Die Zahl drei spielte am vergangenen Wochenende eine zentrale Rolle. BWT Mücke Motorsport reiste zur dritten Saisonstation des ADAC GT Masters an den Hockenheimring. In einem Feld von 33 Supersportwagen kämpften Igor Walilko und Mike Beckhusen im BWT Audi R8 LMS #25 sowie Ricardo Feller und Stefan Mücke im BWT Audi R8 LMS #26 um Punkte und Pokale. Die Trophäe ging nach dem Samstagsrennen an Feller für Platz drei in der Junior-Wertung. Die Punkte sammelte er gemeinsam mit Stefan Mücke als Lohn für Platz elf.

-Ricardo Feller bei der dritten Saisonstation des ADAC GT Masters auf Platz drei der Junioren-Wertung
-Punkteresultat für den Schweizer und Teamkollege Stefan Mücke
-Mike Beckhusen und Igor Walilko mit starker Longrun-Performance im Sonntagsrennen
-Joshua Dürksen fährt auf dem Hockenheimring seinen zweiten Saisonsieg mit BWT Mücke Motorsport ein
-Josef Knopp und Neuzugang Erick Zuniga fahren wertvolle Meisterschaftspunkte in der ADAC Formel 4 ein
-Teammanager Roland Rehfeld: „Das erste Rennen von Joshua Dürksen war sehr, sehr gut. Trotz eines Unfalls, bei dem sein Auto beschädigt wurde, hat er das Rennen souverän gewonnen. Auch mit der Entwicklung von Josef Knopp und Erick Zuniga sind wir zufrieden.“

Die Highlights des Wochenendes

BWT Mücke Audi R8 LMS GT3 ADAC GT Masters Hockenheim 2020
Foto: L. Rodrigues

Jubel auf dem Junior-Podium: Feller freute sich nach dem Samstagsrennen in Hockenheim über Platz drei in der Wertung für Fahrer unter 25 Jahren. Bereits im Freien Training für Junioren und Trophy-Piloten hatte der Schweizer mit Platz zwei seine Pace unter Beweis gestellt. Nur 0,090 Sekunden fehlten ihm auf die Bestzeit in dieser Session. Im ersten Qualifying mit allen 33 Piloten fuhr Feller einen starken zehnten Platz heraus. Gerade einmal eine halbe Sekunde lag er hinter der Spitze. Mit Platz elf sammelten Feller und Mücke im Samstagsrennen ihre ersten fünf Zähler der Saison.

Im zweiten Lauf gelang dem Duo im BWT Audi R8 LMS #26 von Startplatz 32 aus eine starke Aufholjagd. Trotz einer leichten Beschädigung am Auto nach einer Berührung mit einem Konkurrenten verbuchten Mücke und Feller am Ende Position 21.

BWT Mücke Audi R8 LMS GT3 ADAC GT Masters Hockenheim 2020
Foto: L. Rodrigues

Erfolge zwischen den Ergebniszeilen: Bei ihrem gerade einmal dritten Rennwochenende im ADAC GT Masters erzielten Beckhusen und Walilko weitere Fortschritte. Bis sich diese auch in den Ergebnislisten abzeichnen, müssen sich die Rookies noch ein wenig gedulden. In einem derart hart umkämpften Feld machen wenige Zehntel, wenn nicht sogar Hundertstel den Unterschied. Im ersten Qualifying lagen 26 Autos innerhalb einer Sekunde. Das relativiert den auf den ersten Blick etwas ernüchternden 30. Platz von Walilko. Im Rennen arbeitete sich das Duo bis auf Rang 25 vor. Eine nachträglich ausgesprochene Zeitstrafe warf sie auf den 28. Platz zurück.

