BMW hat mit der Arbeit an einem völlig neuen GT3-Auto begonnen, das bereits 2022 sein Debüt geben konnte.

Der bayrische Hersteller, der im vierten Jahr mit dem BMW M6 GT3 unterwegs ist, befindet sich in der Planungsphase für ein Fahrzeug mit dem magischen M, das auf einer noch zu festzulegenden Plattform gebaut werden soll. Laut BMW Motorsport-Direktor Jens Marquardt hat man dabei „sehr klare“ Vorstellungen für das GT3-Modell der nächsten Generation, das in die Fußstapfen des 2010 und 2016 debütierten Z4 und M6 treten sollte.

„Wir arbeiten bereits an einem Nachfolgeprogramm“, bestätigt der Motorsport-Direktor gegenüber den Kollegen von Sportscar365. „2022 werden neue Regelungen eingeführt. Das ist dann wahrscheinlich der Zeitpunkt für uns. […] Wir haben ein Modell vor Augen, aber es hängt auch es sehr stark mit der Produktion zusammen.“

Dabei bestätigt Marquardt mit dem Auslaufen des BMW 6er, dass das neue GT3-Fahrzeug auf einem anderen Modell basieren würde. Weiterhin erklärte er, dass momentan alle Fahrzeuge, die auf der CLAR-Plattform von BMW gebaut werden – nach den geltenden Bestimmungen, die GT3-Fahrzeuge auf Basis einer Straßenfahrzeugplattform, die ein viertüriges Modell anbietet – nicht zugelassen sind. Die modulare Plattform wurde 2015 eingeführt und dient derzeit als Basis für die BMW 3er, 5er, 7er und 8er Reihe sowie den neuen Z4. „Dieser Teil der Regelungen wird, soweit ich die FIA und die Verhandlungen verstehe, angepasst und angegangen werden“, sagte Marquardt. „Die meisten Hersteller haben inzwischen solche Plattformen und Toolboxen.“

Marquardt erwartet, dass das neue GT3-Fahrzeug in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres mit Tests auf der Strecke beginnen wird. „Wir wollen 2020 für ein umfangreiches Entwicklungsprogramm auf die Straße gehen und Mitte 2021 das Auto hoffentlich als SPX präsentieren und fertig haben“, sagte er weiter. „Das wäre der grobe Zeitplan, der uns vorschwebt.“

Der Motorsportdirektor der Münchner Autobauer rechnet nicht mit einem signifikanten Anstieg der M6 GT3-Kunden, mit Blick auf den überfüllten Markt und neue oder aktualisierte Modelle anderer Hersteller. „Wir verkaufen immer noch Autos oder bringen sie von einem zum anderen“, sagte er. „Aber ehrlich gesagt sehe ich keine Möglichkeit mit einer großen Erweiterung in dieser Hinsicht. […] Wir werden ab 2022 ein neues Fahrzeug haben. Bis dahin müssen wir nur noch arbeiten und versuchen, den M6 so wettbewerbsfähig wie möglich zu halten. Mit der Balance of Performance sollte das normalerweise OK sein.“

BMW hat seinen GT3-Fokus in diesem Jahr auf die von Pirelli betriebene Intercontinental GT-Challenge mit je zwei Autos während der gesamten Saison gelegt. Außerdem will man zum ADAC Total 24h-Rennen am Nürburgring wieder an den Start gehen und weitere wichtige GT3-Rennen anvisieren.

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Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
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