Von der Formel 2 in das ADAC GT Masters: Dorian Boccolacci hat im GT3-Sport ein festes Ziel vor Augen. Wie die meisten jungen Rennfahrer träumte der 21-Jährige lange von der Formel 1. Er holte zahlreiche Titel im Kartsport, gewann Rennen in der Formel Renault und in der GP3-Serie und fuhr 2019 beim Formel-2-Rennen in Monaco auf den vierten Platz – persönlicher Höhepunkt seiner bisherigen Karriere.

„Das war wirklich etwas ganz Besonderes. Ich komme aus der Nähe von Cannes und damit nicht weit von Monaco. Ich habe als Kind dort oft das Formel-1-Rennen gesehen, daher war es wirklich toll. Dort fahren zu können und dann sogar fast auf das Podium zu kommen, war sensationell.“ Obwohl er nur noch wenige Schritte vom großen Traum Grand-Prix-Sport entfernt war, entschied er sich im Laufe der vergangenen Saison, einen neuen Karriereweg einzuschlagen. „Eine Chance in der Formel 1 zu bekommen ist sehr schwierig. Mein Ziel ist es, Werksfahrer zu werden und den Motorsport professionell zu betreiben. Ich bin daher im vergangenen Jahr in den GT3-Sport gewechselt, denn dort sind sehr viele Hersteller engagiert.“

Nach ersten internationalen Rennen 2019 in einem Audi R8 LMS wechselt Boccolacci nun in das ADAC GT Masters. Für die „Liga der Supersportwagen“ sprachen vor allem zwei Gründe: „Zum einen ist das ADAC GT Masters für Hersteller sehr interessant, was man auch daran sieht, wie viele Werksfahrer in der Serie starten. Und zum anderen ist das sportliche Niveau sehr hoch, was natürlich eine tolle Herausforderung ist. Wenn man hier gute Ergebnisse einfährt, hat man die Chance auf einen Platz im Kader eines Herstellers.“

Dorian Boccolacci
Foto: Dorian Boccolacci pro Facebook Seite

Der Franzose sieht als Vorbilder seine Landsleute Jules Gounon und Mathieu Jaminet, die nach ihren ADAC GT Masters-Meistertiteln 2017 beziehungsweise 2018 bei Bentley und Porsche Werksverträge bekamen. „Es wäre toll, wenn ich diese Serie fortsetzen könnte. Das ist das Ziel“, hofft Boccolacci. Mit dem zweimaligen Le-Mans-Sieger Romain Dumas gibt es einen weiteren Franzosen, dem Boccolacci nacheifert: „Ich möchte ebenfalls in möglichst vielen verschiedenen Motorsportdisziplinen fahren. Denn davon kann ich fahrerisch nur profitieren“, ist er sich sicher. Dass er es auch abseits der asphaltierten Rundstrecke kann, hat er bereits eindrucksvoll bewiesen. 2018 gewann das Talent den Titel in der Eisrennserie Trophée Andros, und auch im Rallyeauto gelangen ihm schon starke Zeiten.

Nun hofft er auch auf Erfolge im GT3-Fahrzeug. Die bevorstehende Saison bietet für den 21-Jährigen aktuell jedoch noch zwei große Unbekannte: Sein Teamkollege steht noch nicht fest und er ist den Mercedes-AMG GT3 noch nicht gefahren. „Durch die Zwangspause konnte ich leider bisher noch nicht testen, aber wir planen, noch vor dem offiziellen Test Mitte Juli auf dem Lausitzring Tests zu absolvieren. Ich bin schon sehr neugierig, wie sich das Auto fährt. Ich bin zuversichtlich, dass ich mich schnell daran gewöhne. Man hat in den vergangenen Jahren sehen können, dass das Auto wirklich gut ist.“ Als größten Unterschied zu den Formelautos, die er bisher hauptsächlich gefahren ist, sieht der Franzose das Gewicht: „Das GT3-Auto ist viel schwerer und verhält sich dadurch bei Richtungswechseln langsamer als ein Formelrennwagen. Außerdem haben die GT3-Autos ABS und eine Traktionskontrolle. Neu werden für mich auch Dinge wie das Teilen des Fahrzeugs mit einem anderen Piloten und Fahrerwechsel sein.“

Zufrieden ist Boccalacci mit seinem Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing. „Das Team hat mich kontaktiert und wir wurden uns schnell einig. Es ist sehr professionell und bietet eine tolle Chance für mich. Ich möchte mein Bestes geben und mich stetig verbessern. Ich hoffe, dass ich möglichst schnell vorn dabei sein werde. Denn ich will immer alles möglichst gut machen und mit mir zufrieden sein. Und normalerweise bin ich zufrieden, wenn ich um die vorderen Position kämpfe. Daher ist das auch das Ziel in diesem Jahr.“

Der GT3-Neuling möchte die Fans jedoch nicht nur auf der Rennstrecke unterhalten. Boccolacci ist sehr Social Media affin und postet immer wieder lustige Videos von sich selbst. „Ich mag die Möglichkeiten die mir Social Media bietet. An der Rennstrecke bin ich sehr professionell, aber ich habe natürlich auch andere Seiten und die möchte ich den Fans gerne zeigen.“

Quelle: ADAC GT Masters

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