Finn Unteroberdörster fährt in diesem Jahr erstmals in der VLN, gemeinsam mit Janis Waldow fährt der Förderpilot des ADAC Nordrhein für Waldow Performance einen Renault Megane – wir unterhielten uns mit ihm:

Du fährst in diesem Jahr erstmals in der VLN – was sind die Unterschiede zwischen der VLN und der RCN?
Der größte Unterschied ist, dass viel mehr schnellere Autos auf der Strecke sind, daher muss man sich deutlich mehr auf den rückwärtigen Verkehr achten als noch in der RCN. Ein weiterer Unterschied ist dass man in der VLN jetzt ein richtiges Rennen fährt und man im Normalfall keine Runde Zeit hat um sich mal etwas auszuruhen so wie es in der RCN zum Beispiel in den Bestätigungsrunden der Fall ist.
Der letzte Große Unterschied ist die hohe Professionalität, die in in der VLN in allen Bereichen, von der Organisation der Veranstalter, bis hin zu den Teams herrscht.

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In deinem ersten VLN-Rennen konntest du gleich den ersten Klassensieg einfahren, was waren das für Gefühle?
Das war einfach nur ein total toller und sehr emotionaler Moment für mich und alle anderen Teammitglieder. Damit erfüllte sich ein Kindheitstraum für mich sofort im ersten Rennen, was einfach nur fantastisch ist. Dass wir sofort gewinnen konnten, belohnte auch das gesamte Team von Waldow Performance für die harte Arbeit über den Winter für den gesamten Aufbau des Teams.

Foto: L. Rodrigues

Wie zufrieden bist du generell mit der bisherigen VLN-Saison?
Mehr als zufrieden. In beiden Rennen waren Janis Waldow und ich immer das Team welches den Speed in der Klasse vorgab, damit rechneten wir allerdings vor der Saison noch nicht. Daher freut es uns natürlich umso mehr. Der Ausfall beim zweiten Lauf durch technischen Defekt – in Führung liegend – war natürlich ärgerlich, bringt uns aber noch stärker motiviert zum nächsten Rennen.

Welche besonderen und einprägsamen Erfahrungen konntest du bislang in der VLN sammeln?
Den schieren Speed der GT3-Autos sowie das deutlich höhere Medieninteresse in der VLN, die mich und das Team damit supporten.

Wie schätzt du Eure Chancen im 3. VLN-Lauf ein? Und was sind deine Ziele für die restliche Saison?
Für dass dritte Rennen stehen die Chancen für uns sehr gut, was den Kampf um den Klassensieg angeht. Da wir nach jedem Rennen, mit dem Gesamten Team alles genau analysieren sind wir optimistisch das wir noch stärker beim 3 Lauf antreten werden. Meine Ziele für die Saison sind recht einfach, weitere Klassensiege, keine Unfälle bauen, und mich in allen Bereichen weiterentwickeln.

Du fährt ja gemeinsam mit Janis Waldow für Waldow Performance – wie kommt ihr untereinander klar und wie wichtig ist eine gute Beziehung zwischen den Teampartnern?
Wir beide kommen sehr gut miteinander klar. Dazu gehört z.B. auch das wir vor, während und nach dem Rennen immer viel miteinander zusammen arbeiten, um uns beide immer weiter zu entwickeln.
Eine gute Beziehung zwischen den Teampartnern ist sehr wichtig. Langstreckensport ist Teamsport, nur wenn man gut zusammen arbeitet kann man erfolgreich sein.

Foto: L. Rodrigues

Was reizt dich besonders an der VLN?
Die Klassenvielfalt und natürlich, dass ich Langstreckenrennen auf der besten und anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt fahren kann.

Was sind deine langfristigen Ziele im Motorsport?
VLN Meister werden und ähnlich und viele weitere schöne Saisons fahren zu können. Außerdem würde ich mich freuen irgendwann ein Level erreicht zu haben, wo ich ohne selber Geld zu investieren, auf professioneller Ebene fahren kann.

Dein Vater wurde ja im Jahr 2000 Meister in der VLN – ist er dein größtes Vorbild im Motorsport?
In der VLN ist mein Vater mein größtes Vorbild. Er bestach durch extreme Zuverlässigkeit, sowie immer konstante Schnelligkeit -wodurch er sehr erfolgreich war. Ich hoffe natürlich selber einmal derart gut in der VLN unterwegs zu sein. Ansonsten habe ich zwei Vorbilder im Motorsport, Sébastien Loeb und Stefan Bellof.

Zum Abschluss eine etwas privatere Frage: Was machst du wenn du nicht Autorennen fährst?
In meiner Freizeit mache ich viel Sport um mich fit zu halten, vom Fitnessstudio bis hin zum Bergsteigen betreibe ich einige Sportarten als Hobby.
Außerdem verbringe ich viel Zeit in meiner Freizeit am Nürburgring und fahre gerne Motorrad. Beruflich werde ich im Dezember meine Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker abschließen.

Wir bedanken uns bei Finn Unteroberdörster für das Gespräch und wünschen ihm viel Glück in der restlichen VLN-Saison!

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