Vom Auto-Slalom über Rallye zur Langstrecke: Axel Friedhoff ist Motorsportler aus Leidenschaft. Als neuer Sport-Vorstand des ADAC Mittelrhein e.V. möchten er nun die Ortsclubs stärken. Der dreifache Familienvater, Unternehmer und passionierte VLN-Fahrer über seine neue Rolle, das Ehrenamt und die aktuellen Herausforderungen des Motorsports.

Herr Friedhoff, was müssen wir über Sie wissen?

Axel und Max Friedhoff
Foto: L. Rodrigues

Ich bin glücklich verheiratet, Vater von drei erwachsenen Söhnen und beruflich geschäftsführender Gesellschafter eines mittelständischen Unternehmens in der Metallverarbeitenden Industrie. Ich bin Motorsportler mit Leib und Seele. Das Race-Gen habe ich von meinem Vater geerbt, der selbst Rennfahrer war. So fahre ich mit meinem Sohn Max seit 2013 Langstrecken-Rennen.

Wo drücken Sie als neuer Vorstand-Sport beim ADAC Mittelrhein e.V. aufs Gas?

Aimpoint Porsche GT3-Cup
Foto: L. Rodrigues

Das Ehrenamt hat für mich einen ganz besonderen Stellenwert. Wir müssen die Ortsclubs mit vielfältigen Angeboten unterstützen und fördern. Sie sind das Rückgrat unserer Motorsport-Veranstaltungen. Ohne Ihren Einsatz wäre all dies nicht zu bewerkstelligen. Das gilt im Übrigen für alle Bereiche, egal ob auf zwei oder vier Rädern gefahren wird oder eben digital. Zudem möchte ich die Basis des Beirats stärken und hier insbesondere junge Leute für die Mitarbeit gewinnen. Wir müssen den Motorsport in Rheinland-Pfalz fördern und den Erfolg weiter ausbauen. Dafür denken wir die Zukunft gemeinsam und arbeiten aktuell an neuen Konzepten.

Ihr Wohnzimmer ist der Nürburgring, auf dem vergangenes Jahr die Formel 1 ihr Comeback feierte. Spielt die Rennstrecke in Ihren Überlegungen auch eine Rolle?

Aimpoint Racing Porsche Cayman GT4 #964 VLN 7 2019
Foto: L. Rodrigues

Auf jeden Fall. Für mich ist der Ring inklusive der Nordschleife die faszinierendste Rennstrecke der Welt. Diese Aura, dieses Flair muss erhalten bleiben. Dafür braucht es neben 24-Stunden-Rennen, ADAC Truck-Grand-Prix und Formel 1 viele weitere Serien, die dort fahren. Dazu sind aber auch Veranstaltungen vonnöten, die idealerweise den Breitensport fördern.

Zu wenig nachhaltig, zu laut, zu teuer: der klassische Motorsport steht in der öffentlichen Kritik. Wie sehen Sie die Zukunft?

Valencia (ESP), 27th November - 1st December 2020. ABB FIA Formula E World Championship, Season 7, BMW i Andretti Motorsport, No. 28, BMW iFE.21, Maximilian Günther (GER) test.
Foto: BMW Group

Der Motorsport polarisiert – im positiven und negativen Sinne. Er übt für viele Menschen eine Faszination aus. Unsere Aufgabe ist es, ihn kompatibel mit den Anforderungen der Zeit zu machen. Schon immer stand der Motorsport auch Pate für Entwicklungen in puncto Effizienz, Nachhaltigkeit und Sicherheit. All das findet Eingang in unsere Alltagsmobilität, die gerade im ländlichen Bereich mitunter existenziell ist. Dazu gehören neue Technologien, die das Autofahren weiterhin bezahlbar, umweltgerecht und emotional machen. Hier müssen wir ergebnisoffen alle Antriebsarten diskutieren und unseren Mitgliedern die bestmöglichen Optionen aufzeigen. Der Motorsport ist hier ein wichtiges Vehikel in punkto Emotionalität und Ansprache auch in Richtung einer jüngeren Zielgruppe.

Quelle: adac-mittelrhein.de

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