Während des 6h-Rennen am vergangenen Samstag sprach Lukas Gajewski mit Christian Stephani über das für 2022 angekündigte 12h-Rennen in der Nürburgring Langstrecken-Serie. Vom 9. bis 11. September 2022 wird dann erstmals ein Saisonlauf über zwei Tage hinweg durchgeführt. Samstag und Sonntag jeweils 360 Minuten Rennzeit, in der Unterbrechung gelten dann Parc Fermé Regeln und an den Autos darf nicht gearbeitet werden.

Das System wird seit Jahren von der 24h Series/Creventic praktiziert und fand bei den meisten Teilnehmern großen Anklang. Die Organisatoren der NLS überlegten sich nach dem Double-Header wie aus zwei Rennen an einem Wochenende ein großes Rennen gemacht werden kann. Christian Stephani ist der Geschäftsführer der VLN VV GmbH & Co. KG und somit auch verantwortlich für solche Entscheidungen und Änderungen. Beim neuen „richtigen Highlight“ über zwei Tage sollen dann im Rahmenprogramm Events für Sponsoren möglich sein, eventuell sogar ein Konzert stattfinden.

Foto: L: Rodrigues

Nach der Bekanntgabe des 12h-Nürburgring kam überwiegend Zustimmung, die Frage wie die Zeitabstände beim Restart berücksichtigt werden kam rasch auf. Rundenrückstände sind einfach in der Endabrechnung, bei gewöhnlichen Rundstrecken sind auch die Sekunden-Abstände, die beim Restart egalisiert werden, zu verschmerzen. Aber wenn in einer Klasse mit 9:20min Zeiten auf der 24 Kilometer langen VLN-Variante ein Vorsprung von 8 Minuten erkämpft wurde, wäre es nicht gerecht, wenn der sonntags erneut erkämpft werden müsste. Für die Zuschauer ist das Format sicher immer wieder spannend, sportlich gesehen wäre es bei so großen Abständen jedoch nicht fair.

Foto: L. Rodrigues

Auch Gajewski stellte diese Frage an Stephani. Darauf antwortete er: Wir wollten und mussten uns Gedanken für 2022 machen und was wir ändern möchten. Da war im Hinblick auf das neue Punktesystem auch die Frage wie das 12h-Rennen gewichtet werden soll. Bezüglich der Egalisierung der Abstände haben wir uns auch zusammengesetzt da wir diese Bedenken ernst nehmen. Renndirektor Michael Bork hatte die crazy Idee wie die Neuaufnahme mit Zeitabständen möglich wäre.

Foto: L. Rodrigues

Was die „verrückte Idee“ von Bork genau ist erklärt Stephani: Die Fahrzeuge werden am Sonntag aus der Box in den Zeitabständen vom Samstag auf die Strecke geschickt und fahren unter Code-60, bis das letzte Auto gestartet ist. Erst dann wird der zweite Teil freigegeben und das Rennen unter fairen Bedingungen für alle fortgesetzt. Ähnlich einer Verfolgung im Biathlon.

Wie die Punktevergabe sich dann abbildet, wird noch ausgearbeitet, ob es zur Halbzeit Zähler gibt und nach den 12 Stunden, muss abgewogen werden, um dem neuen Jahreshighlight eine entsprechende Gewichtung zu geben, es aber nicht einen extremen Einfluss auf die Tabellenstände hat.

Zu sehen gibt es das Interview im ROWE NLS Rückspiegel auf dem VLN-Kanal bei YouTube ab Minute 30.

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Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Lutz Rodrigues Do Nascimento wurde in den 70er Jahren vom Motorsport-Virus infiziert, sein Onkel war im Porsche-Werk Weissach tätig und nahm ihn damals schon mit zu den Rennfahrzeugen. Seit 2011 ist er regelmäßig am Nürburgring bei der VLN mit der Kamera vor Ort und konnte sich somit ein Netzwerk an Bekanntschaften zu Teams, Fahrern und der Streckensicherung knüpfen. Seit März 2017 ist Lutz Teil der LSR-Freun.de und gilt als unser Draht zu den Teams und Fahrern. Mit Fotos und Stories aus den engsten Kreisen sorgt er immer wieder für staunende Gesichter.
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