Im zweiten Qualifying am Sonntagmorgen fuhr Beckhusen auf Position 29. Erneut ging es für den BWT Audi R8 LMS #25 auf eine Aufholjagd. Diese gestaltete sich schwieriger als erwartet. Als Beckhusen zum Fahrerwechsel in die Boxengasse abbiegen wollte, touchierte ihn ein Konkurrent am Heck. Die Folge war ein Dreher, der Beckhusen wertvolle Zeit kostete. Nach einem starken zweiten Stint kam Walilko auf dem 24. Rang ins Ziel.

Bereits in zwei Wochen ist BWT Mücke Motorsport wieder im ADAC GT Masters am Start. Vom 2. bis 4. Oktober gastiert die Liga der Supersportwagen auf dem Sachsenring – im vergangenen Jahr ein gutes Pflaster für den Traditionsrennstall aus Berlin.

Die Stimmen zum Wochenende

Stefan Mücke
Foto: L. Rodrigues

Stefan Mücke (BWT Audi R8 LMS #26): „Das Samstagsrennen ist gut verlaufen. Die Punkte und das Junior-Podium für Ricardo waren ein zufriedenstellendes Ergebnis. Darauf wollten wir am Sonntag aufbauen. Das hat leider nicht geklappt. Wir haben nichts am Auto verändert und trotzdem war die Performance nicht mehr wie am Vortag. Wir müssen analysieren, woran das lag. Es könnte etwas mit den Reifen zu tun haben, denn wir hatten weder im Qualifying noch im Rennen den nötigen Grip. Wir konnten ein paar Plätze gutmachen, aber mehr war bei der Ausgangslage einfach nicht drin.“

Ricardo Feller (BWT Audi R8 LMS #26): „Mein zehnter Platz im Qualifying, der elfte Rang im Rennen und das Junior-Podium waren am Samstag ein Schritt in die richtige Richtung. Ich möchte aber noch mehr erreichen und werde dafür kämpfen. Der Sonntag war leider nicht so positiv. Wir sind von hinten gestartet und nicht so weit nach vorne gekommen, wie ich mir das erhofft hatte. Wir müssen noch ein paar Punkte abarbeiten und am Ball bleiben, denn das Level ist dieses Jahr extrem hoch. Wir haben großes Potential, weiter nach vorne zu kommen – wo wir eigentlich hingehören.“

Igor Walilko (BWT Audi R8 LMS #25): „Es war ein ziemlich schwieriges Wochenende für uns. Wir sind in beiden Rennen im hinteren Feld gestartet und hatten deswegen viel Arbeit vor uns. Wir haben in beiden Läufen Positionen gutgemacht, aber am Ende standen nicht die Ergebnisse, die wir uns erhofft hatten. Um in Zukunft mehr ins Geschehen eingreifen zu können, müssen wir mehr Speed finden und uns verbessern.“

Mike Beckhusen (BWT Audi R8 LMS #25): „Die Qualifyings sind nicht so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt hatten. Wir hatten das Potential, weiter vorne zu stehen. Leider sind uns kleine Fehler unterlaufen und die darf man sich in einem so engen Feld nicht erlauben. Wir sollten aber nicht zu selbstkritisch sein, schließlich fahren wir gegen zum Teil deutliche erfahrenere Werkspiloten. In den Rennen haben wir unsere Pace unter Beweis gestellt. Wir machen von Rennen zu Rennen Fortschritte.“

Michael Weiss (Technischer Leiter): „Der Samstag war unser Highlight. Endlich war unsere eigentliche Form klar zu erkennen. Ricardo ist mit Startplatz zehn ein wichtiger Schritt gelungen, denn im Qualifying muss man so weit vorne wie möglich sein. Die Abstände sind nach wie vor sehr gering. Der Lohn für Ricardo war Platz drei auf dem Junior-Podium. Unsere anderen beiden Junioren, Mike und Igor, haben vor allem am Sonntag ein tolles Rennen gezeigt. Sie hatten eine ausgezeichnete Longrun-Performance und Igor ist ein super zweiter Stint gelungen. Das lässt sich auf einem Ergebniszettel nicht so leicht erkennen, aber für uns war eine ansteigende Form zu sehen. Manchmal muss man erst kleine Schritte machen, ehe man große gehen kann.“

