Ahrtal-Motorsport war eine Idee, die Marc Roitzheim ab 2009 entwickelt hat, da er sich zu diesem Zeitpunkt ein eigenes Rennfahrzeug zugelegt hatte. Vorausgegangen war eine Berührung mit dem Motorsport über Marcus Westphal bereits im Jahr 2007. Im Frühjahr 2010 erfolgte mit der Team-Gründung die Umsetzung der Idee in die Tat:
Ahrtal-Motorsport steht für ein junges und innovatives Motorsportteam aus der Kreisstadt Bad Neuenahr-Ahrweiler des Landkreises Ahrweiler.

Und eines stand für Marc und das Team immer ganz oben: Von vielen Menschen wird er geträumt, nur wenige leben diesen Traum – Tourenwagen-Rennsport auf der schönsten Rennstrecke der Welt. Ahrtal-Motorsport hat sich die VLN und die Teilnahme am 24h-Rennen zum Ziel gesetzt.

Im Jahr 2010 schnupperte Marc Roitzheim mit einem BMW E36 325i in die GLP auf der Nürburgring Nordschleife. Man wollte die Strecke kennenlernen, Runden sammeln und die Fahrzeuge auf diese Strecke abstimmen. Im Jahr 2011 ging man dann bereits in der Rookie Wertung der GLP an den Start und beendete die Saison auf einem guten 12. Platz.

Dann wollte man jedoch mehr und das Fahrzeug wurde für die RCN vorbereitet. Man nahm im Jahr 2012 an der RCN Light Wertung teil. Auch hier galt es erst einmal schauen was in der RCN so geht und was alles so möglich ist. Das Jahr war geprägt von vielen Erlebnissen, von häufig schlechten Witterungsbedingungen, von ich weiß nicht welche Reifen ich verwenden soll, bis hin zu Klassensiegen und dem Titel in der RCN Light. Ein geiles Jahr und das im dritten Jahr nach Teamgründung, einfach Mega.

Hinzu kam noch der erste RCN Einsatz im Rahmen des 24h-Rennens auf dem Nürburgring, Eine total geile Atmosphäre, die ganzen Fans entlang der gesamten Strecke, der Grillgeruch, einfach unvergesslich und toll. Und dann war da noch die Reise in die Lausitz. Eine RCN Veranstaltung wurde im Jahr 2012 auf dem Lausitzring durchgeführt. Hier sammelte man ebenfalls wertvolle Punkte für die spätere Meisterschaft. Viele schöne Erlebnisse und ein Meistertitel!

In den folgenden vier Jahren wurde es erneut spannend bei Ahrtal Motorsport. Irgendetwas mussten die da im Team doch richtig gemacht haben. So kam der Kundensport hinzu und das Team betreute zwei bis vier unterschiedliche Fahrzeuge mit unterschiedlicher Besetzung in der Saison. Man erreichte Klassensiege, man scheiterte mit Reifenschäden, man landete im Mittelfeld und auch in der Leitplanke.

Aber selber wollte man ja auch noch fahren. Zuerst kam der Wechsel vom BMW E36 325i zum BMW E36 M3. Und man nahm wieder an der RCN Nürburgring Nordschleife teil und beendete die Meisterschaften immer im vorderen Mittelfeld, so zwischen Platz 12 und 15 im Gesamt.

Marc Roitzheim - Ahrtal Motorsport VLN 2017
Foto: Ahrtal Motorsport

Als Besonderheiten sollte man den siebten Lauf zur RCN 2015 nennen. Der Motor im M3 war defekt und es musste eine Alternative her. Also nahm man sich den alten 325i, der eigentlich für die Rallye Köln Ahrweiler sein sollte. Es kam wie es nicht zu erwarten war, es wurde der Klassensieg eingefahren.

Weiterhin wollte man auch mal Rallyeluft schnuppern und ging 2015 mit dem BMW E36 325i bei der Rallye Köln Ahrweiler an den Start. Weitere Einsätze folgten 2016 bei der Rallye Kempenich, der Rallye Oberehe (ab hier mit neuem Auto BMW E30 318iS) und wieder bei der Rallye Köln Ahrweiler.

In 02-2018 nahm das Team an der Rallye Südliche Weinstraße teil und war in 03-2018 auch bei der Rallye Kempenich am Start.

Im Jahr 2017 wollte das Team in der VLN Langstrecken Meisterschaft Nürburgring an den Start gehen. In 2016 beschloss Marc Roitzheim, den Test für das Team, sein Auto und sich selbst: er bestritt mit Ahrtal-Motorsport sein erstes Rennen in der VLN. “Das war schon eine andere Hausnummer – in der VLN geht es sehr professionell zu und die Fahrzeuge werden auf sehr hohem Niveau bewegt.”, beschreibt Roitzheim seine ersten Eindrücke.

Die Zielsetzung war seit langem klar und aber nun war man “angekommen” in der Königsklasse des Tourenwagenrennsports auf der Nordschleife.

In 2017 setzte Ahrtal-Motorsport zwei Fahrzeuge in der Klasse V4 und der V5 ein. Das Team wurde tiefgreifend auf diese neue Herausforderung eingestellt: man nutzte die Winterpause 2016/2017 um das geplante Einsatzfahrzeug (BMW E90 325i, V4 mit den Fahrern Petersen / Roitzheim) und in der V5 einen BMW E36 M3 (Fahrer: Moedebeck / Unkhoff) vorzubereiten.

“Die Test- und Einstellfahrten Anfang März verliefen vielversprechend, die Fahrzeuge laufen makellos, insbesondere der für uns neue E90 machte den gesamten Tag über keine Probleme.” Marc Roitzheim ist sich sicher, dass man in der großen Klasse wieder ganz unten anfangen wird. “Aber wir sind bereit für diese Herausforderung. Insbesondere als Privatteam versuchen wir, die VLN als Breitensport zu begreifen. Und wer weiss, vielleicht können wir hier und da die großen etablierten Teams ärgern. Das wird bestimmt ein großer Spaß!”, grinst Roitzheim.

Die Unterschiede sind schon enorm und beschränken sich nicht nur auf die Kostenplanung. In der VLN wird jeder Fehler, egal ob technisch oder fahrerisch sofort bestraft. In der VLN geht jede Runde volles Rohr. Eine realistische Zielsetzung für das erste Jahr, sowie ein konkurrenzfähiges Auto, eine starke Mannschaft mit einem Visionär an der Spitze, ließen die Erfolgskurve weiter nach oben zeigen und man steigerte sich über den Verlauf der Saison von Rennen zu Rennen nach vorne. An einen Klassensieg im ersten Jahr bei dieser starken Konkurrenz, nicht zu denken. Reden die besten Fahrer der V4 doch ein starkes Wort in der VLN Gesamtmeisterschaft mit und sind in den vordersten Plätzen der Jahreswertungen zu finden. Umso unbeschreiblicher ist die Freude im gesamten Team über den ersten Klassensieg zum Abschluss der ersten VLN Saison 2017.

Auch beim 24-Rennen auf dem Nürburgring war man wieder mit dabei. Diesmal unterstützte man das Opel Team von Tobias Jung – TJ-Racing Marc Roitzheim war auf dem Opel Calibra als Fahrer genannt. Des weiteren nahm man mit einem Opel Kadett und einen BWM E30 M3 an dem 24h Classic Rennen teil.

Ahrtal Motorsport mit neuem Sponsor TopSpeedRacing
Foto: Ahrtal Motorsport

Das Jahr 2018 sollte fast so erfolgreich beginnen wie das Jahr 2017 endete. Aber am Ende von VLN 1 verpasste man in der bärenstarken V4 Klasse die Podestränge nur knapp. Auch die weiteren Wertungsläufe liefen für das Team sehr erfolgreich. Top Fünf Platzierungen waren an der Tagesordnung. Bei VLN 3 und VLN 4, dem Heimrennen des MSC Adenau, wurde es zweimal hintereinander ein toller vierter Platz. Dann schien das Glück nicht mehr ganz da zu sein. Leider gab es nur noch einen sechsten und achten Platz und dann kamen noch Pech und Ausfälle hinzu.

Foto: M. Brückner

Für das Jahr 2019 war man eigentlich gut vorbereitet. Die Erfahrungen der ersten beiden Jahre in der VLN hatte man genutzt um die Fahrzeuge entsprechend vorzubereiten. Aber es kam natürlich wieder ganz anders. In VLN 1 machte ein Radlager Probleme, so dass nach gut der Hälfte der Renndistanz eingepackt werden konnte. Nun freute man sich auf VLN 2. Aber auch hier wieder kein Glück. Zuerst wurde das Fahrzeug direkt nach dem Start von einem Konkurrenten abgeschossen und anschließend verhinderte Schneefall eine Fortführung des Rennens. Nach der Schlittenfahrt bei VLN 2 musste bei VLN 3 ein Schwimmkurs belegt werden. Auch hier verhinderten die Umstände auf der Strecke eine gute Platzierung. Beim Heimrennen des MSC Adenau kam dann auch endlich der Erfolg und das Glück zurück. Mit Platz Fünf in der Klasse V4 wurde die harte Arbeit der zurückliegenden Wochen belohnt.

Im Jahr 2020, dem 10.Geburtstag von Ahrtal Motorsport, sollten die Früchte der harten Arbeit geerntet werden. Bei den VLN Test- und Einstellfahrten am 14.März konnte ausgiebig getestet und Fehler aussortiert werden. Alles lief bestens und man freute sich bereits auf VLN Lauf 1 eine Woche später.

Ahrtal Motorsport 2020
Foto: L. Rodrigues

…und dann kam Corona, somit kein Rennen, keine Geburtstagsparty und viel, sehr viel Zeit.

Quelle: Pressemitteilung Ahrtal Motorsport/K. Eckstein

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