Der Rennfahrer Atle Gulbrandsen ist vielen deutschen Motorsport-Fans von seinen Einsätzen mit Møller Bil Motorsport auf der Nürburgring Nordschleife bekannt. Er hatte die Gelegenheit in den USA den vollelektrischen Porsche Mission R zu testen uns berichtet danach sichtlich begeistert über seine Eindrücke.

Foto: Atle Gulbrandsen

Der Norweger beginnt: „Endlich komme ich dazu, etwas darüber zu sagen, wie es war, den neuen Mission R von Porsche zu fahren, der über 1000 PS hat. Als einziger aus Skandinavien hatte ich letzte Woche die Gelegenheit, den elektrischen Rennwagen in Los Angeles zu testen und es ist das raueste Auto, das ich je gefahren bin. Von 0 auf 100 in weniger als 2,5 Sekunden ist unglaublich flott und das Auto war leicht und schnell, selbst in den engsten Kurven.“

Foto: Atle Gulbrandsen

„1500 kg, Allradantrieb, 1088 PS im Qualifying-Modus und 680 PS im Rennmodus sind beeindruckend. Mit 680 PS läuft das Auto dreißig Minuten lang, aber es dauert nur 15 Minuten, um 75 % der Batterie aufzuladen.“, fasst Gulbrandsen die puren technischen Daten zusammen.

Deutlich emotionaler sagt er über den akustischen Eindruck im Cockpit: „Eines der überraschendsten Dinge war, wie laut der Sound im Auto war und es war ähnlich wie beim Fahren eines Rennwagens mit einem Benzinmotor, nur dass ich hier nicht hochdrehen musste. Sogar von außen konnte man das Auto gut hören, so dass die Behauptung, Elektrorennen seien leise, überhaupt nicht stimmt. Aber es ist ein anderer Sound als der, an den man gewöhnt ist.“ Alleine dieses Statement wird manchen Petrohead nicht in seiner Meinung verändern, nimmt aber weiterhin den Gegnern des E-Rennsports ein bisher gerne angebrachtes Argument.

Foto: Atle Gulbrandsen

„Aber was ist wirklich wichtig? Das Dröhnen eines Benzinmotors oder dass wir den Motorsport nutzen können, um Technologien zu entwickeln, die die Emissionen des Verkehrssektors verringern?“ fragt Gulbrandsen und gibt selbst die Antwort: „Wie ich bereits gesagt habe, halte ich den Motorsport für die umweltfreundlichste Sportart der Welt, denn er ist die einzige Sportart, die Technologien entwickelt, mit denen wir die Umwelt weniger belasten. Das macht den Motorsport wichtiger denn je und die Zukunft des Sports sieht meiner Meinung nach sehr rosig aus.“

„Und für alle Rennfahrer da draußen, die in Zukunft ein elektrisches Rennauto fahren werden: Freuen Sie sich, denn es wird noch schneller fahren als bisher!“ schließt der Norweger ab.

Foto: Atle Gulbrandsen

Spannende Einblicke in den Porsche Mission R findet ihr hier

Die Vision vom Porsche Mission R lest ihr hier

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Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Lutz Rodrigues Do Nascimento wurde in den 70er Jahren vom Motorsport-Virus infiziert, sein Onkel war im Porsche-Werk Weissach tätig und nahm ihn damals schon mit zu den Rennfahrzeugen. Seit 2011 ist er regelmäßig am Nürburgring bei der VLN mit der Kamera vor Ort und konnte sich somit ein Netzwerk an Bekanntschaften zu Teams, Fahrern und der Streckensicherung knüpfen. Seit März 2017 ist Lutz Teil der LSR-Freun.de und gilt als unser Draht zu den Teams und Fahrern. Mit Fotos und Stories aus den engsten Kreisen sorgt er immer wieder für staunende Gesichter.
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