Alltag an der Strecke -Alles, nur nicht langweilig!

Nachdem die Test-/Einstellfahrten letzten Samstag nun die VLN-Saison einläuteten, verspricht es ein aufregendes Jahr zu werden. Das befürchtete Regenwetter blieb aus, bei üblicher Eifelwitterung mit leichten Niederschlägen trauten sich aber nur gefühlte 25 Fahrzeuge auf die Nordschleife. Auf der GP-Strecke war anscheinend mehr los, was sicherlich auch daran lag, daß sich kaum ein Team eine Woche vor dem ersten Lauf leisten kann einen Abflug mit Schaden zu reparieren.

Abgesehen von den M6 GT3, die ihre schnellen Runden abspulten fielen eigentlich nur noch die Bentleys auf. BMW arbeitet offensichtlich hart an dem hoffentlich 20. Sieg der 24h.

Für VLN 1 sind über 190 Fahrzeuge gemeldet. Es verspricht ein bunter Mix aller Klassen zu werden und somit ein aufregendes Rennen. Die Meldungen der Teams und Fahrer überschlagen sich im Minutentakt auf Facebook, und selbst als Gruppenadmin droht man in Informationen zu ertrinken. Kleine Farbtupfer wie der Manta im Feld erinnern an alte Zeiten.

Meine Freunde der Streckensicherung werde ich von früh am Morgen bis Rennende begleiten, ihnen über die Schulter schauen um zu berichten. Bei einem so großen Teilnehmerfeld und Saisonbeginn (nach der Winterpause hoch-/übermotivierte Fahrer) wird es sicher zu einigen Unfällen kommen, ich hoffe nur, daß es bei Materialschäden bleibt und die Streckensicherung, Staffel, RTW und andere Helfer wie E-Unit sicher ihren Dienst durchführen können. Die aktuelle Code 60 Regelung wird hoffentlich von den Piloten beachtet. Hierzu auch eine Bitte an die Fans rund um die Strecke: Veröffentlicht nicht immer sofort Videos oder Fotos von Unfällen, lasst die Sportwarte und Race-Control ihre Arbeit machen und belastet die Retter nicht noch mit Sensationsgeilheit und unnötigen Ratschlägen oder sogar Beleidigungen.

Während die Einstellfahrten im Gange waren, trafen sich einige Mitglieder des Benefiz Corso e.V. zur konstruktiven Beratung im Hotrod-Shop, es sei so viel verraten: Wir planen tolle Sachen für die Saison. Mit dabei waren Freunde die ich seit Jahren nun vom Nürburgring kenne und die ich schätze, aber auch einige neue sehr nette Menschen. Oft wird von der „VLN Familie“ gesprochen, ich sehe mehr die VLN-Freunde, denn die kann man sich raussuchen.

Daher auch mein Entschluss für die LSR-Freunde zu schreiben. Das erste persönliche Treffen mit Michael Brückner war leider nur kurz, aber wir verstanden uns vom ersten Moment. Seine Motivation und seinen Einsatz überzeugen mich um Euch als Leser der LSR-Freun.de Webseite mit meinen (bedeutungslosen) Gedanken in der Kolumne zu unterstützen. Eine tolle Idee von Ihm ist es das Thema E-Unit näher zu betrachten, es schließt sich nahtlos an meine Berichte zur Streckensicherung an. Michael und ich waren uns auch einig, daß meine Kolumnen-Beiträge frei von Werbeanzeigen bleiben, wie gehabt passiert alles von mir als Fan und nicht um etwas vom Kuchen ab zu haben.

In diesem Sinne wünsche ich allen eine „Freundschaftliche Saison“, weniger Intrigen und mehr Zusammenhalt und Zusammenarbeit auf und neben der Strecke. Mögen die Spiele beginnen!

Lutz Rodrigues