Das Rennteam von Patrick Wagner und Daniel Schellhaas aus dem schwäbischen Ofterdingen kann für 2021 die beste Erfolgsbilanz in der 10-jährigen Teamgeschichte vorweisen. W&S Motorsport startete in der Nürburgring Langstrecken-Serie, beim 49. ADAC TOTAL 24h-Rennen, im GTC Race sowie an fünf Wochenenden der ADAC GT4 Germany. Eingesetzt wurden nahezu ausschließlich Fahrzeuge aus dem Hause Porsche. Unterm Strich standen die W&S Motorsport-Piloten nach 26 Rennen 24 Mal auf dem Podium, davon sieben Mal als Sieger. Der vorzeitige Gewinn der Cayman GT4 Trophy by Manthey Racing im Debütjahr in der Klasse und der Vizemeister-Titel in der NLS zeigen den starken Anstieg der Leistungskurve des gesamten Teams.

Foto: L. Rodrigues

„Wir haben hart und fleißig über das ganze Jahr gearbeitet und immer unser Bestes gegeben, das zahlte sich aus. Unser gesamtes Team machte einen super Job und Patrick und ich sind dankbar und sehr stolz, was unsere Damen und Herren geleistet haben!“, beginnt Teamchef Schellhaas. Er betont: „Mit 26 Starts 24 Mal aufs Treppchen zu steigen und die Manthey-Trophy zu sichern hätten wir uns zum Saisonbeginn nie zu träumen gewagt. Natürlich war auch die nötige Prise Rennglück dabei, doch es gab auch Pech. Insgesamt war es eine sagenhafte und starke Performance. Besonders die super Stimmung in unserem Team möchte ichhervorheben. Alle waren immer mit sehr viel Spaß und Motivation bei der Sache.“

Erfolgsstrecke Nordschleife

Foto: L. Rodrigues

Daniel Blickle, Max Kronberg und VLN-Meister 2011 Tim Scheerbarth teilten sich das Cockpit des Porsche 718 Cayman GT4 in der Nürburgring Langstrecken-Serie. Das Trio bot in der Klasse CUP3 Zweikämpfe vom Feinsten, überquerte bei acht gewerteten Läufen vier Mal als Sieger und drei Mal als Zweiter die Ziellinie. Bereits beim vorletzten Lauf war der Trophy-Gewinn in trockenen Tüchern. Beim Finale war der Gesamtmeister-Titel zum Greifen nahe, doch ein kleiner Fehler ließ den Traum doch noch platzen und das Team konnte sich erst später über den zweiten Platz der Gesamtwertung freuen.

Foto: L. Rodrigues

Die drei Piloten des Schwesterautos, der „Vöhringer Cayman“ erkämpften sich in der AM-Wertung der CUP3 den verdienten zweiten Gesamtrang. Die seriennahen Porsche Cayman in der Klasse V5 schafften es an acht Wochenenden insgesamt vier Mal aufs Stockerl.

Anfang Juni ging es dann zum legendären 24h-Rennen in die Grüne Hölle. Der Vöhringer Cayman führte im stark verkürzten Rennen zeitweise die Klasse CUP3 an. Hervorragende taktische Arbeit am Kommandostand sowie besonnen und fehlerlos agierende Piloten waren hier der Schlüssel bis zur Unterbrechung am späten Abend. Der am Samstag gewonnene Vorsprung war beim Re-Start am Sonntag allerdings dahin und der fünfte Platz am Ende das Resultat eines engen 3,5 Stunden-Sprintrennens.

Foto: L. Rodrigues

W&S Motorsport leistete auch Support für Schaeffler Paravan beim 24h-Einsatz des Mercedes-AMG GT3, ausgerüstet mit der Space-Drive Technik. Die Ofterdinger unterstützten und berieten bei der Organisation und dem Reifenmanagement, Schellhaas leitete die Boxencrew. Das in der Klasse SPX gestartete Testfahrzeug sah als Klassensieger noch vor dem SCG 004C von Glickenhaus die Zielflagge.

