Die historische Parkanlage von Monza wird am kommenden Wochenende (20. bis 22. April) den Sound der GT3-Motoren widerspiegeln, wenn der Endurance Cup der Blancpain GT Series 2018 zum Leben erweckt. 54 Fahrzeuge von zwölf Herstellern werden im norditalienischen Monza an den Start des dreistündigen Rennens gehen.

24 Fahrzeug in der PRO-Klasse

New Bentley Continental GT3 - 1
Foto: Bentley Motors

Zwei Hersteller feiern dabei die Weltpremiere ihrer neuen Fahrzeuge, während Aston Martin das erste Mal seit Jahren wieder eine Werksmannschaft in der Königsklasse auf die Beine stellt. Mit den Werkspiloten Nicki Thiim und Maxi Martin wollen die Briten mit zwei Aston Martin V12 Vantage (Einen einzelnen Vertreter konnten wir bereits beim 24h-Prolog am Nürburgring vergangenes Wochenende erleben) – vertreten durch die Schweizer Mannschaft R-Motorsport – um die Krone in der GT-Langstreckenmeisterschaft von SRO Motorsports ein Wörtchen mitreden.

Neu hingegen wird das Einsatzfahrzeug der Landsleute von Bentley sein. In Monza werden die B-Boys im nagelneuen Continental GT3 den italienischen Asphalt unter die Räder nehmen. Steven Kane, Guy Smith und Jules Gounon mit der #7 und Andy Soucek, Maxime Soulet und Vincent Abril an Bord der #8 werden den Luxusbomber am kommenden Wochenende zum ersten Mal im Renneinsatz ausführen. Auch Nissan wird ein aktuelles Modell vorstellen. Das GT SPORT MOTUL Team RJN, welches den neuen GT-R Nismo GT3 für Lucas Ordonez, Alex Buncombe und Matt Parry ins Feld führen wird, setzt aktuell jedoch nur ein Fahrzeug ein.

Emily Frey Racing wird in diesem Jahr zum ersten Mal den Lexus RC F GT3 im Langstreckencup der Blancpain GT Series ausführen. Damit sind die zwei Jags, die die Schweizer Equipe bis 2017 bewegte, in der PRO-Klasse Geschichte. Mit dem Rennen in Monza will man das japanische GT-Fahrzeug zum ersten Mal Langstreckenluft in Europa schnuppern lassen. Bisher fuhren Freys den Lexus lediglich im Sprint-Cup.

Während Strakka-Racing im vergangenen Jahr noch auf die Fahrzeuge von McLaren setzte, wird man in diesem Jahr zwei der insgesamt fünf Fahrzeuge aus dem Hause Mercedes einsetzen. Maxi Buhk pilotiert die Nummer 43 und Chris Vietoris verweilt im Team der Piloten der Nummer 44. Der französische Kader von AKKA ASP wird ebenfalls zwei Pro-Autos einsetzen, von denen eines unter dem SMP Racing-Banner fahren wird und Vitaly Petrov sein Serien-Debüt gibt. Die Meuspather Mannschaft von Black Falcon komplettiert das Geschwader der Mercedes-AMG GT3 Fahrezeuge.

McLaren stellt in diesem Jahr nur noch ein Fahrzeug in der PRO-Wertung an den Start, mit dem Werksfahrer Come Ledogar, der von den Briten Ben Barnicoat und Andrew Watson unterstützt wird.

Dank der russischen Mannschaft von SMP-Racing wird auch Ferrari ein Fahrzeug in der PRO-Klasse einsetzen. Pilotiert wird der rassige Italiener von Mikhail Aleshin, Davide Rigon und ehemmaligen DTM-Audi-Piloten Miguel Molina. Apropo Italien: Auch Lamborghini wird sich ein Stelldichein in der PRO-Klasse geben. Hier setzt man auf Kontinuität und wird die Mannschaft von GRT Grasser Racing unterstützen. Am Steuer des Stiers werden sich Mirko Bortolotti, Christian Engelhart und Andrea Caldarelli abwechseln.

Audi wird in Monza mit vier PRO-R8 LMS vertreten sein. Das belgische Audi Team WRT wird seine Nummer 1 mit Alex Riberas, Christopher Mies und Dries Vanthoor ins Rennen schicken. Die Besatzung der Nummer 17 – ebenfalls ein WRT-Audi – besteht aus Stuart Leonard und Robin Frijns sowie Sheldon van der Linde. Sainteloc Racing und Attempto Racing komplettieren das Audi-Quartett.

ROWE Racing Spa 24h 2017 BMW M6 GT3 #99
Foto: M. Brückner

Die Marke BMW wird durch die Spa24h-2016-Gewinner von ROWE-Racing vertreten. Gleich zwei M6 GT3 setzt die Mannschaft aus St. Ingbert ein. Die damaligen Gewinner Nick Catsburg und Alexander Sims gehören genauso dazu, wie Marco Wittmann und Ricky Collard. Der zweimalige DTM-Champion Wittmann tauscht seinen DTM-Renner gegen das GT-Auto ein und bestreitet sein zweites Rennen für ROWE RACING nach dem 24h-Qualifikationsrennen 2016, dem Jahr, in dem er seinen zweiten DTM-Titel nach 2014 gefeiert hatte. Im Schwesterauto mit der #98 sitzt erstmals der junge Brite Collard aus dem Förderkader der BMW Motorsport Junioren. Weitere Unterstützung erhält das Quartett durch Jens Klingmann und Jesse Krohn.

