Der Z4 GT3 von Peter Posavac ist inzwischen der Fanliebling in der VLN. Neben dem herrlichen unverkennbaren Sound fällt das Auto mit einem jährlich wechselnden und immer wieder einzigartigem Design auf. Wir unterhielten uns mit Sascha Guisantes Vicente – seit 2014 Projektleiter bei PP-Print, verantwortlich für den Entwurf und die Durchführung des Design des Z4 bei der PP-Group.

BMW Z4 GT3 Walkenhorst Motorsport PP-Group
Foto: L. Rodrigues
BMW Z4 GT3 Walkenhorst Motorsport PP-Group
Foto: D. Matschull
PP Group BMW Z4 GT3
Foto: M. Brückner

LSR-Freun.de: Hallo Sascha, schön das Du etwas Zeit gefunden hast den Fans ein wenig Einblick in den Designprozess zu geben. Peters Z4 (von den Fans auch gerne Zetti genannt) fällt immer wieder auf. Wie kam es zu dem „Splash“-Design 2016 und den „Cubes“ 2017?
Sascha: Grundlegend kommen die Ideen von Peter selbst. Auf seinen Wünschen und Ideen baut alles auf. Diese werden dann in entsprechender Software realisiert.

Peter Posavac - PP Group BMW Z4 GT3 by Walkenhorst
Foto: L. Rodrigues
Lässt Peter Posavac Dir da freie Hand im Entwurf, oder besprecht Ihr jeden Schritt?
Wie eben schon erwähnt kommt die Idee oder Vorstellung wie die Wirkung sein soll von Peter selbst. Hier lege ich Ihm verschiedene Möglichkeiten vor und er entscheidet in welche Richtung wir weiter arbeiten. An dieser richtungsweisenden Grundlage orientiert sich mein weiteres Vorgehen und die Entwürfe werden so lange ausgearbeitet und verbessert bis ein gewisser „Bämm-Effekt“ eintritt. Die jeweiligen Entwürfe werden immer dreidimensional auf dem Zetti dargestellt um ein möglichst realistisches Erscheinungsbild zu erreichen. Dieser gesamte Vorgang läuft Hand in Hand und in dauernder Absprache mit Peter.

Sascha Guisantes Vicente
Foto: PP-Group
Wie lange arbeitest Du etwa an den Entwürfen, wie lange dauert dann das folieren des Boliden?
Wie lange man an so einem Entwurf arbeitet ist nicht abzusehen. Es kann schnell gehen, aber es kann auch Tage dauern. Das letzte Wort hat ja immerhin der Eigentümer. Sobald der Entwurf Anklang findet geht es erstmal in die Produktionsvorbereitung: Daten aufbereiten, Drucken, Zuschneiden, Folienplots erstellen etc… Die Zeit für die reine Folierung hängt vom Design und der Produktionsweise ab. 2017 waren es ca. 30 Stunden pro Fahrzeug um alles passgenau zu verkleben und mit den Sponsoren zu versehen. Es muss ja im Doppelpack sein. Peter hat ja immerhin Twin-Zettis.

Was uns nun natürlich brennend interessiert ist das Design für 2018. Wie weit seid Ihr beim Entwurf, wie wird es aussehen und wann bekommen es die Fans präsentiert?
Das Design für 2018 liegt in den letzten Zügen und ich arbeite gerade noch an Feinheiten. Wir bitten hier noch um etwas Geduld, aber es wird nicht mehr lange dauern.


Über Facebook hast Du dich mit Volker Denner verbunden, er gestaltet – mit viel Liebe zum Detail – die virtuelle Version für Gran Turismo Sport. Wie verlief Eure Zusammenarbeit? Wird es auch das 2018er Modell für die Gamer geben?
Ja das war ein lustiger Zufall. Er baute in der virtuellen Welt den 2016er PP GROUP Zetti nach. Mir fielen direkt ein paar Fehler auf, welche ich mit einem Lächeln kritisierte. So fing alles an. Um den 2017er PP-Group Zetti zu realisieren haben wir knapp zwei Wochen gefeilt und getüftelt um diese aufwendigen Daten überhaupt in Gran Turismo zu integrieren. Hinzu kam Volkers bewundernswerte Geduld, mit dem Gamepad die Folierung im Spiel umzusetzen. Hierfür muss ich ihm nochmal meinen Respekt aussprechen. Selbstverständlich werden wir daran arbeiten Peters Zettis auch 2018 wieder in Gran Turismo Sport zu realisieren.

Vielen Dank Sascha, wir sind schon sehr gespannt und freuen uns auf die Präsentation. Gerne begleiten wir Peter mit seinem tollen Team über die Saison und werden die Fans auf dem Laufenden halten.

Die virtuellen Modelle bei Gran Turismo Sport

…mit bestem Dank an und freundlicher Genehmigung von Volker Denner.

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Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Lutz Rodrigues Do Nascimento wurde in den 70er Jahren vom Motorsport-Virus infiziert, sein Onkel war im Porsche-Werk Weissach tätig und nahm ihn damals schon mit zu den Rennfahrzeugen. Seit 2011 ist er regelmäßig am Nürburgring bei der VLN mit der Kamera vor Ort und konnte sich somit ein Netzwerk an Bekanntschaften zu Teams, Fahrern und der Streckensicherung knüpfen. Seit März 2017 ist Lutz Teil der LSR-Freun.de und gilt als unser Draht zu den Teams und Fahrern. Mit Fotos und Stories aus den engsten Kreisen sorgt er immer wieder für staunende Gesichter.
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