Wayne Taylor Racing gewinnt den Regenkrimi von Daytona 2019 10 Minuten vor Schluss in der Königsklasse DPi. Den ersten Platz in der LMP2 beansprucht Dragonspeed im Oreca LMP2 #18 für. In der GTLM siegt das BMW Team RLL im BMW M8 GTE und das Grasser Racing Team siegt in der GTD-Klasse.

So sehen Sieger aus - Renger van der Zande, Fernando Alonos Jordan Taylor und Kamui Kobayashi,
Foto: Renger van der Zande / FB

Starker Regen sorgt am Sonntagmorgen für die erste Unterbrechung des 24h-Klassikers im Sunshine State Florida. Zwei Stunden vor Schluss sehen die Piloten erneut die rote Flagge. Bis zum offiziellen Zieleinlauf wird sich daran auch nichts mehr ändern. Fernando Alonso gewinnt, gemeinsam mit seinen Teamkollegen Jordan Taylor, Renger van der Zande und Kamui Kobayashi, ein aufregendes 24h-Rennen in Daytona im KONICA MINOLTA CADILLAC DPI-V.R. #10.

Auf Platz zwei finden sich „Pipo“ Derani, Felipe Nasr und Eric Curran des Action Express Racing Teams ein. Vervollständigt wird das Podium von der Mannschaft von Acura Team Penske mit Ricky Taylor, Hélio Castroneves und Alexander Rossi.

Nach mehr als einer Stunde unter roter Flagge entschied man sich schließlich, das Rennen nach 23 Stunden und 50 Minuten abzubrechen. Die Bemühungen, stehendes Wasser von der Strecke zu entfernen, waren erfolglos. Der zweimalige Formel-1-Champion Alonso konnte kurz vor Abbruch die Führung von seinem Kontrahenten Felipe Nasr übernehmen. Alonso fuhr zwischenzeitlich fast fünf Sekunden pro Runde auf seine Gegner raus.

Für das Mazda Team Joest endete das ROLEX 24h von Daytona erneut in einer Katastrophe. In der siebten Rennstunde verlor die Mannschaft fast zeitgleich beide Autos. Während sich die #55 mit einem Treibstoffleck noch in die Box retten konnte und einer Reperatur unterzogen werden konnte, musste Timo Bernhard die #77 wenige Minuten später in der Auslaufzone des Abschnitts Busstop mit brennendem Heck abstellen. Doch auch für das Schwesterauto mit Jonathan Bomarito, Harry Tincknell und Olivier Pla war spätestens in den Morgenstunden Feierabend. Nach einem Unfall mit einem GT-Fahrzeug musste die letzte Hoffnung von Mazda begraben werden.

BMW M8 GT #25 24h Daytona 2019 "Godspeed, Charly"
Foto: BMW Motorsport / FB

In Erinnerung an Charly Lamm gewinnt kann das BMW Team RLL wenige Minuten vor Rennabbruch den ersten Platz in der Klasse GTLM erobern und wird nach Rennabruch als erster in der Klasse gewertet. Augusto Farfus, Connor de Phillippi, Philipp Eng und Colton Herta fahren somit den ersten Langstreckensieg der Saison für BMW Motorsport im BMW M8 GTE #25 und in Gedenken an den am Donnerstag verstorbenen Schnitzer Motorsport Teamchef Charly Lamm ein.

Sechs der neun Fahrzeuge in der Klasse befanden sich schlussendlich noch in der Führungsrunde, als die beiden Anführer bei einem chaotischen Neustart in Kurve 1 kollidierten. Frederic Makowieckis (Porsche 991 RSR #991) und Joey Hand (Ford GT #66) waren sich über die Einfahrtreihenfolge in Kurve 1 uneinig und kollidierten, so dass beide aus dem Rennen ausschieden. Damit hatte zwar – der zu dem Zeitpunkt der drittplazierte – James Calado einige Zeit freie Fahrt nach vorne. Jedoch musste sich der Ferrari-Pliot kurz vorm Ende durch die rote Flagge gegen Augusto Farfus im BMW M8 GTE geschlagen geben.

Knapp hinter der BMW-Mannschaft überquerte James Calado für Risi Competizione und seine Teamkollegen Davide Rigon, Alessandro Pier Guidi und Miguel Molina die Ziellinie, gefolgt von Nick Tandy Patrick Pilet und Frédéric Makowiecki im Porsche 911 RSR #911. Zwar stand zum Rennende der Ford GT #67 von Chip Ganassi Racing auf dem dritten Platz, aufgrund einer Strafe nach Rennende wurden Ryan Briscoe, Richard Westbrook und Scott Dixon jedoch nach hinten versetzt.

Dragonspeed konnte mit Pastor Maldonado, Roberto González junior, Sebastian Saavedra und Ryan Cullen mit einem Vorsprung von vier Runden den ersten Platz in der Klasse LMP2 einfahren.

Cameron Cassels, Kyle Masson, Robert Masson und Kris Wright landen mit dem Oreca 07 Gibson LMP2 #38 von Performance Tech auf Platz zwei in der Klasse. Die Dragonspeed-Kollegen Nicolas Lapierre, Ben Hanley Henrik Hedman und James Allen vervollständigen das Podest im Oreca 07 Gibson LMP2 #81.

In der GTD gewinnt die österr. Mannschaft vom GTR Grasser Racing Team rund um Teamchef Gottfried Krasser, mit Mirko Bortolotti, Rolf Ineichen Christian Engelhart und Rik Breukers. Steuer. Nach einer Zeitstrafe von 3 Minuten und 40 Sekunden konnte die Lamborghini-Truppe den ersten Platz erneut verteidigen. In den letzten Stunden kam es auch noch zu einer Kollision zwischen GRT und zwei GTLM Fahrzeugen. Trotz der chaotischen Wetterbedingungen konnte sich dennoch wieder nach vorne arbeiten und verwies Montaplast by Land Motorsport (Christopher Mies, Dries Vanthoor, Daniel Morad, Ricardo Feller) auf Platz zwei. Für die Audi-Mannschaft endete das Rennen mit sehr viel Glück auf dem zweiten Platz. Mehrere Dreher auf nasser Fahrbahn – Vanthoor drehte sich hier auf wenigen Metern zwei mal hintereinander ins Gras – sorgten immer wieder für Schrecksekunden. Auf Platz drei folgt der im Lexus RC F GT3 von AIM Vasser Sullivan mit Frank Montecalvo, Townsend Bell, Aaron Telitz, Jeff Segal am Steuer.

Der zweite Saisonlauf der IMSA WeatherTech SportCar Championship findet ebenfalls in Florida statt. Am 16. März werden die 12 Stunden von Sebring (USA) als Doppelevent gemeinsam mit der FIA WEC ausgetragen.

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Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
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