PRO-AM Feld in Ferrari-Hand

Der Lokalmatador wird im Endurance-Cup 2018 gleich durch 5 Fahrzeuge vertreten sein. Dabei wird unter anderem der ehemalige Ferrari-F1-Pilot die Zügel des 961er AF-Corse-Ferrari in der Hand halten. Weitere durch AF-Corse eingesetzte Ferrari werden durch Duncan Cameron und Matt Griffin pilotiert, während Rinaldi Racing ihre die 333 für Alexander Matschull, Rinat Salikhov und Dominik Schwager bereit hält. Kessel-Racing komplettiert die Ferrari-Equipe in der PRO-AM Klasse. Michael Broniszewski und Alessandro Pier Guidi werden den 11er Italiener steuern.

Bathurst 12hr 2018 Freitagstraining Markus Winkelhock
Foto: Nick Burdon

Black Falcon, Strakka Racing, AKKA ASP und RAM Racing werden jeweils einen Stern von Mercedes-AMG ins Feld der PRO-AM Klasse führen. Der Türke Salih Yoluc wird für letztere Mannschaft in die Serie zurückkehren.

Audi wird in der PRO-Amateur-Wertung durch das Sainteloc Junior Team und Car Collection Motorsport vertreten. N24h-Gewinner Marcus Winkelhock wird dabei den Youngster Nyls Stievenart den bereits erfahrenen Kollegen Marc Rostan bei Sainteloc unterstützen. Für Car Collection treten Dimitri Parhofer und Frank Stippler an. Lamborghini wird von der italienischen Mannschaft Daiko Lazarus Racing vertreten und damit das dreizehn Fahrzeuge umfassende PRO-AM-Feld komplettieren.

The return of the Jag – der Silver Cup

Emil Frey Racing Jaguar Spa24h 2017
Foto: M. Brückner

Ein spannender Wettbewerb steht in der Kategorie Silver Cup bevor, die junge Talente und erfahrene Fahrer vereint. Der 55er Attempto Racing Audi hat beim letzten Mal in Zolder den Gesamtsieg geholt und wird auch in diesem Jahr das gleiche Ziel vor Augen haben. Die Schothorst-Brüder Steijn und Pieter erhalten hier Unterstützung vom #N24h-Gesamtsieger 2017 Kelvin van der Linde.

Das Gro der Fahrzeuge im Silvercup stellen die Italiener aus dem Hause Lamborghini. Insgesamt vier Fahrzeuge, darunter Ombra Racing, Daiko Lazarus Racing und Barwell Motorsport werden jeweils einen Huracan GT3 einsetzen, während Reiter Engineering auf den Gallardo R-EX setzt.

Black Falcon und AKKA ASP werden jeweils einen Mercedes-AMG GT3 einsetzen. Für Abwechslung sorgen das Vorjahresfahrzeug von Nissan, bereitgestellt vom GT SPORT MOTUL Team RJN. Struan Moore, Ricardo Sanchez und Jordan Witt werden den in die Jahre gekommenen Japaner durch den Endurance-Cup pilotieren. TF-Sport setzt auf einen Aston Martin V12 Vantage. Der amtierende Endurance-Cup-Pro-Am-Champion Ahmad Al Harthy wird mit Oman Racing am Start stehen.

Eine Augenweide ist der Jaguar Emil Frey Racing. Die Schweizer Equipe wird Adrian Zaugg, Alex Fontana und Mikael Grenier beim ersten von drei Rennen, denen der „Jag“ in der Blancpain GT Series beiwohnt, verpflichten.

Stars und Sternchen in der AM-Wertung

AKKA ASP wird auch in der AM-Wertung einen Mercedes-AMG zur Verfügung stellen. Damit ist die Mannschaft mit insgesamt fünf Fahrzeugen in allen Klassen vertreten. Am Steuer des Daimlers in dieser Wertungsgruppe begrüßt man Eric Debard, Philippe Giauque und den Fußballweltmeister Fabien Barthez. Ebenfalls einen Stern in der Wertungsgruppe wirft ARC Bratislava ins Rennen. Mercedes-AMG stellt mit insgesamt dreizehn Fahrzeugen das größte Feld an Fahrzeugen im gesamten Endurance-Cup zur Verfügung.

Mit Walkenhorst Motorsport im BMW M6 GT3 und Herberth Motorsport im 911er GT3 R Porsche erhalten zwei offenbar nur schwach vertretene Marken Beistand. Überhaupt ist der Herberth-Porsche der einzige im Feld.

Garage 59 wird mit einem McLaren 650 S GT3 präsent sein, bei dem Top-Gear-Moderator Chris Harris unter anderem am Volant drehen wird. Das Am Cup-Feld wird durch eine Reihe italienischer Boliden vervollständigt: Rinaldi Racing wird einen Ferrari 488 GT3 einsetzen, während Barwell Motorsport einen Lamborghini Huracan GT3 fahren wird.

Der Startschuss in die Saison des Endurance-Cups in der Blancpain GT Series fällt am Samstagmittag mit dem ersten freien Training um 11:30 Uhr und einer Pre-Qualifying-Session um 17:00 Uhr. Das Qualifying findet am Sonntag um 09.45 Uhr statt, der dreistündige Endurance Cup wird voraussichtlich um 15.00 Uhr ausgetragen.

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Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
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