Foto: L. Rodrigues

„Die Nürburgring Nordschleife und die Langstreckenrennen sind unsere Heimat, hier haben wir begonnen und wir lieben es einfach. Die vielen Jahre Erfahrung waren in der vergangenen Saison unser Fundament, auf dem wir die Erfolge aufbauen konnten“, sagte Daniel Schellhaas, der mit Patrick Wagner selbst schon Siege als Fahrer auf der Nordschleife erzielte.

Mit Steer-by-Wire im Cayman in der ADAC GT4 Germany deutliche Ausrufezeichen gesetzt

Foto: M. Brückner

Der Schaeffler Paravan Porsche 718 Cayman GT4 ging mit wechselnden Besatzungen an fünf Wochenenden der ADAC GT4 Germany als Gast an den Start. Neben dem GT4-Champion 2020, Nicolaj Møller Madsen waren weiterhin Fabian Vettel, Lukas Schreier, Max Kronberg, Marvin Dienst und Tim Heinemann im Cockpit. Am Hockenheimring musste das Team kurzfristig einen Mercedes-AMG GT4 statt dem zweiten Cayman einsetzen.

Foto: L. Rodrigues

Das Ergebnis von zehn Rennen waren eine Pole-Position auf dem Sachsenring mit zahlreichen Führungskilometern, vier Top 10-Platzierungen im hartumkämpften GT4-Feld, dazu ein zweiter Platz und ein dritter Platz auf dem Nürburgring, sowie ein vierter Platz in Hockenheim. Der erfolgreiche Space-Drive Cayman, ohne mechanische Verbindung zwischen Lenkeinheit und -getriebe, war beim Finale auf dem Nürburgring der schnellste Porsche im Feld.

Schellhaas über die Gaststarts: „Die Konkurrenz in der GT4 Germany ist knallhart und das gesamte Leistungsniveau der Fahrer extrem hoch. Wir fühlten uns in der Serie schnell wohl, daher absolvierten wir deutlich mehr Starts als ursprünglich geplant. Die Plätze zwei und drei am Nürburgring waren ein würdiger Abschluss für 2021. Wir planen für dieses Jahr bereits den Einsatz in der ganzen Saison, Näheres werden wir bald bekanntgegeben.“

Vizetitel und Fördercockpit im GTC Race

Foto: GTC Race

Mit je drei Rennen an zwei Renntagen fordert ein GTC Race Wochenende die Teams besonders. Zwei Sprintrennen ohne Fahrerwechsel sowie ein einstündiger Wettkampf pro Tag auf vier Strecken waren die Challenge, der sich W&S Motorsport erfolgreich stellte. Mit zwei Porsche 718 Cayman GT4, davon einer mit Steer-by-Wire Technik, lieferten die schnellen Schwaben Vorzeigeresultate. Drei Siege sowie zehn Podestplätze bei einem Dutzend Rennen konnten verzeichnet werden.

Foto: GTC Race

Das Einladungsticket für vier Nachwuchstalente zur Sichtung für ein GT3 Fördercockpit bekamen mit Luca Arnold und Finn Zulauf gleich zwei Youngster aus dem W&S Fahrerkader. Zulauf überzeugte die vierköpfige Fachjury und sicherte sich die kostenfreie GTC Race Saison 2022 am Steuer eines GT3 Boliden.

…und was kommt dann?

Foto: M. Brückner

Diese Frage beantwortet Schellhaas noch recht kurz: „In den letzten Wochen, auch über die Feiertage, gab es einige Gespräche und unsere Planungen nehmen schon mehr als nur grobe Züge an. Konkretes kann und möchte ich noch nicht bestätigen. Aber der NLS mit Porsche bleiben wir selbstverständlich treu, die Mission Trophy-Verteidigung ist unser Ziel. Auch peilen wir die gesamte Saison im GTC Race und in der ADAC GT4 Germany an. Aber aktuell ist es noch zu früh für Details – noch ist nicht alles in trockenen Tüchern.“

Quelle: Pressemitteilung W&S Motorsport

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