Noch zwei Wochen und mit der 66. ADAC Westfalenfahrt beginnt am Samstag den 27. März die NLS-Saison 2021. Auch in diesem Jahr unter erschwerten Corona-Bedingungen mit strengem Hygienekonzept. Teams haben eine eingeschränkte Anzahl an Personen im Fahrerlager, jeder muss einen negativen COVID-19 Test vorlegen. Das gilt auch für die offiziellen Organisatoren und den Sportwarten in den Boxen und dem Paddock. Die Marshals um die Strecke müssen auch während des Dienstes Mund-/Nasenmaske tragen. Nun ist das Wetter in der Eifel häufig schon fordernd und der Dienst auf dem Posten von früh um 7:30 Uhr bis nach 16:30 Uhr ein echter „Knochenjob“. Doch die Damen und Herren in Orange lieben und leben dieses Ehrenamt.

Symbolbild Rote Flagge VLN 2 2019 Sportwarte
Foto: M. Brückner

Der häufig bemühte Satz „Ohne Sportwarte gibt es keine Rennen“ trifft den Nagel auf den Kopf. Neben dem Flaggen-Marshal auf dem Posten bedarf es zahlreiche weiterer Ehrenamtliche die mit anpacken und sichern. Feuerwehr, Medical Cars, Extraction Team oder im Bergekran, alle sind bereit in Sekundenschnelle das Richtige zu tun. Ausreichend Freiwillige zu finden ist nicht leicht, wenn es dann noch bis zu 350 Sportwarte für die VLN-Variante sind, ist es noch viel schwerer. Doch es gelingt der VLN und den Vereinen genügend geschulte Helferinnen und Helfer zu finden – auch 2021 mit der Corona-Pandemie.

Bernd Plauschinat
Foto: L. Rodrigues

Chief Marshal Bernd Plauschinat erklärt: „Sicher, es ist noch mehr Vorbereitungsarbeit als vor Corona, aber wenn alle an einem Strang ziehen schaffen wir es. Alle aus unseren Helfergruppen sind hochmotiviert und bereit auch mit Maske ihren Dienst an der Flagge und dem Funk zu tun. Wir Sportwarte sind schon immer Enthusiasten und lieben dieses Ehrenamt. Ich möchte allen schon jetzt danken, es ist toll ein so gutes großes Team bereit zu wissen!“

Als Bindeglied zwischen den Abschnittleitern rund um die Nordschleife und dem Grand-Prix-Kurs und der Race-Control kennt Plauschinat alle Facetten der Streckensicherung. Er führt dazu aus: „Ich habe mir einen Test-Termin rechtzeitig vor dem Rennsamstag bereits reserviert. Die Kolleginnen und Kollegen die als Boxenmarshal eingesetzt werden bekommen hoffentlich auch alle ihre Tests – diese natürlich hoffentlich negativ. Wir werden auf die Abstände und die Hygiene achten, da steht die Sicherheit aller an erster Stelle.“

Somit steht dem Start der Nürburgring Langstrecken-Serie Ende März hoffentlich nichts mehr im Weg und die Startampel kann um 12:00 Uhr das Signal für die Saison 2021 auf Grün stellen. Zuschauer sind leider beim ersten Lauf weder auf den Tribünen noch rund um die Nordschleife zugelassen. Sobald es die Infektionszahlen und die Behörden zulassen wird die VLN alles daransetzen, dass die Fans wieder das Renngeschehen vor Ort genießen können, bis dahin bitten alle: Bitte bleibt zuhause, auch im Sinne der Sportwarte, die sich auf das Rennen konzentrieren und nicht Menschenansammlungen melden müssen.

Symbolbild Medical Car Streckensicherung DMSB
Foto: L. Rodrigues

Die Fans können den Tag bereits mit Beginn des Zeittrainings am Samstagmorgen um 8:30 Uhr bis Rennende gegen 16:30 Uhr ohne Unterbrechung am Livestream verfolgen, in diesem Jahr erstmals mit Helikopterbildern bei allen Rennen. Dieser wird auf der NLS-Homepage, der Facebook-Seite der Nürburgring Langstreckenserie und bei YouTube übertragen.

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Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Lutz Rodrigues Do Nascimento wurde in den 70er Jahren vom Motorsport-Virus infiziert, sein Onkel war im Porsche-Werk Weissach tätig und nahm ihn damals schon mit zu den Rennfahrzeugen. Seit 2011 ist er regelmäßig am Nürburgring bei der VLN mit der Kamera vor Ort und konnte sich somit ein Netzwerk an Bekanntschaften zu Teams, Fahrern und der Streckensicherung knüpfen. Seit März 2017 ist Lutz Teil der LSR-Freun.de und gilt als unser Draht zu den Teams und Fahrern. Mit Fotos und Stories aus den engsten Kreisen sorgt er immer wieder für staunende Gesichter.
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