Teil 2: Rost? Nein Danke! – Das Opel Calibra Projekt


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Wie bereits im letzten Post angekündigt soll es heute um die Instandsetzung der Karosserie gehen.
Wind und Wetter haben natürlich auch vor unserem Calibra nicht halt gemacht und so haben wir trotz eines allgemein sehr guten Zustands auch einige kleine Mängel zu beklagen. Besonders in der Winterzeit, wo die Straßen oftmals wegen Schnee und Eis gestreut werden, können Fahrzeugteile anfangen zu rosten. Besonders dafür verantwortlich ist natürlich das aggressive Salz. Warum sollen wir auf jeden Fall den Rost entfernen?
In erster Linie geht es dabei natürlich um die Optik, sowie darum das Leben des Fahrzeugs zu verlängern. Allerdings ist auch wieder die Sicherheit einer der Gründe warum wir uns die Arbeit machen, alles einmal abzubauen, teils vorhandenen Rost zu entfernen und wieder anzubringen.

Jeder der schon einmal ein verrostetes Teil in der Hand gehabt hat weiß wie spröde und zerbrechlich Rost Bauteile werden lässt. Man stelle sich nur einmal vor eine gerostete Fahrwerksfeder bricht in einer schnellen Kurve oder ein Teil der Abgasanlage reißt ab und ein darauf folgendes Fahrzeug verunfallt deswegen.

Fahrwerk und Abgasanlage, sowie deren Gummiehalterungen wurden erneuert um genau dass zu verhindern. Aber auch an der Karosse selbst haben wir nach Roststellen gesucht. Nachdem wir die Teerplatten entfernt hatten kam ein kleines Loch zum Vorschein, welches da so wies es aussah nicht hingehörte. Zu erst einmal haben wir mit einem Schraubenzieher und Meisel den Rost soweit es ging entfernt und auch mit Flex, sowie Schmirgelpapier die Stelle bearbeitet. Anschließend auch noch mehrmals mit Rostumwandler einpinselt, um auf Nummer sicher zu gehen. Den Rostumwandler den wir benutzt haben kommt von der Firma Nigrin und kostet bei uns im Baumarkt 8€!

Nachdem wirklich kein Rost mehr zu sehen war, haben wir mit Hilfe von Glasfasermatten das Loch zu geklebt. Diese kamen ebenfalls von Nigrin und haben 11 Euro gekostet. Die Anwendung ist sehr einfach.
Die Glasfasermatten werden mit dem mit Härter angerührtem Harz getränkt und einfach auf die betreffende Stelle geklebt. Nach 24 Stunden war das Loch geflickt und wir waren sehr zufrieden mit dem Ergebnis.
Man hätte das Loch sicherlich auch schweißen können, allerdings haben wir uns dazu entschlossen dies nicht zu tun. Durch die Verwendung von Glasfasermatten mussten wir uns keine Gedanken darüber machen mussten, welches Blech, mit welchen Dicke wir verwenden wollen. Auch das aufwendige Zurechtschneiden und Biegen blieb uns so erspart.

Was aber tun um Rost zu verhindern?

Zum einen könnte man das Auto einfach nur bei gutem Wetter fahren und in der Garage parken, aber auch ein Unterbodenschutz, sowie ein jährliches Überprüfen auf Roststellen können das Leben eures Autos schon deutlich verlängern. Ganz wichtig ist es Roststellen direkt zu behandeln, je kleiner sie sind, desto besser lassen sie sich ausbessern.

PS: Wenn man schon mal alle Teile abgeschraubt hat lassen sich direkt zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und man kann mal richtig sauber machen!
Wer schraubt schon gerne an einem dreckigem Auto?

Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Ich heiße Tim Brockmeyer, bin 19 Jahre alt und komme aus Hofheim (Nahe Frankfurt). Ich hab im Jahr 2016 Abitur mit Schwerpunkt Mechatronik gemacht und studiere an der FH Rüsselsheim Systems Engineering. Gleichzeitig mach ich eine Ausbildung bei Opel zum Mechatroniker. Meine Hobbies sind natürlich Motorsport, Nürburgring und Freunde treffen. Außerdem bin ich in der Formula Student an der FH Rüsselsheim aktiv.
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