Foto: Supercars

Verrückt, Verrückter, Supercars in Newcastle


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Die Supercars verabschiedeten sich in Newcastle aus der Saison 2017 und das mit einem Rennwochenende über das man noch in 40 Jahren sprechen wird.

Ausgangslage:
Jamie Whincup reist als Tabellenführer mit 30 Punkten Vorsprung auf Scott McLaughlin an.

Rennen 1:

Foto: Supercars

DJR Team Penske Show im 1. Lauf der Supercars auf dem nagelneuen Stadtkurs in Newcastle! Scott McLaughlin gewinnt in seinem Ford Falcon vor seinem Landsmann und Teamkollegen Fabian Coulthard. Durch das fantastische Resultat gewann das DJR Team Penske auch den Titel in der Teamwertung – im dritten Jahr des Projekts mit Penske ist es der bislang größte Erfolg des Teams. Der dritte Platz geht an Tim Slade im Brad Jones Racing Holden Commodore.

Der Tabellenführer Jamie Whincup wurde nur 21.! In der 1. Rennrunde versuchte er den Nissan Altima von Michael Caruso zu überholen, doch er fuhr an einer Stelle neben den Nissan, wo man nicht überholen konnte. Als er dann neben der Linie war, wo kein Grip war, rutschte der Rekordmeister in seinem Red Bull Holden Racing Team Commodore in die Betonwand. Whincup zerstörte sich dabei die Lenkung an seinem Holden. Sein Team konnte den Commodore zwar noch reparieren, doch er erreichte das Ziel nur mit 13 Runden Rückstand.

Durch das Drama von Whincup sicherte sich McLaughlin auch die Führung in der Gesamtwertung. McLaughlin, der zum beliebtesten Fahrer der Serie gewählt wurde, würde mit 78 Punkten Vorsprung ins entscheidende Rennen gehen, eigentlich war das ein komfortabler Vorsprung, doch im Motorsport kann viel passieren (und um es vorweg zu nehmen, es passierte auch viel.)

In der 1. Rennrunde gab es, typisch Stadtkurs, einen Massenunfall. Dale Wood, Taz Douglas, Tim Blanchard, und Jason Bright kollidierten und verstopften den Kurs. Folgerichtig musste das Safety Car auf die Piste.

Die Schweizerin Simona de Silvestro war lange auf den Weg 5. zu werden und so ihr bestes Resultat in der Meisterschaft einzufahren, doch am Ende wurde die junge Dame aus Thun nur 20. Was war passiert? Nach einem Duell mit Tim Slade schlug die 29-jährige Frau in die Mauer ein und beschädigte sich ihren Nissan Altima schwer.

Ergebnis Rennen 1 (Top 10):

1. Scott McLaughlin – Ford Falcon
2. Fabian Coulthard – Ford Falcon
3. Tim Slade – Holden Commodore
4. Lee Holdsworth – Holden Commodore
5. David Reynolds – Holden Commodore
6. Chaz Mostert – Ford Falcon
7. Scott Pye – Holden Commodore
8. Nick Percat – Holden Commodore
9. Will Davison – Holden Commodore
10. Rick Kelly – Nissan Altima

Rennen 2:

Wer nach dem 1. Lauf dachte, dass es dramatischer nicht mehr geht und der Titel bereits an McLaughlin vergeben ist, der hat sich getäuscht. Die Supercars zeigten einen Titelkampf über den man noch lange sprechen wird.

Scott McLaughlin sicherte sich die Pole, doch kurz nach Rennstart ging das Pleiten, Pech und Pannen-Rennen für den beliebten Neuseeländer los. Da er zu schnell in der Box fuhr erhielt er eine Durchfahrtsstrafe. Diese Strafe lies ihn auf Rang 22 zurückfallen. Danach startete er eine Aufholjagd, ehe er im Kampf um Platz 11 mit Simona de Silvestro im Nissan Altima kollidierte und die Schweizerin umdrehte. Für diese Aktion erhielt er eine 15-Sekunden-Zeitstrafe, weswegen er auf Rang 23 zurückfiel. Er kämpfte sich in kurzer Zeit wieder nach vorne, ehe ein Safety Car auf den Kurs musste um Teile von dem Holden Commdore von James Courtney aufzusammeln. Beim Re-Start kollidierte McLaughlin mit Scott Pye und Jason Bright. Der Ford Falcon von McLaughlin war danach schwer beschädigt und gab Rauchzeichen von sich! McLaughlin musste 11. werden um sich den Titel zu sichern, wenn Jamie Whincup gewinnen sollte. Whincup gewann das Rennen auch und McLaughlin überquerte auch als 11. die Ziellinie, doch der DJR Team Penske-Pilot wurde trotzdem nicht Meister! McLaughlin sorgte in der vorletzten Runde dafür, dass Craig Lowndes in die Wand einschlug und sich die Aufhängung brach. Der Holden Commodore kreiselte daraufhin spektakulär vom Kurs. Für die Aktion gab es eine weitere Zeitstrafe für den jungen und schnellen Neuseeländer. Am Ende wurde er nur als 18. gewertet und Tränen der Trauer flossen am Ende beim 24-jährigen.

Foto: Supercars

Für Jamie Whincup hingegen ist es der 7. Titel in der Meisterschaft. Er festigt somit seinen Status als erfolgreichsten Fahrer in der Serie aller Zeiten!

Hinter dem Rekordmeister überquerten Shane van Gisbergen und David Reynolds als 2. und 3. platzierten die Ziellinie.

Ein sehr starkes Wochenende hatte auch Nissan nach einer weiteren durchwachsenen Saison. Rick Kelly und Michael Caruso beendeten das letzte Saisonrennen auf den Plätzen 4 und 5. im Hause Kelly Racing, welche die Altima werksseitig einsetzen, hofft man nun, dass man auch im Jahr 2018 so weiter machen wird.

Ergebnis Rennen 2 (Top 10):

1. Jamie Whincup – Holden Commodore
2. Shane van Gisbergen – Holden Commodore
3. David Reynolds – Holden Commodore
4. Rick Kelly – Nissan Altima
5. Michael Caruso – Nissan Altima
6. Nick Percat – Holden Commodore
7. Mark Winterbottom – Ford Falcon
8. Lee Holdsworth – Holden Commodore
9. Will Davison – Holden Commodore
10. Todd Kelly – Nissan Altima

Somit endet eine hochdramatische Saison in der australischen Topserie. Die neue Saison beginnt Anfang März in Adelaide. Auch über die Winterpause hinweg werden wir euch weiterhin über die Serie informieren.