Peter Mücke (Teamchef): „Mit dem Ergebnis vom Samstag bin ich zufrieden. Bei den geringen Zeitabständen im ADAC GT Masters ist ein Resultat im Bereich der Top-10 aller Ehren wert. Besonders freut mich, dass dabei auch ein Junior-Podium für Ricardo herauskam. Das zweite Rennen war natürlich von Anfang an schwierig, weil wir aus dem hinteren Feld gestartet sind. In den Zweikämpfen kam es zu ein paar Schäden. Bei dieser hohen Leistungsdichte ist das aber kaum zu vermeiden. Wir hatten einfach ein gemischtes Wochenende – der erste Teil gut, der zweite nicht so gut. Positiv ist, dass unsere Junioren eine gute Leistung abgeliefert haben.“

BWT Mücke Motorsport und Joshua Dürksen feiern den zweiten gemeinsamen Sieg in der ADAC Formel 4

Joshua Dücksen BWT Mücke ADAC Formel 4 Hockenheimring 2020
Foto: L. Rodrigues

BWT Mücke Motorsport durchlebte am vergangenen Wochenende in der ADAC Formel 4 Höhen und Tiefen. Auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg fuhr Joshua Dürksen zunächst seinen zweiten Saisonsieg ein, ehe er im zweiten Rennen in aussichtsreicher Position liegend viele Plätze verlor. Beim Rennen am Sonntag sorgte er mit einem fünften Platz für ein versöhnliches Ergebnis. Die beiden Rookies Josef Knopp und Erick Zuniga sammelten weitere Punkte für die Gesamtwertung.

Dürksen startete am Freitag mit vielversprechenden Ergebnissen in die dritte Veranstaltung der Meisterschaft. Nach Bestzeiten in den beiden Freien Trainings sicherte er sich für den ersten Lauf die Pole Position. Das Rennen führte der aus Paraguay stammende Nachwuchspilot einen Tag später souverän an. Auch ein Überholversuch des Zweitplatzierten, bei dem dieser eine Kollision auslöste, brachte ihn nicht aus der Ruhe. Trotz verbogener Spur fuhr der 16-Jährige seinen zweiten Saisonsieg ein.

Beim zweiten Rennen am Samstagnachmittag startete Dürksen von Position acht. Mit einem Traumstart machte er bereits auf den ersten Metern zwei Ränge gut. Im Laufe der ersten Runden kämpfte er sich mit entschlossenen Überholmanövern auf den vierten Platz nach vorne, ehe er wegen abbauender Reifen in der zweiten Rennhälfte viel Zeit verlor. Am Sonntag hatte er einen Satz frischer Reifen zur Verfügung und nutzte diese mit einem weiteren guten Start. Als Zwölfter losgefahren, belegte er nach wenigen Runden den fünften Platz. In der Schlussphase kollidierte Dürksen bei einem Überholversuch mit einem Konkurrenten.

ADAC Formel 4 BWT Mücke Hockenheim 2020
Foto: L. Rodrigues

Josef Knopp, der in diesem Jahr seine erste Saison in der ADAC Formel 4 bestreitet, zeigte erneut konstante Leistungen. Der Tscheche ist nach neun Meisterschaftsrennen einer von nur zwei Piloten, die in jedem Meisterschaftslauf Punkte in der Rookiewertung einfuhren. Auf der traditionsreichen Strecke in Baden-Württemberg setzte er seine positive Leistungsentwicklung fort. Nach Platz 14 im ersten Rennen überholte er mit einer gelungenen Startphase im zweiten Rennen einige Gegner und belegte die zehnte Position. Danach wurde er unverschuldet in eine Kollision verwickelt, die seinen starken Zwischenspurt zunichtemachte. Er kam als 15. ins Ziel, was zugleich seine Startposition für das dritte Rennen am Sonntagvormittag war. Erneut gelangen ihm einige sehenswerte Überholmanöver. Das Rennen beendete er auf dem zehnten Platz. Damit erkämpfte er auch bei der dritten Veranstaltung des Jahres wieder Punkte in der Gesamtwertung.

