Die Langstrecken-Weltmeisterschaft setzt nach mehr als 24-wöchiger Corona-Pause die Saison 2019/2020 fort. Am 15. August trägt die World Endurance Championship (WEC) in Spa-Francorchamps ihren sechsten Lauf aus. Porsche startet mit zwei aktuellen 911 RSR in das Sechsstundenrennen.

Die amtierenden Weltmeister Michael Christensen (Dänemark) und Kévin Estre (Frankreich) greifen ins Lenkrad der Startnummer 92, ihre Teamkollegen Richard Lietz (Österreich) und Gianmaria Bruni (Italien) teilen sich die Startnummer 91. Das Werksteam kehrt mit positiven Erinnerungen nach Belgien zurück: Im Vorjahr gewann Porsche auf dem Traditionskurs vorzeitig den Weltmeistertitel in der GTE-Pro-Herstellerwertung. Aktuell liegt der Titelverteidiger nach fünf Rennen auf Position zwei der GTE-Pro-Tabelle. Die Kundenteams Dempsey-Proton Racing, Project 1 und Gulf Racing setzen weite-re fünf 911 RSR der Vorgängergeneration in der GTE-Am-Klasse ein.

Das Rennen

Der Circuit de Spa-Francorchamps liegt im äußersten Osten Belgiens unweit der deutschen Grenze. Die 1921 eröffnete Rennstrecke führt über 7,004 Kilometer sowie 21 Kurven bergauf und bergauf durch die wallonische Landschaft – und trägt daher auch den Beinamen „Ardennen-Achterbahn“. Die schnellen Passagen wie Raidillon/ Eau Rouge und Blanchimont sind ebenso berühmt-berüchtigt wie die Haarnadelkurve La Source am Ende der Start-/Zielgeraden.

Der Porsche 911 RSR

Porsche 911 RSR, Porsche GT Team (#92), Michael Christensen (DK), Kevin Estre (F) FIA WEC 2020
Foto: Porsche

Der aktuelle Porsche 911 RSR-19 absolviert seine erste Saison in der Sportwagen-Weltmeisterschaft. Die Ingenieure in Weissach konnten das rund 515 PS starke Auto im Vergleich zu dem erfolgreichen Vorgängermodell unter anderem in den Bereichen Fahrbarkeit, Effizienz, Ergonomie und Servicefreundlichkeit verbessern. Dabei haben sie rund 95 Prozent aller Bauteile neu entwickelt. Den Antrieb des 911 RSR über-nimmt ein Sechszylinder-Boxermotor mit 4,2 Liter Hubraum.

Die Fahrer des Porsche GT Teams

Die amtierenden Langstrecken-Weltmeister Michael Christensen und Kévin Estre liegen nach vier zweiten Plätzen in den bisherigen fünf Rennen in der WEC-Fahrerwertung auf der dritten Position. Richard Lietz und Gianmaria Bruni, die Sieger des Saisonauftaktes in Großbritannien, stehen auf Rang fünf. Sein Potenzial konnte der aktuelle Porsche 911 RSR im bisherigen Verlauf der Saison 2019/2020 zudem mit Qualifying-Bestzeiten in Japan, China und Bahrain unter Beweis stellen.

Die Kundenteams

Porsche 911 RSR, Team Project 1 (#56), Egidio Perfetti (N), Laurents Hörr (D), Matteo Cairoli (I) FIA WEC 2020
Foto: Porsche

Dempsey-Proton Racing setzt beim Restart der WEC zwei Porsche 911 RSR des Modelljahres 2017 ein. In der Startnummer 77 geht Porsche-Werksfahrer Matt Campbell (Australien) mit Teameigner Christian Ried (Schöneburg) und dem Italiener Riccardo Pera ins Rennen. Für das Schwesterauto mit der Nummer 88 steht das Fahrertrio Vutthikorn Inthraphuvasak (Thailand), Ricardo Sanchez (Mexiko) und Lucas Legeret (Schweiz) auf der Nennliste. Das deutsche Kundenteam Project 1 startet ebenfalls mit zwei 911 RSR der Generation 2017. Ins Lenkrad der Startnummer 56 greifen Laurents Hörr (Gerlingen), Egidio Perfetti (Norwegen) und Matteo Cairoli (Italien). Das Fahrzeug mit der Nummer 57 teilen sich der Amerikaner Ben Keating, Felipe Fraga (Brasilien) und Jeroen Bleekemolen (Niederlande). Mit der Startnummer 86 schickt Gulf Racing das britische Fahrertrio Michael Wainwright, Ben Barker und Andrew Watson auf die Strecke.


Der Zeitplan (alle Zeiten MESZ)

Donnerstag, 13. August
16:25 Uhr bis 17:55 Uhr – Freies Training 1

Freitag, 14. August
09:30 Uhr bis 11:00 Uhr – Freies Training 2
14:00 Uhr bis 15:00 Uhr – Freies Training 3
18:00 Uhr bis 18:20 Uhr – Qualifying GTE-Pro und GTE-Am

Samstag, 15. August
13:30 Uhr bis 19:30 Uhr – Rennen

Das Rennen im TV und Internet

Den sechsten Saisonlauf der WEC können Zuschauer auf www.sport1.de und www.motorsport.tv in voller Länge verfolgen. Live und kostenfrei präsentiert Euro-sport 2 das Rennen im Free-TV. Der Pay-TV-Kanal Sport 1+ berichtet live von 13:00 Uhr bis 20:00 Uhr aus Spa-Francorchamps. Sport 1 beginnt seine Liveübertragung in der Schlussphase ab 17:15 Uhr im Free-TV. Die kostenpflichtige FIA WEC App bietet neben einem Livestream zusätzlich auch ein Livetiming an.

