Das Beste kommt zum Schluss. So lässt sich aus Sicht von BWT Mücke Motorsport das Finalwochenende der ADAC GT Masters-Saison 2020 zusammenfassen. In der Motorsport Arena Oschersleben erzielten Stefan Mücke und Ricardo Feller im BWT Audi R8 LMS #26 ihr bestes Saisonresultat. Zwei Mal fuhr das Duo in die Top-10 und war jeweils drittbeste Audi-Crew. Ganz oben auf dem Podest stand Feller am Samstag als Sieger in der Juniorwertung. Der einzige Wermutstropfen an diesem Wochenende: Der BWT Audi R8 LMS #25 von Igor Walilko und Mike David Ortmann fehlte, da Walilkos Verletzung nicht rechtzeitig verheilte.

Die Fakten zum Wochenende

Doppelter Grund zur Freude: Im ersten Rennen erzielten Ricardo Feller und Stefan Mücke mit Platz sieben ihr bestes Ergebnis der Saison. Zudem feierte Feller den Sieg in der Juniorwertung. Der 20-Jährige war als Siebter in den Samstagslauf gestartet. Obwohl überholen auf dem engen Kurs schwierig ist, kämpfte sich Feller bis zum Boxenstopp auf Rang fünf nach vorne. Erst kurz bevor sich das Boxenstoppfenster schloss, bog der Schweizer in die Boxengasse ab. Mücke brachte den BWT Audi R8 LMS #26 auf Platz sieben ins Ziel. BWT Mücke Motorsport setzte als drittbestes Audi-Team ein Ausrufezeichen.

ADAC GT Masters - 13 + 14. Lauf Oschersleben 2020 - Foto: Gruppe C Photography; #26 Audi R8 LMS GT3, BWT Mücke Motorsport: Ricardo Feller, Stefan Mücke
Foto: Gruppe C Photography

Punkte beim Finale: Auch im Sonntagsrennen überquerten Mücke und Feller als drittbeste Audi-Crew die Ziellinie. Mit Platz zehn fuhr das Duo beim Finale ein weiteres Punkteresultat ein. Beim Start von Position 16 war Mückes Reaktionsvermögen gefordert, als vor ihm mehrere Autos kollidierten. Durch ein Ausweichmanöver bewahrte er den BWT Audi R8 LMS #26 vor dem frühen Aus. Nach der Unterbrechung mit roten Flaggen nahm er das Rennen als Elfter wieder auf. Auf Platz zehn liegend kam Mücke zum Fahrerwechsel. Nach einem optimalen Boxenstopp und einem problemlosen Stint kam Feller als Zehnter ins Ziel.

Zwei Mal an der Spitze: Die ersten beiden Sessions in der Motorsport Arena Oschersleben fanden auf nasser beziehungsweise abtrocknender Strecke statt. Mit diesen Bedingungen kam Feller bestens zurecht. Im ersten Freien Training mit allen 30 Supersportwagen erzielte er mit vier Zehnteln Vorsprung die Bestzeit. Bei der darauffolgenden Session für Junioren und Trophy-Piloten war Feller erneut nicht zu schlagen. Im Feld der immerhin 18 Fahrzeuge setzte er ebenfalls die Bestzeit. Das zweite Freie Training fand bei trockenen Bedingungen statt. Mit einer halben Sekunde Rückstand wurden Mücke und Feller auf Platz 14 gewertet. 25 der 30 Autos lagen in dieser Session innerhalb einer Sekunde.

Die Stimmen zum Wochenende

Stefan Mücke
Foto: L. Rodrigues

Stefan Mücke (BWT Audi R8 LMS #26): „Ein positives Wochenende liegt hinter uns. Wir haben an den letzten drei Rennwochenenden einen Aufwärtstrend verzeichnet nachdem wir uns umstrukturiert haben. Über Platz sieben und den Juniorsieg im ersten Rennen hat sich das Team sehr gefreut. Das Qualifying am Sonntag war mit drei Unterbrechungen schwierig. Auch nach dem Rennstart gab es einen Abbruch. Es war also insgesamt ein turbulentes Wochenende, aber wir haben uns aus allem herausgehalten. Wir sind saubere Rennen gefahren und hatten ein konstant schnelles Auto. Das war der Schlüssel für die zwei Top-10-Platzierungen. Vielen Dank ans Team und vor allem an Ricardo für diese erfolgreiche Trendwende.“

ADAC GT Masters - 13 + 14. Lauf Oschersleben 2020 - Foto: Gruppe C Photography; #26 Audi R8 LMS GT3, BWT Mücke Motorsport: Ricardo Feller, Stefan Mücke
Foto: Gruppe C Photography