BWT Mücke Motorsport setzte erstmals in diesem Jahr drei Fahrzeuge in der ADAC Formel 4 ein. Zu Dürksen und Knopp stieß Erick Zuniga hinzu. Der Mexikaner wird die restlichen Rennwochenenden der Meisterschaft bestreiten. Er zeigte einen starken Einstand. Das erste Rennen beendete er auf dem neunten Platz, wodurch er sich bei seinem Debüt Punkte für die Meisterschaftswertung sicherte. Im Renngetümmel auf abgefahrenen Reifen unterbot er außerdem seine Qualifyingzeit. Im zweiten Rennen zeigte der Neuling eine starke Aufholjagd. Von Platz 17 gestartet, kämpfte er sich auf den zwölften Platz nach vorne. Den Meisterschaftslauf am Sonntag beendete er auf Platz 13. Das Ergebnis war dem Umstand geschuldet, dass er mit gebrauchten Reifen unterwegs war.

Dem Rennstall aus Berlin bleibt nur wenig Zeit zum Verschnaufen. Bereits am kommenden Wochenende stehen die nächsten Rennen der „Highspeedschule des ADAC“ im Rahmen des traditionsreichen 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring auf dem Programm. Zuletzt war die Rennstrecke in der Eifel fruchtbarer Boden für BWT Mücke Motorsport. Im August feierte Dürksen dort seinen ersten Sieg in der ADAC Formel 4. Mit den Rennen auf dem Hockenheimring verkürzte er seinen Rückstand in der Meisterschaft und liegt aktuell mit einem Rückstand von 46 Punkten auf dem sechsten Platz.

Roland Rehfeld (Teammanager): „Das erste Rennen von Joshua Dürksen war sehr, sehr gut. Trotz eines Unfalls, bei dem sein Auto beschädigt wurde, hat er das Rennen souverän gewonnen. Im zweiten Rennen hat er nochmal dieselben Reifen genutzt. Diese Strategie hat sich nicht ausgezahlt. Im dritten Rennen lag er knapp hinter dem Vierten, als er sich bei einem Überholversuch verschätzt hat. Es wäre sicherlich noch etwas nach vorne gegangen. Joshua hat sich aber bei allen Beteiligten entschuldigt. Das ist unglaublich reif und es gehört Größe dazu. Auch mit der Entwicklung der beiden Rookies sind wir zufrieden. Wir setzen uns kleine Ziele, die wir auch erreichen. Erick Zuniga hat sich von einem zum anderen Qualifying um sieben Zehntelsekunden gesteigert und damit den Anschluss an das Feld geschafft. Im ersten Rennen hat Erick sogar die Zeit aus der Qualifikation unterboten. Er hat sich aus dem Getümmel herausgehalten. Das wurde mit Platz neun belohnt, was ein richtig guter Erfolg für ihn war. Josef Knopp hat erneut gezeigt, dass er ein guter Racer ist und ein gutes Gefühl für den Verkehr hat. Er muss noch ein bisschen kaltschnäuziger werden. Leider wurde Josef im zweiten Rennen durch einen unverschuldeten Unfall um eine gute Platzierung gebracht. Wir sind alle motiviert und freuen uns auf das Rennen auf dem Nürburgring. Dort haben wir zuletzt gut abgeschnitten. Auf dem Papier hat Erick dort einen größeren Erfahrungsrückstand. Allerdings fahren wir am kommenden Wochenende eine andere Streckenvariante, die viele Piloten noch nicht kennen.“

Quelle: Pressemitteilungen Mücke Motorsport

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