Bentley Motorsportdirektor Paul Williams gab heute bekannt, dass mit sofortiger Wirkung der Werkseinsatz von Bentley in der Intercontinental GT Challenge beendet wird. Zuletzt war der Britische Hersteller bei den LIQUI MOLI 12h Bathurst Anfang Februar 2020 noch siegreich. Doch die aktuelle weltwirtschaftliche Lage und die Situation im Motorsport gehen auch an der Nobelmarke nicht spurlos vorbei.

So erklärte Williams, dass sich der Schwerpunkt im GT3 Programm des Continental der zweiten Generation auf den Kundensport verlagert. Er begründet dies auch als Folge der Coronavirus-Pandemie mit ihren Auswirkungen. Als weiteren Grund führt Williams die Absage des 10h Rennens im japanischen Suzuka an, so sei bei weiteren internationalen Veranstaltungen die Durchführbarkeit sowie die Reisemöglichkeiten nicht gewährleistet.

„Tatsache ist, dass das Werksprogramm für uns nicht die größte Priorität hat“, sagte Williams gegenüber den Kollegen von Sportscar365.com. „Wenn man eine Wahl treffen muss, ist es eine einfache Wahl – die Priorität liegt bei unseren Kunden. Die Absage der Suzuka-Veranstaltung bedeutet, dass die nächste IGTC-Runde die US-Runde in Indianapolis Anfang Oktober sein wird, auf die später in diesem Monat das neu angesetzte 24-Stunden-Rennen in Spa und das 9-Stunden-Rennen in Kyalami im November folgen werden.“ Williams betonte, dass sich die Entscheidung, die Werkskampagne mit M-Sport zu beenden, nur auf die Saison 2020 beziehe.

„Ich habe nach wie vor den Wunsch und die Absicht, in Zukunft mit einem Werksprogramm fortzufahren, obwohl wir uns mehr und mehr auf Kundeneinsätze statt auf das Werksengagement konzentrieren werden.“, sagte er.

„Ich denke, es ist wichtig, dort einen Spitzenplatz zu halten und es ist wichtig für unsere Kunden, einen technischen Partner mit M-Sport zu haben, der auch Rennen fährt. Aber wir haben nicht die endgültige Entscheidung darüber, in welcher Form das sein wird.“

Das Team war seit der ersten vollständigen Saison des Bentley GT3-Programms im Jahr 2013 jedes Jahr in der Blancpain GT-Serie, die jetzt als GT World Challenge Europe bekannt ist, angetreten, sollte aber erst in diesem Jahr an den fünf Läufen der IGTC teilnehmen.

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Lutz Rodrigues Do Nascimento wurde in den 70er Jahren vom Motorsport-Virus infiziert, sein Onkel war im Porsche-Werk Weissach tätig und nahm ihn damals schon mit zu den Rennfahrzeugen. Seit 2011 ist er regelmäßig am Nürburgring bei der VLN mit der Kamera vor Ort und konnte sich somit ein Netzwerk an Bekanntschaften zu Teams, Fahrern und der Streckensicherung knüpfen. Seit März 2017 ist Lutz Teil der LSR-Freun.de und gilt als unser Draht zu den Teams und Fahrern. Mit Fotos und Stories aus den engsten Kreisen sorgt er immer wieder für staunende Gesichter.
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