728x90harmonyger.gif

VLN 2: Das war das 42. 4h-Rennen am Nürburgring

Am 08. März 2017 folgten 193 Teilnehmer den Rufen der VLN-Veranstalter und versammelten sich auf der beliebtesten und gefährlichsten Rennstrecke der Welt.

Scheid Honert Motorsport BMW 235i "Eifelblitz" - 42. DMV 4h-Rennen
Foto: Michael Brückner 2017
Für Manthey Racing gab es bereits den zweiten Gesamtsieg in dieser Saison zu feiern. Ebenso wie für Scheid-Motorsport und Thomas Jäger und seinen Kollegen Rudi Adams am Samstagabend der zweite Sieg im „Eifelblitz“ im BMW 235i Cup in Stein gemeiselt wurde. Thomas Jäger, nach dem Rennen erleichtert: „Das war ein perfektes Rennwochenende für uns. Pole Position mit der schnellsten Runde des Jahres und dann noch der zweite Sieg in Folge. […] Ich bin überglüclich, erneut einen Sieg im Eifelblitz auf der Nordschleife feiern zu können und hoffe, dass das Rennglück auch bei den nächsten Veranstaltungen anhalten wird.“

Frikadelli Racing Motul Porsche 911 GT3 - 42. DMV 4h-Rennen
Foto: Michael Brückner 2017
Ähnlich erfolgreich verlief das Rennwochenende auch für Jägers Landsmann Norbert Siedler im nagelneuen Frikadelli Racing Motul-Porsche 911 GT3 #31. Zwar war der Klassensieg in der SP9 noch in weiter Ferne, doch konnte Siedler zusammen mit Lucas Luhr zeigen, dass man die zwei Porschepiloten unbedingt im Auge behalten sollte. Nach einem perfekten Qualifying – nur wenige Hundertstel hinter der Pole Position – konnte Siedler, der insgesamt 21 von 28 Rennrunden fuhr, bereits in der ersten Kurve nach Start die Führung für sich behaupten. Insgesamt legte der GT-Profi 7 Führungsrunden hin, ehe er sein Arbeitsgerät in die Box steuerte. Mit Gesamtrang 7 – aufgrund einer nachträglichen Zeitstrafe fiel das Profi-Duo jedoch auf Platz 18 zurück – zeigte sich das Rennteam aus Barweiler insgesamt zufrieden.

Mathilda Racing VW Golf GTI TCR - 42. DMV 4h-Rennen
Foto: Michael Brückner 2017
Auch Mathilda Racing – in der TCR-Klasse unterwegs – konnten zwei Wochen nach dem erfolgreichen Saisonauftakt in der VLN Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring bereits ihren zweiten Sieg einfahren. Zwar fielen der Seat Leon und einer der Golfs technisch bedingt aus, bzw. zurück. Der VW Golf TCR mit der #802 lief hingegen problemlos und bescherte uns den zweiten TCR-Sieg im zweiten Rennen der Saison sowie den 39. Gesamtrang. Die schnellste Rennrunde aus dem Auftaktrennen konnte nochmals um zwei Sekunden unterboten werden. „Damit können wir sehr zufrieden sein“, so Michael. „Wir lernen mit jedem Rennen dazu.“

Nett Motorsport Peugeot 308 TCR  42. DMV 4h-Rennen
Foto: Michael Brückner 2017
Für die TCR-Neulinge von Nett-Motorsport endete das Wochenende ebenfalls auf dem Treppchen. Nach einem Ausfall im ersten Lauf, konnten die Mayener im zweiten Lauf der VLN einen ersten Einblick auf die Kraft und Ausdauer des kleinen Franzosen – dem einzigen Peugeot 308 TCR im gesamten Feld – geben. Angesichts der fehlenden 30 PS gegenüber der Konkurrenz aus Ingolstadt oder Wolfsburg, bewiesen die Brüder Achim und Jürgen Nett zusammen mit Briten Bradley Philbot einmal mehr, welche Leistung mit dem Löwen abrufbar ist. „Wir sind begeistert, es auf Platz 2 geschafft zu haben.“ sagte ein strahlender Jürgen Nett nach dem Rennen. „Einen ganz großen Anteil an diesem Erfolg hat dabei auch unsere Boxenmannschaft vom Autohaus Nett, die das Auto nicht nur zweimal souverän abgefertigt haben, sondern mit unglaublich viel Engagement erstklassig vorbereitet haben.“

„Wo Licht ist, ist auch Schatten“

TJ-Racing Team Opel Astra GSi "Olaf" - 42. DMV 4h-Rennen
Foto: Michael Brückner 2017
Nicht so erfolgreich verlief das Rennen jedoch für die Jungs von TJ-Racing. Zwar erreichten die Bornheimer mit dem Calibra ihr relativ tief gestapeltes Ziel – Ankommen – mit Pravour. Doch Olaf, der legendäre Astra, machte am Schwedenkreuz eine eher unbequeme Bekanntschaft mit den Leitplanken und schied aus. Nach ersten Schätzungen sind die Schäden am Fahrzeug so stark, dass auch ein Start beim ADAC Zurich 24h-Rennen aktuell in den Sternen steht.

VLN 2, 42. DMV 4h-Rennen, Kuepperracing BMW E90 325i Licopro
Foto: Michael Brückner 2017
Ebenfalls wenig erfolgreich verlief der 2. Lauf der VLN für Kuepperracing. Nachdem der Licopro BMW E90 bereits zur Einführungsrunde wieder in die Box zurückrollte, sollte für den markant silbergrünen BMW E46 „Kai-Uwe“ bereits wenige Minuten nach Rennstart alles vorbei sein. Nach einem Unfall in der Kurzanbindung konnte das Gefährt Carmen Groß, Martin Kroll und Bernd Küpper nur noch auf dem LKW zurück in die Box gebracht werden. „Irgendwie läufts dieses Jahr nicht…“ wird Teamchef Bernd Küpper beim Verladen des LKW noch vor Rennende zitiert.

Dodge RAM 1500 E-Unit - 42. DMV 4h-Rennen
Foto: Lutz Rodrigues Do Nascimento 2017
Noch mehr zu tun hatte zum 2. VLN Lauf die E-Unit. Neben unzähligen Ölspuren am Flugplatz, im Bereich Breitscheid und Exmühle, in der Höhenrainschikane und im Brünnchen hatten die Jungs auch einen brennenden Porsche im Breitscheid zu löschen und eine Unfall im Tiergarten, sowie einen Überschlag am großen Sprunghügel zu bergen. Alle Beteiligten sind jedoch unbeschadet den Fahrzeugen entkommen.

Die VLN geht nun bis zum 3. Lauf am 24. Juni 2017 in eine längere Pause. Am 22. April 2017 treffen wir einen Großteil der Teams jedoch zum Qualifikationsrennen des 24h-Rennens wieder. An Himmelfahrt – am 25.Mai 2017 – findet dann das legendäre ADAC-Zurich 24h-Rennen am Nürburgring statt.

Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
Kategorie: NewsSchlagwörter: