statt. Nach der besonderen Herausforderung macht die NLS dann acht Wochen Sommerpause, bevor am 11. September mit dem ROWE 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen das Saisonhighlight der Serie auf dem Plan steht.

Quelle: Pressemitteilung Manheller Racing / WWS Strube GmbH

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