Neben dem GT3-Programm setzt Allied Racing 2021 erneut voll auf die GT4 und Cup-Szene. Dies teilte uns Jan Kasperlik in dem gestrigen Interview ebenfalls mit.

911 GT3 Cup, Generation 992
Foto: Porsche AG

„Auch in den bisher beschickten Serien geben wir Vollgas. Im Porsche Carrera Cup Deutschland haben wir bereits die beiden Sitze in den beiden von uns geplanten Cup-Porsches fixiert. Die Namen der Fahrer wollen wir allerdings erst im Januar veröffentlichen.

In der ADAC GT4 Germany wollen wir die Titelverteidigung erneut mit mindestens 3 Autos angehen. Wir überlegen derzeit sogar ein viertes Auto einzusetzen weil die Nachfrage nach Cockpitplätzen dort so hoch ist. In der GT4-European Series, wo wir 2020 ebenfalls einen Titel eingefahren haben, werden wir ebenfalls um einen Wagen aufstocken und wahrscheinlich 3 Cayman GT4 einsetzen.

Jan Kasperlik ADAC GT4 Germany Hockenheim 2020
Foto: L. Rodrigues

Auf der Nürburgring Nordschleife werden wir ebenfalls präsent sein. Hier ist der Einsatz eines Cayman GT4 für die ersten 3 Rennen der Nürburgring Langstrecken Serie und beim 24 Stunden Rennen am Nürburgring angedacht. Ob wir auch in der SP7 vertreten sein werden, können wir derzeit noch nicht sagen – das ergibt sich möglicherweise als Option.“

Allied Racing
Foto: Allied Racing

Das dies nicht das Ende der Fahnenstange für die Einsätze des Teams 2021 ist deutete Kasperlik ebenfalls an. „Als Option stehen auch weiterhin Einsätze im Rahmen der Creventic 24 Stunden-Serie auf dem Programm. Da werden wir aber kein volles Programm erwägen sondern allenfalls Gaststarts. Es deutet sich an, das es dort im Zuge der Corona-Beschränkungen und Wirtschaftsfolgen für die meisten Teams 2021 schwierig wird ein volles Kundenprogramm gestemmt zu bekommen. Wo wir uns wohl nicht engagieren werden ist hingegen das DTM-Paket. Für die Trophy haben wir derzeit Null Anfragen weil alle interessierten Piloten lieber in die ADAC bzw. SRO-Serien mit den 2-Piloten Cockpits wollen.“

Bei einem solchen Mammutprogramm – schliesslich kommt 2021 noch die GT World Challenge Europe hinzu – ist klar das die Ausstattung des Teams mithalten muss. „Wir haben logistisch alles organisiert um bei Bedarf auch 2 Einsatzmannschaften parallel an einem Wochenende auf 2 verschiedenen Strecken einsetzen zu können – auch wenn der ADAC und die SRO da im Vorfeld schon mögliche Terminkollisionen aussortiert haben. Unser Fuhrpark umfasst 11 Einsatzfahrzeuge: 6 Cayman, 4 Cup Porsche (je 2 alte 991-II und 2 neue 992) und den GT3. Wir haben 4 Sattelzüge samt Fahrer für den Transport und unsere Mannschaft besteht nun aus 17 festangestellten Mitarbeitern.

ADAC GT4 Germany, DEKRA Lausitzring, Team Allied-Racing, Jan Kasperlik, Nicolaj Møller-Madsen
Foto: ADAC GT4 Germany

Zudem haben wir uns mit einem Junior Academy-Programm auf die Betreuung von Umsteigern aus der Kart- in die GT-Szene spezialisiert. Diese werden durch unseren ADAC GT4 Germany-Champion Nicolaj Møller-Madsen betreut und bekommen neben fahrerischen Tipps und einem Trainings und Fitnessprogramm auch eine fahrzeugtechnische Weiterbildung inklusive der Datenanalyse angeboten. Letztes Jahr hatten wir ja schon 2 Junioren und das soll dieses Jahr noch mal ausgebaut werden und uns langfristig ein Standbein als Einsteigerteam für neue Talente sichern.“

Allied Racing vor erstem GT3-Programm

Das Allied Racing Team ist derzeit in seiner laufenden Entwicklung kaum zu bremsen. Nachdem die süddeutsche Mannschaft aus dem oberbayrischen Huglfing in der vergangenen Saison mit dem Pro-Am Meistertitel für Jan Kasperlik und Bastian Buus in der GT4-European Series und dem Meistertitel in der ADAC GT4 Germany gleich 2 wichtige Titel in der europäischen GT4-Szene abgreifen konnte macht die Mannschaft sich nun für den nächsten Entwicklungs-Schritt in der Teamgeschichte bereit – dem Einstieg in die GT3-Szene. Dazu befragten wir heute Jan Kasperlik:

Allied Racing Porsche 911 GT3 R
Foto: Allied Racing

„Wir haben uns einen Porsche 991 GT3 R zugelegt mit dem wir in der kommenden Saison die GT World Challenge Europe bestreiten wollen. Für die Sprintserie, in der wir in der Pro-Am-Klasse antreten werden, steht mit mir und Nicolas Schöll die Besatzung derzeit schon fest. Für die Endurance-Rennen und die 24h von Spa-Francorchamps, bei denen wir ebenfalls antreten wollen, laufen noch die Verhandlungen für die Besetzung des dritten bzw. vierten Fahrersitzes. In der Pro-Am-Klasse werden wir in beiden Teilserien der SRO-Meisterschaft auf eine starke Konkurrenz treffen in der wir uns mit der für uns neuen Fahrzeugklasse erst mal bewähren können, ohne gleich Gesamtpodien in den Blick nehmen zu müssen.“

Erste Erfahrungen konnte das Team von Jan Kasperlik schon bei einem Testeinsatz in Portimao mit dem neuen Einsatzgerät sammeln. „Obwohl wir mit Null Erfahrungen in die neue Klasse starten und und bei den Einsätzen von Anfang an komplett auf unsere eigene eingespielte Mannschaft setzen, hat es uns doch positiv überrascht, wie schnell wir fast auf dem angepeilten Speedlevel unterwegs waren. Ein GT3 ist ja von den Service-Abläufen her doch ein anderes Kaliber als ein GT4 oder Cup-Auto. Dennoch waren wir recht schnell dabei und das obwohl wir bewusst auf die sonst übliche Unterstützung durch ein Entwicklungsteam verzichtet haben. Das lässt mich hoffen das wir es im ersten Jahr vielleicht auch in Richtung Gesamtplazierung gute Ergebnisse anpeilen können, obwohl die Ergebnisse in der Pro-Am erst mal im Vordergrund stehen werden.“

Allied Racing wird es dabei nach Kasperliks eigenen Schätzungen in der Pro-Am-Klasse in der Sprintserie mit etwa 10-12 Konkurrenten und in der Langstreckenserie mit bis zu 20 Mitbewerbern in der Klasse zu tun bekommen.

Quelle: GT-Eins / Harald Gallinnis

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