Stimmen vor dem Rennen

Barcelona, Spain: WEC FIA Prologue, Pascal Zurlinden (Gesamtprojektleiter Porsche GT Werksmotorsport)
Foto: Porsche

Pascal Zurlinden (Gesamtprojektleiter Werksmotorsport): „Das Warten auf das nächste Rennen geht nun auch in der Langstrecken-Weltmeisterschaft zu Ende. Ich möchte den Organisatoren der WEC ein großes Kompliment machen, dass sie erfolgreich die Weichen für den Restart gestellt haben. In den kommenden Läufen ha-ben wir noch beste Chancen, unsere Titel zu verteidigen. Die Vorbereitungen für die letzte Generalprobe vor den 24 Stunden von Le Mans liefen gut. Wir streben in Spa-Francorchamps unseren zweiten Saisonsieg an.“

Alexander Stehlig (Einsatzleiter FIA WEC) Porsche
Foto: Porsche

Alexander Stehlig (Einsatzleiter FIA WEC): „Wir konnten die Corona-bedingte Zwangspause nutzen, um viele Detailfragen aufzuarbeiten und haben auch erfolgreiche Testfahrten absolviert. Dabei haben wir die Fahrbarkeit sowie die Balance des 911 RSR noch weiter verbessert und die Abläufe im Team geschärft. Bei dem ersten Rennen nach der langen Unterbrechung ist es wichtig, dass wir schnell wieder in unsere gewohnte Routine zurückfinden. Wir wollen in Belgien so viele Punkte wie möglich mitnehmen und peilen einen Sieg an.“

Porsche GT Team: Richard Lietz (A) FIA WEC 2020
Foto: Porsche

Richard Lietz (Porsche 911 RSR #91): „Endlich können wir wieder WEC-Rennen fahren – leider noch ohne Zuschauer. Aber Hauptsache, es geht wieder los. Jeder im Team agiert hoch motiviert und will ein gutes Ergebnis erzielen. Wir kommen sehr gut vorbereitet nach Spa. Das Podium ist ein Minimumziel.“

Porsche GT Team: Gianmaria Bruni (I) FIA WEC 2020
Foto: Porsche

Gianmaria Bruni (Porsche 911 RSR #91): „Spa-Francorchamps gehört zu meinen Lieblingsstrecken im WEC-Kalender. Ich kann es kaum erwarten, bis es endlich los-geht. Zusammen mit Richard Lietz möchte ich weitere Rennsiege und Podestplätze mit dem neuen 911 RSR einfahren. Aufgrund der Covid-19-Pandemie müssen wir aufeinander achten und die Vorgaben einhalten. Aber wir sind auch diesbezüglich sehr gut organisiert.“

Porsche GT Team: Kevin Estre (F) FIA WEC 2020
Foto: Porsche

Kévin Estre (Porsche 911 RSR #92): „Im vergangenen Jahr erlebten wir in Spa ein verrücktes Rennen mit Schnee, Regen und Sonne. Wir haben trotzdem den Sprung auf das Podium geschafft und konnten die Herstellermeisterschaft für Porsche sichern – das war großartig. Offensichtlich wird diesmal alles völlig anders. Wir fahren zu einer anderen Jahreszeit und es ist der erste WEC-Lauf nach der Corona-Pause. Die Zuschauer werden fehlen und wir alle tragen Masken. Mit dem neuen 911 RSR wollen wir in der Meisterschaft näher an die Spitze heranrücken.“

 Porsche GT Team: Michael Christensen (DK) FIA WEC 2020
Foto: Porsche

Michael Christensen (Porsche 911 RSR #92): „Es ist wichtig, dass wir aus dieser langen Pause stark zurückkommen. Wir können immer noch um den Titel kämpfen und wollen Punkte auf die Meisterschaftsführenden aufholen. Während der Unterbrechung haben wir versucht, den Kontakt untereinander aufrecht zu erhalten und gute Rückmeldungen zu geben, damit wir uns weiter verbessern. Wir waren mit dem neuen 911 RSR testen und es fühlte sich gut an, wieder mit dem Manthey-Team zusammenzuarbeiten und sich auf die Rennen in Spa und Le Mans vorzubereiten.“

Dempsey-Proton Racing: Matt Campbell (AUS) FIA WEC 2020
Foto: Porsche

Matt Campbell (Porsche 911 RSR #77): „Ich freue mich, wieder mit Christian Ried und Riccardo Pera in der WEC an den Start zu gehen. Wir wollen hart pushen, um ein weiteres gutes Ergebnis zu erzielen und das Team auf das Podium zu bringen.“

Die Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC

In der seit 2012 ausgetragenen Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC nehmen Sportprototypen und GT-Fahrzeuge in vier Klassen teil: LMP1, LMP2, GTE-Pro und GTE-Am. Sie treten gemeinsam in einem Rennen an, die Wertung erfolgt aber ge-trennt. Das Porsche-Werksteam startet als amtierender Herstellerweltmeister in der Klasse GTE-Pro. Die Kundenteams Dempsey-Proton Racing, Project 1 und Gulf Racing kämpfen in der Kategorie GTE-Am um Siege.

Quelle: Pressemitteilung Porsche

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