Richtigstellung zum Artikel „Nürburgring: veraltete Technik und schlechte Kommunikation“


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Mein letzter Artikel hat ganz schön für Wind gesorgt, weswegen ich hier einige Sachen richtigstellen möchte.

Zunächsteinmal verbitte ich mir jedoch persönliche Angriffe und Drohungen. Mir zu drohen, bringt niemanden weiter und rückt das gesamte Sicherheitspersonal der Nordschleife in ein schlechtes Licht. Und nur weil ich nicht die letzten 46 Jahre an der Nordschleife tätig war heißt das nicht, dass ich mir kein Bild der Situation machen darf.

Zum Hintergrund:
Es ist so, dass es immer wieder Sportwarte, Fahrer und sonstige Teilnehmer an Rennen auf der Nordschleife gibt, die sich über die Standards der Streckensicherung beschweren. Diese Beschwerden habe ich zum Anlass genommen, im Rahmen des am Samstag geschehenen Unfalls – der im übrigen seitens der Race-Control und dem Veranstalter zum aktuellen Zeitpunkt als normaler Rennunfall gewertet wird – über Unstimmigkeiten und mögliche Probleme zu berichten. Zu Recherchezwecken stand mir nur ein kleiner Teil der Beteiligten zur Verfügung. Ein Gro hat sich mit Aussagen, wie „Ich möchte mich nicht äußern“ distanziert. Ich habe mich auf einzelne wenige Aussagen gestützt. Hier ist mir ein Fehler unterlaufen, der nicht passieren darf und mir auch nicht mehr passieren wird. Dafür möchte ich mich in aller Form entschuldigen.

Zur Richtigstellung:
Die VLN ist seit Jahren bestrebt, die Sicherheitsstandards an der Nordschleife auf ein hohes Niveau anzuheben. Dem ist es zu verdanken, dass der letzte schwere Unfall bereits über zwei Jahre zurückliegt. Ebenso ist die VLN mit größter Mühe bestrebt, Sportwarte und Streckensicherung im erforderlichen Maße zu schulen und auszubilden. Es ist also nicht richtig, dass hier zu wenig getan wird. Es ist aber auch so, dass man es nicht jedem recht machen kann und dass man nicht alle Maßnahmen auf einmal umsetzen kann. Ohne die Sicherheitsmaßnahmen wäre keine Veranstaltung am Nürburgring durchführbar.

Weiterhin ist es auch so, dass an den einzelnen Posten noch Telefonanlagen zur Verfügung stehen, die jedoch nur als Backup bzw. Notlösung zur Verfügung stehen sollen. Technisch sind alle Streckenposten mit modernem Digitalfunk ausgestattet. Auch gibt es bereits an unübersichtlichen Stellen LED-Lichtanlagen, die Fahrer über Gefahrensituationen unterrichten.

Ich möchte hier noch einmal hervorheben, dass ich zu keinem Zeitpunkt Sportwarte und Sicherheitskräfte und die VLN misskreditieren wollte. Grundsätzlich ist es jedoch so, dass es immer wieder verschiedene Ansichten geben wird. Allein hier wird es immer wieder schwierig werden, die Objetivität im erforderlichen Maße zu bewahren. Aber ich werde mir größte Mühe geben. Ich persönlich stelle mich für die kommenden zwei VLN-Läufe zur Verfügung und werde die Rennen an den Streckenposten begleiten und werde mir selbst ein Bild vom Geschehen machen.

Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
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