Porsche bringt bei den diesjährigen 24 Stunden von Le Mans zwei besondere Porsche 911 RSR an den Start: Die Werksautos mit den Startnummern 91 und 92 präsentieren sich in traditionellen Le-Mans-Dekors aus den 1970er- und 1980er-Jahren. Nummer 91 ist im ikonischen blau-weißen Design mit rot-goldenen Streifen beklebt, das an den damaligen Sponsor Rothmans erinnert. Die Nummer 92 greift das berühmte „Sau“-Design des 917/20 aus dem Jahr 1971 auf. Porsche hat die beiden rund 510 PS starken Rennwagen aus Weissach am Samstag im Rahmen des offiziellen Vortests zu den 24 Stunden von Le Mans der Öffentlichkeit vorgestellt.

Mit den Sonderdesigns erinnert Porsche in seinem Jubiläumsjahr „70 Jahre Porsche Sportwagen“ an die bewegte Historie beim prestigeträchtigen Marathon an der Sarthe. Zugleich sind die beiden Fahrzeuge echte Hingucker für Fans. „Wir möchten uns mit diesen beliebten Designs vor allem bei unseren treuen Anhängern bedanken, die uns an und abseits der Strecke bei jedem Rennen die Daumen drücken, besonders aber natürlich in Le Mans, wo wir als Rekordsieger mit 19 Gesamtsiegen jedes Jahr einen einzigartigen Support erfahren“, sagt Dr. Frank-Steffen Walliser, Leiter Motorsport und GT-Fahrzeuge.

Foto: Porsche Motorsport

Der 911 RSR mit der Nummer 91, pilotiert von Gianmaria Bruni (Italien), Richard Lietz (Österreich) und Frédéric Makowiecki (Frankreich), lehnt sich an verschiedene Porsche-Rennfahrzeuge im Rothmans-Dekor an. Zum Beispiel an den Porsche 959, der 1986 in der Aufmachung des britischen Tabakherstellers die Rallye Paris–Dakar gewann. Auf der Rundstrecke feierten der Porsche 956 C und der Porsche 962 C die größten Erfolge: Je zweimal holten die beiden blau-weißen Gruppe-C-Sportprototypen den Gesamtsieg bei den 24 Stunden von Le Mans – der 956 C in den Jahren 1982 und 1983, der 962 C bei den Rennen 1986 und 1987.

Foto: Porsche Motorsport

Die Gestaltung der Startnummer 92, gefahren von Kévin Estre (Frankreich), Michael Christensen (Dänemark) und Laurens Vanthoor (Belgien), geht zurück auf den Porsche 917/20, der 1971 nach Le Mans kam. Die Konstruktion des Einzelstücks sollte die aerodynamischen Vorteile von Kurz- und Langheck-Version des 917 verbinden und verhalf dem bis dahin unerprobten Auto zum Gewinn der Qualifikation. Zur „Sau“ wurde der 917/20 durch seinen rosafarbenen Lack mit aufgezeichneten Fleischpartien. Die unter Porsche-Designer Anatole Lapine umgesetzte Idee erregte großes Aufsehen an der Sarthe. Bis heute ist der auch „Trüffeljäger“ genannte 917/20 einer der bekanntesten Porsche überhaupt.

Beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 2018 gehen insgesamt zehn Porsche 911 RSR an den Start, vier werksseitig und sechs eingesetzt durch Kundenteams. Während die beiden Stammfahrzeuge aus der Sportwagen-WM WEC die Sonderdesigns tragen, fahren die zusätzlichen Werkswagen Nummer 93 und Nummer 94 in den gewohnten Farben Weiß, Schwarz und Rot, die in ihrer Anordnung am Fahrzeug aus der Vogelperspektive an das Emblem der Marke Porsche erinnern. Die 86. Auflage der 24 Stunden von Le Mans findet vom 16. bis 17. Juni statt.

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Als wandelndes Motorsportlexikon hat Jonas seine Nase überall drinstecken, wo Motorsport drauf steht. Neben seinem Interesse für GT-Fahrzeuge - hier ist sein eigenes Magazin GT-place.com zu empfehlen - hat Jonas vorallem ein Fabel für den Breitensport wie die VLN oder NES500, die WEC oder Tourenwagensport wie die Supercars.
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