Foto: D. Matschull

VLN – Erstes BMW Podium 2017 mit Falken Motorsport


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1 Jahr hat es gedauert, dass ein BMW M6 GT3 das Gesamtpodium in der VLN erklimmt. Und 18 Jahre dauerte es, bis Falken Motorsport wieder ganz oben auf dem Thron ankam.

Foto: D. Matschull
Den 4. Lauf der VLN – der 48. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy – wird so schnell keiner vergessen. Nachdem bereits am Donnerstag auch Land-Motorsport – als letztes verbliebenes Audi-Kundensporttteam seine Teilnahme am 4. VLN-Lauf absagte und alle Mercedes-Teams – ausgenommen Landgraf Motorsport – der Eifel fernblieben, sollte das Duell um die Spitze dieses Mal unter Porsche und BMW ausgetragen werden. Stef Dusseldorp und Jörg Müller setzten sich bei der 48. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy nach etwas mehr als vier Stunden durch und gewannen vor dem Manthey-Porsche #911 mit Romain Dumas und Richard Lietz am Steuer. Dritter wurde der Walkenhorst-BMW #100 von Christian Krognes, Michele Di Martino und Mathias Henkola. Geprägt wurde das Rennen vor allem vom Zweikampf Porsche gegen BMW.

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„Dieser Sieg ist etwas ganz Besonderes“, freute sich Jörg Müller. „Ich kenne das Falken-Team schon eine gefühlte Ewigkeit – die haben den Sieg wirklich verdient.“ Im Qualifying hatte das Falken-Duo mit Platz zwei den Grundstein für den Erfolg gelegt. Startfahrer Müller übernahm in Runde zwei die Führung. „Ich hatte danach in meinem ersten Stint Glück beim Überrunden, so dass ich mich an der Spitze absetzen konnte. Danach funktionierte der M6 wie ein Uhrwerk und unsere Strategie ging auf.“ Nicht zum ersten Mal hatte Falken Motorsport einen Sieg vor Augen, zuletzt beim VLN-Saisonauftakt. „Wir waren damals so nah dran“, sagte der Niederländer Dusseldorp, der in seinem fünften GT3-Rennen auf der Nordschleife den ersten Sieg feierte. „Umso schöner, dass es nun geklappt hat.“

Fünf Minuten fehlten den Porsche-Piloten zum Drittplatzierten. „Weder Frank noch ich haben eine Runde ohne Verkehr und Gelbphasen erwischt. Wir hätten sicherlich deutlich weiter vorne stehen können“, analysierte der Österreicher wenig später. „Wir haben als einziges Top-Fahrzeug vier Boxenstopps absolviert und waren zum ersten Mal mit einem neuen Reifenhersteller unterwegs. Da können wir mit Platz vier zufrieden sein. Natürlich hätten wir nach den vielen Führungsrunden gerne einen Pokal mit nach Hause genommen.“

Kein Glück für das Wochenspiegel-Team und mcchip-dkr

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Auch für die Exoten in der Serie lief es zunächst beeindruckend. So konnte der Renault R.S.01 des GTronix360° Team mcchip-dkr lange Zeit das Tempo der Spitzenklasse mitgehen, nachdem er vom 6. Platz das Rennen startete. Mit einer Zeit von 8:05.968 lag man lediglich 2,5 Sekunden hinter der Spitze. Zeitweise konnten Dieter Schmidtmann und Heiko Hammel sogar vor bis zum zweiten Platz fahren. Leider hatte das Team aus Mechernich auch dieses Mal das Glück nicht auf seiner Seite, weswegen man zur Hälfte des Rennens nach einem Unfall ausschied.

Auch für den Wochenspiegel-Ferrari verlief dieses Wochenende alles andere als erfolgreich. Nach dem Sieg des vergangenen Laufes waren die Ziele zwar hochgesteckt. Bereits nach einer halben Stunde mussten Krumbach, Weiss und Kainz das Fahrzeug nach einer gelbphasebedingten Unfallsituation im Kiesbett stehen lassen.

Erste KTM-Klassensieger: Ferdinand und Johannes Stuck

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Die ersten Sieger des beim vierten Lauf erstmals ausgeschriebenen KTM X-BOW Cup powered by Michelin heißen Ferdinand und Johannes Stuck. Die beiden Söhne von Rennlegende und DMSB-Präsident Hans-Joachim Stuck wurden mit einem Vorsprung von 4:26,812 Minuten vor den zweitplatzierten Nils Jung und Florian Wolf abgewunken. „Ein geiles Rennen mit einem geilen Auto, super Wetter und vielen Fans – was will man mehr“, so Johannes Stuck. Und auch Ferdinand Stuck zeigte sich begeistert: „Es hat irre Spaß gemacht, und man muss KTM zur Idee mit dem Cup einfach gratulieren: Mehr Leistung und Spaß bekommst du für das Geld sonst nirgendwo. Und dabei bin ich mir sicher, dass uns in diesem Jahr auch noch der Sprung unter die 20 schnellsten Teams gelingen wird.“

Adrenalin Motorsport verteidigt die Tabellenführung

Mit ihrem vierten Sieg im vierten Rennen haben Norbert Fischer, Christian Konnerth und Daniel Zils vom Pixum Team Adrenalin Motorsport ihre Tabellenführung verteidigt. Ihr Porsche Cayman war bei den VLN-Produktionswagen bis 3.000 ccm Hubraum erneut das Maß der Dinge.
Die VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring verabschiedet sich nach Lauf vier in die Sommerpause. Mit dem ROWE 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen steht am 19. August der Saisonhöhepunkte der weltweit größten Breitensportserie an.

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Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
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