Julia Klöckner testet mit Smudo, Rapper der Band „Die Fantastischen Vier“, Rennwagen mit Bauteilen aus nachwachsenden Rohstoffen.

Was ist mit Bioökonomie möglich? Und wie sieht zukunftsweisender Automobilbau aus? Das sah die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner am Freitag, 17. August, im Rahmen der Taxifahrten von 16:00 bis 17:00 Uhr auf dem Nürburgring an. Smudo, Rapper bei den Fantastischen Vier fuhr sie um die Nordschleife. Die von ihr veröffentlichten Bilder bei Facebook zeigen, dass die Ministerin viel Spaß hatte.

Viel mehr im Mittelpunkt steht aber das BioConcept-Car und Entwicklungen von FourMotors die darin stecken.

J. Glöckner Facebook
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Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft unterstützt mit einem aktuellen Projekt für das Four Motors „Bioconcept-Car“ die Entwicklung von Automobil-Bauteilen aus Agrarrohstoffen.

Dazu erklärt Bundesministerin Julia Klöckner: „Auf der Rennstrecke wird der Beweis angetreten: Ein Rennwagen mit Bauteilen aus Pflanzenfasern und anderen biogenen Rohstoffen ist genauso leistungsstark wie ein konventioneller Rennwagen. Und was unter Hochleistungs- und Extrembedingungen funktioniert, bewährt sich erst recht im Alltag. Dabei zeigt sich wieder einmal, wieviel Potential in der Bioökonomie steckt. Schon heute gibt es Smartphone-Displays aus Zucker, Hochleistungsschmierstoffe aus Pflanzenölen und Energie aus Raps. Es geht um Nachhaltigkeit und darum umweltschonende Mobilitäts-Lösungen zu finden, nicht um Verbote. Mein Ziel ist es, dass alternative, also rohölunabhängige Rohstoffe noch viel stärker auch in Alltagsprodukten genutzt werden. Damit leisten wir auch einen Beitrag zum Klimaschutz und zum Schutz unserer Ressourcen.“

Smudo ergänzt: „Bio im Automobilbau ist Hightech und nicht Strickpulli. Die Bio-Technologien machen das Auto sogar noch konkurrenzfähiger. Erstmals ist es uns gelungen, mit Porsche einen Automobilhersteller zu gewinnen, mit dem wir die Bioleichtbauteile auf Serientauglichkeit prüfen.“

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Hintergrundinformationen, Quelle „Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft“-Pressestelle:

Was ist Bioökonomie?
Die Bioökonomie nutzt biologische Ressourcen, also pflanzliche und tierische Erzeugnisse oder Mikroorganismen. Aus diesen natürlichen Rohstoffen werden Nahrungsmittel, Kleider, Bau- und Werkstoffe oder Medikamente erzeugt.

Über das Projekt „Bioconcept-Car“

Das Gesamtprojekt „Bioconcept-Car“ wird seit mehr als zehn Jahren vom Rennstall Four Motors kontinuierlich verfolgt und weiterentwickelt. Dabei dienten verschiedene Fahrzeuge als Experimentierfahrzeuge (Renault Megane, VW Scirocco, und aktuell Porsche Cayman GT4 und der Porsche 911 GT3 Cup) im Rennbetrieb über den Rennstall Four Motors, für den unter anderem der Sänger und Rapper Smudo fährt (www.fourmotors.com).

Das derzeit vom BMEL geförderte Vorhaben läuft unter dem Namen „Nachhaltiger Biohybrid-Leichtbau für eine zukunftsweisende Mobilität“. Zuwendungsempfänger ist das Fraunhofer-Institut für Holzforschung (WKI). Die Porsche AG ist am Vorhaben beteiligt, ohne selbst direkt gefördert zu werden. Das Projekt des WKI erhält eine Fördersumme in Höhe von 687.000€ über die gesamte Laufzeit vom 15.06.2017–14.06.2020.

In diesem Projekt geht es um die Herstellung und Eignungsprüfung verschiedener Fahrzeugkomponenten aus hybriden Bio-Verbundwerkstoffen. Hybrid bedeutet in diesem Kontext, dass biogene Bestandteile (Naturfasern, biobasierte Kunststoffe) mit fossilbasierten Anteilen, wie Carbonfasern und konventionellen Kunststoffen, gemischt werden. Das Ziel ist der Biohydrid-Leichtbau für die Mobilität der Zukunft. Aus diesen Biohybrid-Werkstoffen fertigen sowohl das WKI als auch Porsche Fahrzeugteile, die in einem Testfahrzeug verbaut und auf der Rennstrecke von Four Motors getestet werden, um dann später in Serienfahrzeugen Verwendung finden zu können.

Zu den umweltfreundlichen Bestandteilen des aktuellen Rennwagens gehören u.a. recycelte Schmieröle und biobasierte Kraftstoffe. Darüber hinaus werden für ausgewählte Karosserie-Bauteile (u.a. Motorhaube, Türen, Radläufe) biogene Werkstoffe (biobasierte Kunststoffe, Naturfasern bzw. naturfaserverstärkte Kunststoffe) erprobt. Die Förderung des BMEL konzentriert sich auf die Entwicklung dieser Bauteile.

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Lutz Rodrigues Do Nascimento wurde in den 70er Jahren vom Motorsport-Virus infiziert, sein Onkel war im Porsche-Werk Weissach tätig und nahm ihn damals schon mit zu den Rennfahrzeugen. Seit 2011 ist er regelmäßig am Nürburgring bei der VLN mit der Kamera vor Ort und konnte sich somit ein Netzwerk an Bekanntschaften zu Teams, Fahrern und der Streckensicherung knüpfen. Seit März 2017 ist Lutz Teil der LSR-Freun.de und gilt als unser Draht zu den Teams und Fahrern. Mit Fotos und Stories aus den engsten Kreisen sorgt er immer wieder für staunende Gesichter.
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