Ricardo Feller (BWT Audi R8 LMS #26): „Es war ein gutes Abschlusswochenende. Wir haben bereits in den Trainings gezeigt, dass wir das Potential haben, in den Top-10 mitzukämpfen. Im Qualifying am Samstag habe ich die Pace bestätigt. Über den Juniorsieg im Rennen habe ich mich sehr gefreut. Stefan hatte am Sonntag ein gutes Qualifying. Mit Platz zehn im Rennen ist uns ein versöhnlicher Saisonabschluss gelungen. Nach einem schwierigen Saisonstart haben wir uns in die richtige Richtung entwickelt und uns kontinuierlich verbessert. Danke an alle, die viel Zeit investiert haben, um uns wieder nach vorne zu bringen.“

Michael Weiss (Technischer Leiter): „Wir haben die Saison auf einem Hoch beendet. Nach dem Rennwochenende auf dem Sachsenring hatten wir ein paar Hausaufgaben zu erledigen. Wir haben in Spielberg den ersten Akzent gesetzt und auf dem Lausitzring unsere Form bestätigt. Beim Finale haben wir das beste Ergebnis der Saison eingefahren. Das zeigt, dass wir nach dem schwierigen Saisonstart mit Siebenmeilenstiefeln aufgeholt haben. Ein großes Dankeschön an das gesamte Team für die tolle Arbeit! Wir hoffen jetzt auf eine ruhige Winterzeit und eine erfolgreichere und störungsfreiere Saison 2021.“

Peter Mücke (Teamchef): „Ich bin mit unseren Ergebnissen zufrieden. Wir hatten ein durchweg erfolgreiches Wochenende und waren immer Top-10-fähig. Ricardos Sieg in der Juniorwertung war ein schöner Lohn für die harte Arbeit des gesamten Teams. Dem Können unserer Fahrer und auch dem Rennglück, das diesmal auf unserer Seite war, ist es zu verdanken, dass wir nicht in Unfälle involviert waren. Das gesamte Team hat beim Finale eine super Leistung abgeliefert. Es gab keine Unklarheiten, sondern es war immer klar, wie wir beim Setup und strategisch vorgehen. Danke an das Team für diesen erfreulichen Saisonabschluss.“
Am vergangenen Wochenende bestritt BWT Mücke Motorsport das Finale der ADAC Formel 4. Bei der siebten Saisonstation in der Motorsport Arena Oschersleben gingen Joshua Dürksen, Josef Knopp und Erick Zuniga für den Traditionsrennstall aus Berlin an den Start. Für die Piloten der Nachwuchsmeisterschaft standen drei Rennen auf der Strecke in Sachsen-Anhalt auf dem Programm.

BWT Mücke Motorsport beendet die Saison in der ADAC Formel 4 auf dem Podest

ADAC Formel 4, 19. - 21. Lauf Oschersleben 2020 - Foto: Gruppe C Photography; #29 F4 Tatuus, ADAC Berlin-Brandenburg e.V.: Joshua Dürksen
Foto: Gruppe C Photography

Die Teilnehmer mussten sich auf einen ungewohnten Ablauf einstellen: Die beiden Qualifying-Sessions fanden nicht wie gewohnt am Freitagabend statt, sondern am Samstagmorgen. Dürksen eröffnete den arbeitsreichen Samstag mit dem vierten Platz in der Qualifikation für den ersten Lauf. Als das Rennen am Mittag freigegeben wurde, erwischte der 17-Jährige den optimalen Start und beschleunigte seinen Gegner aus der zweiten Startreihe aus. Damit übernahm er schon auf den ersten Metern den dritten Platz. Diesen verteidigte er bravourös über die 30-minütige Renndistanz. Unverhofft verbesserte er sich auf die zweite Position, nachdem die beiden vor ihm fahrenden Piloten in der Schlussphase kollidiert waren. Dürksen fuhr zum sechsten Mal in diesem Jahr ein Podestergebnis ein.

ADAC Formel 4, 19. - 21. Lauf Oschersleben 2020 - Foto: Gruppe C Photography; #29 F4 Tatuus, ADAC Berlin-Brandenburg e.V.: Joshua Dürksen
Foto: Gruppe C Photography

Dürksen startete am Sonntagmorgen von Platz acht in das zweite Rennen des Wochenendes. Erneut machte er auf den ersten Metern eine Position gut. Im dichten Gedränge im Mittelfeld bewies er mehrmals eine gute Fahrzeugkontrolle, als das Fahrzeug unruhig wurde. Der verwinkelte Streckenverlauf in Oschersleben ließ nach dem Start keine weiteren Positionsverbesserungen zu. Die siebte Position verhalf Dürksen zum zweiten Startplatz für das abschließende dritte Rennen. Beim Start wurde er auf dem Weg zur ersten Kurve in das Gras neben dem Asphalt abgedrängt. Er verlor dadurch an Schwung und büßte Positionen ein. Die erste Runde beendete er auf Platz fünf. Im Rennverlauf hielt er dem Druck des hinter ihm platzierten Vizemeisters stand und kam als Fünfter ins Ziel.

