Foto: 2017, Michael Brückner

Toyota startet in Le Mans aus der ersten Startreihe.


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Die Qualifikationsrennen von Le Mans sind abgeschlossen und Toyota hat seine Stärke erneut unterstrichen.

Foto: 2017, Michael Brückner
Nicht alleine, dass Toyota von den ersten beiden Startplätzen ins Rennen gehen wird, Kamui Kobayashi hat im zweiten Qualifying, nach einer 50- minütigen Unterbrechung aufgrund eines Unfalls der #33, der Ligier des Teams Eurasia, eine neue Fabelzeit auf den Circuit de la Sarthe gezaubert.

In einer perfekten Runde fuhr der Japaner mit dem Toyota TS050 Hybrid #7 (Stéphane Sarrazin/ Kamui Kobayashi/ Mike Conway) in sagenhaften 3:14,791 um den Kurs. Damit ist der bisherige Rekord von Neel Jani aus dem Jahr 2015 um mehr als 2 Sekunden unterboten worden.
Es gab in der Geschichte von Le Mans bisher nur eine Qualifying-Zeit die noch schneller war. Diese wurde von dem Mexikaner Pedro Rodriguez 1971 auf einem Porsche 917K Langheck gefahren. Rodriguez fuhr damals eine 3.13.9, allerdings noch auf dem alten Kurs in Le Mans, bei der die lange Gerade (les Hunaudières) noch nicht durch Schikanen eingebremst war. Für Toyota ist dies die dritte Pole Position in Le Mans nach 1999 und 2014.
Auf Platz zwei konnte sich mit einer 3:17.128, der zweite Toyota mit der #8 (Davidson/Buemi/Nakajima), gefahren von Kazuki Nakajima in der dritten Qualifying Session platzieren. Die #8 sorgte zu Beginn des zweiten Qualifyings zunächst für besorgte Gesichter in der Toyota Box, nachdem Kazuki Nakajima, das Auto zunächst aufgrund eines Öldruckverlustes an der Strecke abstellen musste. Es gelang ihm jedoch das Fahrzeug mit Hilfe des Hybrid Antriebes zurück an die Box zu bringen, wo die Toyota Mechaniker in Rekordzeit den Wechsel des 2,4 Liter – V6 Motors vorgenommen haben.
Nicht so gut lief es im Qualifying für die beiden Porsche 919 HybridDer Porsche 919 Hybrid wurde für die WM 2017 umfassend überarbeitet. 60 bis 70 Prozent des Le-Mans-Prototyps sind Neue.... Sie belegten nach dem Qualifying die Plätze drei und vier. Dabei kam der Porsche mit der #1 (Jani/Lotterer/ Tandy) mit einer Zeit von 3:17.259 auf den dritten Platz und der Porsche mit der #2 (Bernhard/Bamber/Hartley) fuhr mit einer Zeit von 3:18.067 Minuten auf Platz 4. Jani musste den Porsche mit der #1 gegen Ende des dritten Qualifyings wegen Problemen mit einer zu hohen Öltemperatur ebenfalls an der Strecke abstellen.
In einem Interview mit Eurosport sagte Timo Bernhard, dass sie in Summe mit der Leistung des Autos sehr zufrieden wären und guter Dinge für das bevorstehende Rennen sind.
Keine perfekte Runde erwischte der Toyota mit der #9 (Lapierre/Kunimoto/Lopez) und steht nach einer Zeit von 3:18.625 Minuten von der fünften Position. Der ByKolles -CLM #4 (Webb/Kraihamer/Bonanomi), blieb mit einer Zeit von 3:24.170 Minuten noch unterhalb der schnellsten Zeit der LMP2 Fahrzeuge.

Rekorde auch in der LMP2

Foto: 2017, Frank Ullrich
Aber auch in der LMP2 wurden Rekorde gefahren. In der stark besetzten Klasse der kleineren LMP Fahrzeuge wurden die Rekordzeiten fast im Minutenabstand eingestellt. Am Ende stellte Alex Lynn den G-Drive Oreca Gibson 07 mit der #26 mit einer 3:25:352 Minuten auf den ersten Startplatz der LMP2 Klasse. Lynn teilt sich das Auto beim Rennen mit Roman Russinow und Pierre Thiriet. Auf Platz zwei fuhr das Team Manor Auto mit der #25 (Gonzales/Trummer/Petrow). Petrow fuhr dabei eine Zeit von 3:25:549 Minuten. Auf den dritten Platz konnte der Chinese Tung den Oreca des Teams DC Racing mit einer 3:25.911 Minuten platzieren. Die geringen Abstände der Rundenzeiten in dieser Klasse zeigen sehr gut wie gering der Leistungsunterschiede in dieser Klasse sind. Bemerkenswert auch, wie schon bereits beim ersten Testtag gehen Platz 1-13 an Fahrzeuge von Oreca und demonstrieren eindrucksvoll die Überlegenheit dieses Chassis.

Aston Martin überlegen in der GTE PRO

Foto: 2017, Horst Bernhard
Nicht nur in der LMP2 Klasse herrscht eine bemerkenswerte Leistungsdichte. Fast noch enger ging es bei den Qualifyings in der Klasse der GTE PRO Fahrzeuge zu. So wurde in dieser Klasse praktisch fast bis zur letzten Minute, der dritten Qualifying Session um die Pole gekämpft. Am Ende konnte Darren Turner mit einer 3:50.837 Minuten den Aston Martin mit der Nummer #97 (Turner/Adam/Serra) auf Startplatz eins in der GTE Pro Klasse platzieren. Platz zwei geht an den AF-Corse Ferrari 488 GTE mit der #51 (Calado/Pier Guidi/Rugolo). Platz 3 geht mit einer Zeit von 3:51:038 an den zweiten Aston Martin mit der #95. Turner holte mit seiner Pole-Zeit ebenfalls einen neuen Rekord in der GTE PRO Klasse. Als schnellster Ford startet die #69 (Briscoe/Dixon/Westbrook) von Startplatz 5. Die schnellste Corvette, das Auto mit der #63 (Magnusen/Garcia/Taylor) geht von Startplatz 6 aus noch vor dem schnellsten Porsche 911 RSR, der #92 (Christensen/Estre/Werner) an den Start.

Larbre Art Car auf Pole in der GTE AM

-2017, Horst Bernhard
Bei den GTE AM Fahrzeugen konnte das Team Larbre Competition die Corvette C 7R „Art Car“, die in diesem Jahr von dem Art Künstler Ramzi Adek ein ganz besonderes Design erhalten hat, auf Platz eins positioniert werden. Damit liegt die Corvette vor dem Aston Martin mit der #98 (Lamy/Dalla Lana/Lauda) und dem Ferrari 488 GTE des Teams Scuderia Corsa Ferrari #62 (Bell/ Sweedler /McNeil). Bemerkenswert ist die vierte Position des Dempsey/Proton Porsche 911 RSR #77 (Ried/Cairoli/Dienst). Bei dem Fahrzeug handelt es sich um ein Fahrzeug aus dem Jahr 2015 zudem fahren mit Cairoli und Dienst zwei Le Mans Rookies auf dem Auto.

Wir können uns für das Rennen, dass am Samstag um 15:00 gestartet wird, auf ein sehr spannendes Rennen mit einer bisher nicht dagewesenen Leistungsdichte freuen, was sicher viel Spannung bieten dürfte. Eurosport überträgt ab Samstag 9:00 Uhr live aus Le Mans.

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Frank Ullrich ist seit seiner Kindheit begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Was liegt da näher, wie die beiden Hobbys miteinader zu verbinden. Sein erstes Rennen was er besucht hat war das 1000km Rennen 1971 am Nürburgring, dem dann unzählige Besuche bei vielen Rennen seitdem folgten. Anfangs ohne Kamera, ab Mitte der 90er Jahre dann mit Kamera. So richtig ersthaft wurde das Thema Motorsportfotografie dann erst mit der ersten digitalen Spiegelrflexkamera ab 2006. Seitdem wurden weit mehr als 100.000 Aufnahmen bei den verschiedensten Motorsportveranstaltungen aufgenommen, von denen sich viele in seinem großen Archiv befinden. Für Frank ist das Fotografieren ein guter Ausgleich zu seinem Beruf in der IT. neben dem Fotografieren interessiert sich Frank für alles was mit Fahrzeugen, Technik und Benzin zu tun hat.
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