Beim Saisonauftakt der Intercontinental GT Challenge in Bathurst belegte Absolute Racing als bestes Porsche-Kundenteam Platz vier. Die drei Porsche-Werksfahrer Matt Campbell (Australien), Mathieu Jaminet und Patrick Pilet (beide Frankreich) pilotierten den über 500 PS starken Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 911. Beim 12-Stunden-Rennen in Australien komplettierten am Sonntag drei weitere baugleiche Neunelfer die besten Zehn. Ein Doppelsieg gelang Porsche in der Pro-Am-Klasse: Grove Racing gewann vor dem NED Racing Team.

Der Langstrecken-Klassiker auf dem Mount Panorama Circuit entwickelte sich durch viele Safety-Car-Phasen zu einem unruhigen Rennen. Mehrfach rückte das Feld aufgrund der Unterbrechungen eng zusammen. Vorjahressieger Campbell begann das Rennen bei seinem Heimspiel von der Pole-Position aus. Über weite Teile rangierte der Porsche 911 GT3 R in der Spitzengruppe. Durch einen Reifenschaden in der 117. Runde fiel die Startnummer 911 zwischenzeitlich jedoch eine Runde zurück. Den Rückstand konnte das Team dank einer geschickten Boxenstopp-Strategie während einer Safety-Car-Phase wieder aufholen. Nach 314 Runden betrug die Lücke auf die Podiumsplätze am Ende lediglich 1,529 Sekunden.

Das zweite Fahrzeug vom Team Absolute Racing mit der Startnummer 912 sah auf Rang sieben die Zielflagge. Schlussfahrer und Porsche Young Professional Thomas Preining (Österreich) teilte sich das Fahrzeug mit Porsche-Werksfahrer Dirk Werner (Würzburg) und Matteo Cairoli (Italien). Zwei Plätze dahinter erreichte Porsche-Werksfahrer Laurens Vanthoor das Ziel. Der Belgier bildete gemeinsam mit seinem Werksfahrer-Kollegen Earl Bamber (Neuseeland) und der australischen Motorsport-Legende Craig Lowndes das Trio der Startnummer 1 von EBM (Earl Bamber Motorsport). Das Team kämpfte auf der 6,213 Kilometer langen Strecke zu Beginn des Rennens um die vordersten Plätze. Doch ein zeitraubender Wechsel der Bremsbeläge verhinderte eine Top-Platzierung.

Über Platz eins in der Pro-Am-Wertung jubelte Grove Racing mit den Fahrern Stephen Grove, Brenton Grove (beide Australien) und Ben Barker (Großbritannien). Der Klassensieg der australischen Mannschaft (Startnummer 4) bedeutete im Gesamtergebnis Rang zehn. Platz zwei in der Pro-Am-Wertung und Position elf in der Gesamtwertung sicherte sich das NED Racing Team. Im Fahrzeug mit der Startnummer 12 wechselten sich Porsche-Werksfahrer Romain Dumas (Frankreich), Porsche-Junior Jaxon Evans (Neuseeland) und David Calvert-Jones (Australien) ab.

Das zweite Saisonrennen der Intercontinental GT Challenge findet in Spa in Belgien statt. Vom 23. bis 26. Juli trägt die wichtigste Meisterschaft für GT3-Sportwagen das legendäre 24-Stunden-Rennen in den belgischen Ardennen aus.

Stimmen zum Rennen
Fritz Enzinger (Leiter Porsche Motorsport und Konzern-Motorsport Volkswagen AG): „Der Sieg in der Pro-Am-Klasse durch Grove Racing ist richtig gut. Alle unsere fünf Porsche 911 GT3 R sind unter die besten Elf gekommen. Nach der Pole-Position haben wir natürlich gedacht, dass wir vielleicht gewinnen können. Aber es gab eine enorme Ausgeglichenheit im Feld. Als Konzernbeauftragter Volkswagen Motorsport freue ich mich natürlich über den Sieg von Bentley.“

Pascal Zurlinden (Gesamtprojektleiter Werksmotorsport): „In der Pro-Kategorie war es kein tolles Rennen. Wir hatten Reifenschäden und Bremsenprobleme. Aber die Fahrer und die Teams haben sich durchgekämpft und das Beste rausgeholt. Deshalb können alle mit erhobenem Kopf nach Hause fahren. Für unseren langjährigen Kunden Grove Racing freue ich mich über den riesigen Erfolg in der Pro-Am-Klasse.“

Sebastian Golz (Projektleiter Porsche 911 GT3 R): „Wir haben fünf Fahrzeuge in den Top-11, sowie einen Klassensieg und einen zweiten Platz in der Pro-Am. Das klingt als Gesamtergebnis eigentlich nicht so schlecht, aber wir haben es heute mit den anderen Autos einfach nicht auf den Punkt gebracht. Durch Reifenschäden, Bremsprobleme und Strafen konnten wir nicht das umsetzen, was als Potenzial vorhanden war.“

Mathieu Jaminet (Porsche 911 GT3 R #911): „Alles in allem war es ein hartes Rennen für uns. Wir hatten zwei Reifenschäden, die uns zurückgeworfen haben. Nachdem wir dann jeweils eine Runde hinten lagen, kämpften wir uns wieder mühsam ins Geschehen. Am Ende haben wir auf Regen gehofft, der auch vorhergesagt war, aber leider erst nach Fallen der Zielflagge eingesetzt hat.“

Earl Bamber (Porsche 911 GT3 R #1): „Wir hatten ein gutes Auto mit einer optimalen Abstimmung, aber leider ist gegen Mitte des Rennens ein Problem mit den Bremsbelägen aufgetreten. Wir mussten in die Box und haben dadurch zwei Runden verloren. Davon konnten wir uns nicht wieder erholen. Wir waren danach zwar eins der schnellsten Autos und das zeigt auch unser Potenzial, allerdings haben wir nach unserem Sieg im vergangenen Jahr einfach mehr erwartet.“

Dirk Werner (Porsche 911 GT3 R #912): „Der Start bei Nacht ist in Bathurst immer etwas Besonderes. Von der zwölften Position ist es bei so vielen Fahrzeugen um einen herum aber schwierig, direkt zu Beginn Plätze gut zu machen. Wir konnten uns dann immer weiter nach vorn arbeiten und waren in den letzten zwei Stunden in der Spitzengruppe. Hinten raus haben wir auf Regen gehofft. Dann hätten wir vielleicht ein noch besseres Ergebnis erzielen können.“

Stephen Grove (Porsche 911 GT3 R #4): „Platz eins in der Pro-Am-Wertung ist großartig. Der erste Stint von Ben war sehr wichtig, denn er hat uns eine gute Ausgangsposition verschafft. Wir kämpften uns dann Stück für Stück nach vorn. Das Geheimnis hier ist, dass man den Verkehr auf der Strecke richtig lesen kann. Wir haben versucht, uns aus allem rauszuhalten und sind dankbar für ein perfektes Auto.“

Jaxon Evans (Porsche 911 GT3 R #12): „Wir sind von etwas weiter hinten gestartet, als wir uns das ursprünglich vorgenommen hatten. Es ging dann zu Beginn erst einmal darum, die dunkle Zeit des Rennens ohne Schaden zu überstehen. Danach konnten wir uns immer weiter nach vorn schieben. Mit Platz zwei in der Pro-Am für das NED Racing Team und Gesamtplatz elf bin ich echt zufrieden.“

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