Werksfahrer und Markenbotschafter Benjamin Leuchter feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Jubiläum bei Volkswagen. Die Verbindung zwischen dem Rennfahrer und Volkswagen ist in dieser Zeit historisch gewachsen und stetig enger geworden – dabei hätte ein leerer Tank seinen Einstieg um ein Haar verhindert.

Benjamin „Benny“ Leuchter ist Volkswagen Mitarbeiter mit Leib und Seele. Der Duisburger ist Profi-Rennfahrer, fuhr im Tourenwagen-Weltcup mit, ist in der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring mit von der Partie und ist an der Entwicklung der sportlichen Volkswagen R Modelle beteiligt. Diese Verbindung hat Gründe: „Ich hatte schon in jungen Jahren viele familiäre Berührungspunkte mit der Marke Volkswagen“, sagt der heute 32-Jährige.

MAx Kruse Racing VW Golf GTI TCR #310 Benjamin Leuchter VLN8-2018
Foto: M. Brückner

Im Jahr 2009 steht der Kauf des ersten eigenen Autos an. Leuchter hat es auf den Golf 6 GTI abgesehen. Er liest sich ein, informiert sich über das Auto. Aber die Rücklagen sind überschaubar. Um das Auto finanzieren zu können, empfiehlt der Händler ihm eine Bewerbung bei der Volkswagen Driving Experience. Gute Instruktoren würden dort immer gesucht. Leuchter zögert nicht, schickt seine Unterlagen ab. Der Empfänger: Martin Escher. Damals wie heute Chef der Agentur der Driving Experience.

Mit dem letzten Tropfen Sprit im Tank

FIA WTCR Benni Leuchter N24h 2019
Foto: L. Rodrigues

Wenig später wird er zur Sichtung eingeladen. 06. August 2010, Driving Center Groß Dölln, 70 Kilometer nördlich von Berlin. Leuchter macht sich mit einem leicht mulmigen Gefühl auf den Weg. Er ist schon ein bisschen spät dran. Und dann leuchtet auch noch die Tankleuchte im Display auf. Sein Puls geht schneller. Keine Tankstelle weit und breit. Leuchter ruft Martin Escher an. „Mein Tank ist gleich leer“, murmelt Leuchter in sein Mobiltelefon. „Ach, komm, fahr Eco, dann schaffst du das schon“, antwortet der. 20 Minuten später rollt Leuchter mit dem allerletzten Tropfen Sprit auf das weitläufige Gelände – einen ehemaligen russischen Militärflughafen. Glück gehabt!

Gemischte Gefühle nach der Sichtungsprüfung

Gestresst betritt er das Hangar-Gebäude, wo ihn 25 andere Bewerber taxieren. „Das waren Fahrtrainer, gestandene Profis, mir ist kurz das Herz in die Hose gerutscht“, beschreibt Leuchter. Er hält einen Vortrag über das Fahren auf der Ideallinie, im Anschluss folgt noch der praktische Teil – unter anderem „Eco-Fahren“, das Leuchter gezwungenermaßen noch auf der Hinfahrt geübt hatte. Er schlägt sich gut. Dennoch verlässt Leuchter Groß Dölln mit gemischten Gefühlen. Innerhalb der nächsten drei Wochen soll er Rückmeldung erhalten. Nur zwei Tage später klingelt sein Telefon. Martin Escher ist dran. „Glückwunsch, du bist dabei!“ Leuchter ist überglücklich. Mit allem hatte er gerechnet – damit nicht.

„Richtig gut ausgebildet“

Benjamin Leuchter
Foto: L. Rodrigues

Seitdem sind zehn Jahre ins Land gegangen – und Leuchter bereut nicht eine Minute davon. Er fährt Top-Manager über die Rennstrecke, lehrt das Driften auf dem Eis, gibt Trainings für Kunden und vieles mehr. „Die Volkswagen Driving Experience hat mich richtig gut ausgebildet. Ich habe Produktschulungen gemacht, bin IHK-zertifizierter Produkttrainer des Volkswagen Konzerns und darf Produkttrainings geben. All das, weil mir die Chance dazu gegeben wurde.“ Und Martin Escher? „Bis heute bin ich da, wenn Benny eine Frage hat oder einen Rat braucht, er ist doch einer von uns. Nur bei einem Hilferuf wegen eines leeren Tanks würde ich heute vermutlich auflegen.“

Quelle: volkswagen-motorsport.com

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