WEC: 6h-Nürburgring, ein fast perfektes Wochenende für Porsche

Das 6h-Rennen am Nürburgring hätte das perfekte Motorsportfestival für Porsche werden können. Lediglich der AF-Corse Ferrari mit der #51 war in der GTE Pro schneller, als die beiden Werksporsche Carrera RSR.

Foto:2017, SRS Stefan Schneider

Beim Heimrennen für den neuen Porsche RSR in der Sportwagenweltmeisterschaft am Nürburgring, gab es für die beiden neuentwickelten Porsche 911 RSR gleich zwei Podiumsplätze. In der hart umkämpften Klasse der GTE Pro Fahrzeuge konnte sich Richard Lietz und Frederic Makowiecki im Porsche mit der #91 den zweiten Platz und Michael Christensen und Kevin Estre mit der #92 vor 52000 Zuschauern den dritten Platz sichern.

Obwohl Michael Christensen im Porsche mit der #92 das Rennen von der Pole Position startete, konnte er seine Spitzenposition nicht behaupten und fiel noch in der ersten Runde nach einem Verbremser auf den vierten Platz zurück. Dafür rückte seine Teamkollege Frederic Makowiecki auf die zweite Position vor und ging später sogar in Führung. Bereits nach der ersten Boxenstopp-Runde, war die Qualifying-Reihenfolge wiederhergestellt. Kevin Estre im Porsche mit der #92 führte das stark besetzte GT Pro Feld erneut an. Sein Teamkollege Richard Lietz im #91er Porsche war derweil auf dem dritten Platz. Die Teamkollegen, wechselten im Rennverlauf, bedingt durch unterschiedliche Boxenstopp-Strategien noch mehr fach die Plätze, doch bis gut zur Hälfte der Renndistanz lag immer einer der beiden Porsche auf Platz eins in der GTE Pro Klasse. Das sollte sich erst ca. 2,5 Stunden vor Rennende ändern. Der Ferrari mit der #51 und James Calado am Steuer konnte den Porsche von Richard Lietz überholen, setzte sich damit auf Platz eins und gab die Position bis zur Zielflagge nicht mehr ab. Die beiden konstant schnellen Porsche 911 RSR konnten das Tempo des Ferrari nicht halten, waren aber in der Lage die Plätze zwei und drei souverän zu halten und sich vom Rest des GT-Feldes soweit abzusetzen, dass die beiden Podiumsplätze für Porsche bis Rennende nie ernsthaft in Gefahr waren. Auch die am Nürburgring berüchtigten Wetterkapriolen, blieben über die gesamten 6h aus und hatten keinen Einfluss auf den Ausgang des Rennens.

In der GTE-AM Klasse lief es dagegen perfekt für Porsche. Der 2015er Porsche Carrera RSR des Dempsey Proton Racing Teams feierte seinen ersten Klassensieg. Der Porsche mit der #77 und den Fahrern Matteo Cairoli, Christian Ried und

Foto:2017, SRS Stefan Schneider

Marvin Dienst fuhren ein fehlerfreies Rennen und sahen verdient die Zielflagge als Erste vor dem Aston Martin mit der #98. Bereits beim Saisonauftakt in Silverstone und beim 6h-Rennen in Spa konnte die Mannschaft um Patrick Dempsey mit einem dritten und zweiten Platz in der Klasse überzeugen.

Nimmt man den Doppelsieg von Porsche in der LMP1 Klasse dazu, kann man von einem nahezu perfekten Wochenende für Porsche am Nürburgring sprechen. Lediglich Platz 1 in der GT Pro hätte noch gefehlt um das Wochenende für Porsche perfekt zu machen. Dr. Frank-Steffen Walliser, Leiter Motorsport und GT-Fahrzeuge sagte dazu: „Wir haben heute ein ganz hervorragendes Rennen gefahren. In der GTE Pro Klasse ging es gewohnt eng zu. Am Ende waren es weniger als drei Zehntel Sekunden pro Runde die der Ferrari schneller war. Der Sieg für den neuen Porsche 911 RSR liegt damit in greifbarer Nähe.

Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Frank Ullrich ist seit seiner Kindheit begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Was liegt da näher, wie die beiden Hobbys miteinader zu verbinden. Sein erstes Rennen was er besucht hat war das 1000km Rennen 1971 am Nürburgring, dem dann unzählige Besuche bei vielen Rennen seitdem folgten. Anfangs ohne Kamera, ab Mitte der 90er Jahre dann mit Kamera. So richtig ersthaft wurde das Thema Motorsportfotografie dann erst mit der ersten digitalen Spiegelrflexkamera ab 2006. Seitdem wurden weit mehr als 100.000 Aufnahmen bei den verschiedensten Motorsportveranstaltungen aufgenommen, von denen sich viele in seinem großen Archiv befinden. Für Frank ist das Fotografieren ein guter Ausgleich zu seinem Beruf in der IT. neben dem Fotografieren interessiert sich Frank für alles was mit Fahrzeugen, Technik und Benzin zu tun hat.
Kategorie: NewsSchlagwörter: