In der GT-Masters sind die Würfel gefallen. BMW hat seine werksunterstützten Privatteams bereits verkündet. Schubert Motorsport ist in beiden Fällen nicht genannt.

Und Claudia Hürtgen – jahrelange Stammpilotin der Oscherslebener Mannschaft – fährt ab 2018 Corvette. Wie sieht es nun also um Schubert Motorsports sportliche Zukunft aus?

Ehrlich gesagt: Wir wissen es nicht. Professionelle Fachmagazine dichteten der Mannschaft um Teamchef Torsten Schubert bereits einen Markenwechsel hin zu Honda und einem möglichen Einsatz mit dem nagelneuen NSX GT3 an. Weiterhin munkelte man in der Vergangenheit in der Gerüchteküche über einen möglichen Einsatz eines Astra TCR.

Doch davon weiß man bei Schubert Motorsport nichts. Denn wir haben nachgefragt. Auch wenn man uns das Programm 2018 nicht verraten wollte, konnte man uns zumindest erklären, dass an den Gerüchten um den Honda NSX GT3, bei dessen Abholung in Hannover man gesehen worden sei, oder um den Astra TCR nichts dran sei. Auch Kissling Motorsport wusste nichts von einem solchen Einsatz, wie man uns auf Nachfrage bestätigte. Wer die Motorsportmannschaft kennt, weiß zudem, dass im Hintergrund ein gut florierendes BMW-Autohaus mit sechs Filialen in Mitteldeutschland steckt und die Schubert Motorsport GmbH „nur“ ein Tochterunternehmen ist.

Was nun aber ist der aktuelle Stand bei Schubert Motorsport? Am Telefon verriet uns die Pressesprecherin der ostdeutschen Kultmannschaft, dass man „zwei BMW M6 GT3 da stehen habe, die bewegt werden müssen.“ Die Möglichkeiten für den Einsatz des M6 Gt3 sind ja inzwischen manigfaltig. In der Blancpain GT Series war die Mannschaft 2014 und 2015 aktiv unterwegs. Damals bewegte man den legendären BMW Z4 GT3 um die internationalen Rennstrecken im Rahmen der Blancpain Sprint Series. Pilotiert wurde der Bolide von Dominik baumann und seinem Landsmann und damaligen Nachwuchsfahrer Thomas Jäger.

Schubert Motorsport BMW M6 GT3 ADAC Zurich 24h-Rennen 2017
Foto: Felix Maurer

In der VLN und beim N24h ist Schubert Motorsport eine nicht mehr wegzudenkende Ikone. Mit einem Rundenzeit von 7:59,045 Minuten sicherte man sich im BMW Z4 GT3 seinerzeit den schnellsten Umlauf auf dem Eifelrundkurs. 2016 und 2017 bestritt man den Eifelklassiker und die Langstreckenmeisterschaft mit dem BMW M6 GT3. Werksseitige Unterstützung erfuhr man seit eh und je.

Auch auf der Webseite der Mannschaft ist es aktuell ziemlich ruhig. Zwar gab es in den vergangenen Wochen ein kleines Update, in dem man die Verkaufsanzeige des GT-Masters M6 GT3 entfernte und alles für die neuerliche Saison aufhübschte. Dass die letzte Meldung jedoch vom 28. Mai 2017 – also nach dem 24h-Rennen am Nürburgring – veröffentlicht wurde, regt zum Nachdenken an. Zwar versucht das Social-Media Team mit allen Mitteln die Kommunikationskanäle der Mannschaft zu bedienen und postet fleißig auf Facebook und Instragram Bildchen. Doch lässt dauch das nicht den Schein trügen, dass es sehr ruhig um die Mannschaft geworden ist.

Weitere News der Kultmannschaft aus Sachsen-Anhalt sollen bald kommen. Das konnte man uns zusichern.

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Dieser Beitrag wurde von verfasst.

Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
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