„Alles, nur nicht affig, so gehen wir die Saison dieses Jahr an!“, beginnt Paul Walczok, der Teamchef von Monkeytown Racing. Er erklärt weiter: „Das gesamte Team, von den Fahrern über die Mechaniker, unserer Social Media- und Presseabteilung bis hin zu mir als Kopf des Projektes ist Motorsporterfahren. Wir kennen die RCN und fast alle waren schon vor oder hinter den Kulissen der Langstrecke am Nürburgring tätig und haben Erfahrung. Das stimmt mich zuversichtlich, dass wir in unserer Debütsaison gut abschneiden können.“

Die Wurzeln des Teams liegen im SimRacing. Aus dem virtuellen Rennsport ging es dann in die Rundstrecken-Challenge am Nürburgring und für 2022 kommt nun der nächste Schritt. Mit dem BMW M240i gehen Alexander Rölleke (33), Anton Ruf (22), Achim Feinen (45) und Patrick Schneider (33) in der Nürburgring Langstrecken-Serie an den Start. Begonnen wurde das Projekt vor vier Monaten und Dank der Teamarbeit wurde es genau mit Saisonbeginn fertig. Bevor die Saison am Samstag, den 26. März beginnt, trafen wir die Truppe bei den Probe- und Einstellfahrten, bei denen die Teams heute erstmals die frisch renovierte Nordschleife unter die Räder nehmen können.

Fast 60 Runden GP-Strecke als Vorspiel

Foto: Rebekka Winter / Ring-Race-Shoot

Wie ernst es Monkeytown Racing nimmt, zeigte das Team bereits im Vorfeld der NLS-Einstellfahrten. Beim Trackday am vergangenen Wochenende drehte der M240i bereits 60 Runden auf dem Grand-Prix-Kurs des Nürburgrings. Pilot Alexander Rölleke erzählt: „Nach knapp 60 Runden habe ich einen ersten Eindruck vom Auto bekommen und das Resultat war schnell klar: Es gibt noch viel zu tun! Wir müssen heute für die Nordschleife noch einiges an Setup-Arbeit leiten, um zum ersten Lauf gerüstet zu sein. Ich hoffe wir bekommen heute viel Zeit auf der großen Strecke, um Kilometer zu machen. Ich freue mich, dass es jetzt los geht!“

Wen man im Team auch fragt, alle sind beeindruckt, wie gut jeder an einem Strang zieht, um den Einsatz zum Erfolg zu bringen. Die Mechaniker werteten zusammen mit den Piloten die Testrunden aus und arbeiten intensiv an Verbesserungen. Auch die Sponsorensuche war erfolgreich, dazu sagte der Teamchef: „Wir konnten unsere bestehenden Kontakte nutzen und Unterstützer vom Konzept überzeugen. Das gibt nochmals positiven Rückenwind!“

Die Ziele von Monkeytown Racing

Bei den Probe- und Einstellfahrten ist erstmals die gesamte Mannschaft beisammen. Neben der weitergehenden Setup-Arbeit gilt es Abläufe wie Fahrer- und Reifenwechsel beim Boxenstopp zu trainieren. Oberste Prämisse ist jedoch, dass das Auto heil bleibt, um am nächsten Samstag bei der 67. ADAC Westfalenfahrt das erste Rennen über vier Stunden zu bestreiten.

Teamchef Walczok erklärt: „Zuerst hoffen wir auf möglichst viele Mitstreiter in der Klasse, mit denen wir uns messen können. Über jeden Punkt in der Meisterschaft freuen wir uns natürlich, doch der Fokus liegt zuerst auf dem Lernprozess und darauf, das Auto immer ins Ziel zu bringen, Podiumsplätze wären natürlich fabelhaft und sind nicht auszuschließen. Ob wir es schaffen in diesem Jahr schon beim 50. 24h-Rennen an den Start zu gehen ist nicht sicher und eher unwahrscheinlich. Das ist aber unser großes Ziel für 2023. Geplant ist die Teilnahme an allen acht Läufen der NLS – wenn alles gut läuft. Seitens des Teams sind wir bereit für die Grüne Hölle.“

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Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Lutz Rodrigues Do Nascimento wurde in den 70er Jahren vom Motorsport-Virus infiziert, sein Onkel war im Porsche-Werk Weissach tätig und nahm ihn damals schon mit zu den Rennfahrzeugen. Seit 2011 ist er regelmäßig am Nürburgring bei der VLN mit der Kamera vor Ort und konnte sich somit ein Netzwerk an Bekanntschaften zu Teams, Fahrern und der Streckensicherung knüpfen. Seit März 2017 ist Lutz Teil der LSR-Freun.de und gilt als unser Draht zu den Teams und Fahrern. Mit Fotos und Stories aus den engsten Kreisen sorgt er immer wieder für staunende Gesichter.
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