Knopp beendete die ersten beiden Rennen auf Platz neun und sammelte damit wertvolle Punkte in der Gesamtwertung. Den dritten Wertungslauf des Wochenendes bestritt der Tscheche mit gebrauchten Reifen, wodurch er einen Nachteil gegenüber seinen Konkurrenten hatte. Er kam als Zwölfter ins Ziel und konnte damit abermals in der Rookie-Wertung punkten. Dies ist ihm in 20 von 21 Rennen gelungen. Damit zählt er in der Wertung der Neulinge zu den konstantesten Fahrern der Nachwuchsmeisterschaft.

ADAC Formel 4, 19. - 21. Lauf Oschersleben 2020 - Foto: Gruppe C Photography; #7 F4 Tatuus, ADAC Berlin-Brandenburg e.V.: Josef Knopp
Foto: Gruppe C Photography

Zuniga nahm das erste Rennen verspätet auf, da zunächst ein technisches Problem an seinem Fahrzeug behoben werden musste. Er nutzte den Lauf, um die Strecke unter Rennbedingungen besser kennenzulernen. Das zweite Rennen nahm er von der zehnten Position in Angriff. Beim Start stellte er sein Reaktionsvermögen doppelt unter Beweis. Beim Erlöschen der Startampel blieb ein vor ihm platziertes Auto stehen. Der Mexikaner zeigte sich hellwach und vermied die Kollision. Er lag lange Zeit auf der zehnten Position. In der letzten Runde touchierte ihn ein Gegner bei einem Überholversuch, was Zuniga zu einem Dreher zwang. Er brachte das Auto mit einer beschädigten Radaufhängung ins Ziel.

Bis zum Rennen am Nachmittag reparierten die Mechaniker den Boliden, was der 16-Jährige mit einer starken Aufholjagd honorierte. Er kämpfte sich von Platz 13 auf Platz acht nach vorne. In der Wertung für Neulinge in der „Highspeedschule des ADAC“ belegte er den dritten Platz. Zuniga zeigte ein beeindruckendes Überholmanöver, als er in der letzten Runde zwei Gegner auf der Start-/Ziel-Geraden überholte. Mit dem Resultat egalisierte er sein bestes Saisonergebnis.

BWT Mücke Motorsport schloss die Saison auf dem vierten Platz in der Teamwertung der ADAC Formel 4 ab. Dürksen war als Sechster der Meisterschaft der Beste des Fahrertrios. In der Rookiewertung belegte Knopp den fünften Rang. Zuniga wurde in dieser Wertung Sechster.

Roland Rehfeld (Teammanager): „Zunächst möchte ich mich beim gesamten Team bedanken. Es war eine sensationelle Leistung, dass wir diese komprimierte Saison so gut über die Bühne gebracht haben. Das ist nicht selbstverständlich. Was die Ergebnisse angeht, freue ich mich natürlich sehr über den zweiten Platz von Joshua Dürksen. In Oschersleben ist das Überholen fast unmöglich. Deswegen konnte Joshua das Resultat trotz der guten Ausgangslage im dritten Rennen nicht wiederholen. Mir haben auch die ersten beiden Rennen von Josef Knopp gut gefallen. Er zeigt einen stetigen Aufwärtstrend und setzt die besprochenen Hinweise sehr, sehr gut um. Josef hat sich im Mittelfeld etabliert. Im dritten Rennen hat er wegen der gebrauchten Reifen mit stumpfen Waffen gekämpft. Auch Erick Zuniga zeigt eine starke Entwicklungskurve. Wir hatten zu Beginn des ersten Rennens leider einen technischen Defekt an der Radmutter. Das hat mir für ihn sehr leidgetan. Als junger Pilot muss man erst einmal lernen, damit umzugehen. Im dritten Rennen hat sich Erick mit einer beherzten Aufholjagd stark zurückgekämpft. Er hat im letzten Drittel die zweitschnellste Runde aller Teilnehmer im gesamten Rennen gefahren, obwohl er zuvor die Reifen nicht geschont hat.“

Quelle: Pressemitteilungen Mücke Motorsport

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