Teil 1: Der Calibra auf Diät! – Das Opel Calibra Projekt


Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten, 48 Sekunden


Wenn es doch nur immer so leicht wäre abzunehmen. Hier folgt nun heute der erste Schritt unseres Projekts: Teil 1 von „weight reduction bro!“. Der Calibra lässt die Hosen runter.

Die wohl häufigste Frage, die über ein Auto gestellt wird, ist die Frage nach der PS-Zahl. Tatsächlich wird dabei oft vergessen, dass die reine PS-Zahl noch lange nicht aussagt wie schnell ein Auto auf einer Rennstrecke ist. Ein gutes Fahrwerk sowie gute Reifen bringen auf einer Runde Nordschleife schon mal um die 40 Sekunden. Neben den Reifen und dem Fahrwerk ist die Leistung natürlich trotzdem ein wichtiger Faktor, besonders aber das Leistungsgewicht (Leistung/ Gewicht). Dieses zu verbessern kostet vielleicht viele Nerven aber immerhin kein Geld. Laut Reglement der Gruppe H beträgt das Mindestgewicht für ein Fahrzeug mit 2 Liter Motor bei 2 Ventilen (C20NE / immoment verbaut) 825 kg und bei mehr als 2 Ventilen pro Zylinder (C20XE / 4 Ventile pro Zylinder / ist geplant) 890 kg.

Der Calibra wiegt laut Papieren fast 1200 kg. Da ist auf jeden Fall eine Menge Luft nach unten, genau genommen etwa 300 kg. Leider können wir aber nicht nur Gewicht reduzieren, sondern müssen auch Teile einbauen, die für mehr Sicherheit sorgen! So wiegt z.B. der Überrollkäfig alleine 49 kg. Ebenso wird eine Löschanlage verbaut, die mit etwa 8 kg zuschlägt, wie eine knusprige Ente an Weihnachten.
Die einfachste Möglichkeit Gewicht zu reduzieren, sind natürlich Dinge wie: das – 21 Jahre alte originale! – Reserverad zu entfernen (15 kg Zusatzgewicht) und die Rückbank, sowie der Beifahrersitz zu entfernen. Auch die Verkleidung, sowie Teppich und Dachhimmel mussten weichen, ebenso das Radio, Scheibenwischwasserbehälter, hinterer Scheibenwischer und vieles mehr.

Ab dem Moment, an dem die offensichtlichen Dinge entfernt waren, begann eine Suche nach Möglichkeiten der Gewichtsreduzierung, und ein Kampf um jedes Kilo. Zuerst musste das defekte Schiebedach dran glauben, direkt nach dem Ausbau gewogen, brachte es immerhin stolze 16 kg auf die Waage, das Blech hingegen nur 5 kg. Also haben wir beschlossen nur das Blech wieder einzuschweißen. Das ist natürlich einfacher gesagt, als getan, deswegen haben wir uns dazu entschlossen, darüber später einen eigenen Beitrag zu schreiben.
Wenn man die Teppiche entfernt, kommt nacktes Blech zum Vorschein, könnte man zumindest meinen. Tatsächlich erblickt man aber sogenannte Teerplatten, die dazu dienen die Geräusche im Fahrzeug zu dämmen. Da diese festgeklebt sind, müssen sie in mühevoller Kleinarbeit mit Föhn und Spachtel entfernt werden, die Mühe lohnt sich aber. Um ganze 7-8 kg konnten wir dadurch das Fahrzeug erleichtern! Nachdem wir die Teerplatten entfernt hatten,kam leider auch ein kleines Rostloch zum Vorschein. Glücklicherweise jedoch auch nicht mehr.

In unserem nächsten Beitrag wird es deswegen um die Instandsetzung der Karosse gehen. Da wir immer noch nicht ganz fertig sind mit der Gewichtsreduzierung, wird es dazu noch einen zweiten Beitrag geben. Noch gibt es viele Möglichkeiten wie leichtere Sitze ( da wir sowieso einen FIA geprüften Sitz brauchen, wird er auf jeden Fall leichter, die Frage ist nur wieviel) oder auch GFK-Teile (Tür usw.) Diese Teile kosten allerdings im Gegensatz zu den Maßnahmen, die wir bis jetzt ergriffen haben alle Geld und wir konzentrieren uns zuerst einmal darauf, das Fahrzeug fertigzustellen um damit möglichst bald auf die Rennstrecke gehen zu können.

Wir schätzen, dass wir das Gewicht um insgesamt etwa 100 kg reduzieren konnten, genaueres werden wir aber erst wissen, wenn wir den Calibra mal auf die Waage stellen. Falls euch unser Projekt gefällt, würden wir uns über einen Daumen nach oben freuen und natürlich auch über jeden Kommentar.

Ps: Auch im normalen Straßenverkehr lohnt es sich das Gewicht zu reduzieren. Pro 100 gesparten Kilo lassen sich etwa 0,3 Liter sparen! 🙂

Danke an alle die soweit mitgeholfen haben.

Platz zum Schaffen
Sauber und leer
So viel Gewicht sieht man dem Calibra gar nicht an
Schwer am Arbeiten 😉
Die Diät beginnt
Nach getaner Arbeit

Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Ich heiße Tim Brockmeyer, bin 19 Jahre alt und komme aus Hofheim (Nahe Frankfurt). Ich hab im Jahr 2016 Abitur mit Schwerpunkt Mechatronik gemacht und studiere an der FH Rüsselsheim Systems Engineering. Gleichzeitig mach ich eine Ausbildung bei Opel zum Mechatroniker. Meine Hobbies sind natürlich Motorsport, Nürburgring und Freunde treffen. Außerdem bin ich in der Formula Student an der FH Rüsselsheim aktiv.
Kategorie: User StoriesSchlagwörter: