Foto: Supercars

Supercars: Reynolds/Youlden gewinnen Regenchaos


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Das Bathurst 1000 hielt was es versprach und bot eine gigantische Regenshow.

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Regen. Das erste mal in der Supercars Saison 2017. Und das ausgerechnet kurz vorm Start vom größten Rennen des Jahres auf der schnellsten und gefährlichsten Strecke des Jahres. Das versprach eine Ausgangssituation voller Action und Dramatik und der geneigte Fan wurde nicht enttäuscht, denn die Supercars boten die bislang beste Show des Jahres.

Nach über 7 Stunden und viel Kleinholz standen die Sieger fest: David Reynolds und Luke Youlden triumphieren im Holden Commodore von Erebus. Für beide ist es der erste Sieg beim legendären Rennen auf dem Mt. Panorama Circuit. Für Erebus ist es ebenfalls der erste Triumph bei wichtigsten Autorennen von Australien, man konnte zuvor aber bereits das 12h Rennen an selber Stelle gewinnen, somit ist man nach Tekno das 2. Team welches beide Rennen gewinnen konnte.

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Rang 2 geht an das Walkinshaw Racing Duo Scott Pye und Warren Luff. Für Pye ist es das Highlight einer bislang katastrophalen Saison. Das Podium wird schlussendlich komplettiert von Fabian Coulthard und Tony D´Alberto im DJR Team Penske Ford Falcon. Die größte Überraschung kommt aber auf Platz 4 – Dale Wood und Chris Pither im 2. Erebus Holden. Praktisch niemand hätte Wood so ein starkes Ergebnis zugetraut.

Zum Start bewies das komplette Feld hohe Disziplin. Es gab, bis zum Schlussviertel keine wirklich heftigen Einschläge – dafür danach umso mehr – und nur Ausrutscher. Und das, obwohl jeder bei den Bedingungen mit dem großen Chaos rechnete.

Ungefähr zur Rennmitte gab es eine Safety Car Phase, da ein Känguru auf der Strecke war. Klingt kurios, aber in Bathurst keine Seltenheit. In der Geschichte des Rennens gab es schon häufiger schwere Unfälle nachdem Fahrer das beliebte australische Tier trafen und das sind Bilder, die kein Motorsportfan und auch kein Tierfreund sehen möchte.

Drama zur Rennhälfte auch für Scott McLaughlin, der Tabellenführer, welcher sich das Auto mit dem ehemaligen DTM-Piloten Alexandré Premat aus Frankreich teilt, musste seinen DJR Team Penske Ford Falcon aufgrund von Motorproblemen abstellen.

Als es zum Rennende hin anfing abzutrocknen, wurden die Streckenbedingungen kriminell. James Moffat (zweimal), James Courtney, Garth Tander, Simona de Silvestro, Mark Winterbottom und auch Regenspezialist Nick Percat parkten ihre V8-Bolide teilweise heftig in der Streckenbegrenzung. Nach einer Safety Car Phase brach beim Restart das absolute Chaos aus, als vorm Restart Shane van Gisbergen und Garth Tander auf den Plätzen 1 und 2 ihre Fahrzeuge neben die Strecke beförderten und dann in der 1. Kurve Garth Tander mit Chaz Mostert aneinander geraten. Shane van Gisbergen hatten einige Runden später einen weiteren Aha-Moment, als er im Chase bei fast 300 km/h die Kontrolle über seinen Holden Commodore verlor und mit Karacho ins Kiesbett beförderte. Dabei zerstörtes ich der amtierende Meister einen Reifen und kämpfte sich innerhalb von wenigen Runden wieder auf Platz 5 nach vorne.

Ergebnis Bathurst 1000:

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1. David Reynolds/Luke Youlden – Holden Commodore
2. Scott Pye/Warren Luff – Holden Commodore
3. Fabian Coulthard/Tony D´Alberto – Ford Falcon
4. Dale Wood/Chris Pither – Holden Commodore
5. Shane van Gisbergen/Matt Campbell – Holden Commodore
6. Michael Caruso/Dean Fiore – Nissan Altima
7. Todd Kelly/Jack Le Brocq – Nissan Altima
8. Jason Bright/Garry Jacobson – Ford Falcon
9. Tim Slade/Andre Heimgartner – Holden Commodore
10. Chaz Mostert/Steve Owen – Ford Falcon
11. Craig Lowndes/Steven Richards – Holden Commodore
12. Tim Blanchard/Todd Hazelwood – Holden Commodore
13. Rich Helly/David Wall – Nissan Altima
14. Will Davison/Jonathon Webb – Holden Commodore
15. Alex Rullo/Alex Davison – Holden Commodore
16. Cameron Waters/Richie Stanaway – Ford Falcon
17. Aaren Russell/Taz Douglas – Holden Commodore
18. Garth Tander/James Golding – Holden Commodore
19. James Courtney/Jack Perkins – Holden Commodore
20. Jamie Whincup/Paul Dumbrell – Holden Commodore
DNF Nick Percat/Macauley Jones – Holden Commodore
DNF Mark Winterbottom/Dean Canto – Ford Falcon
DNF Simona de Silvestro/David Russell – Nissan Altima
DNF James Moffat/Richard Muscat – Holden Commodore
DNF Lee Holdsworth/Karl Reindler – Holden Commodore
DNF Scott McLaughlin/Alexandré Premat – Ford Falcon

Das Ergebnis hat auch Auswirkungen auf den Meisterschaftsstand, denn Scott McLaughlin verliert seine Tabellenführung, welche sein DJR Team Penske Fabian Coulthard (2431 Punkte) übernimmt. Dann kommt Jamie Whincup (2340 Punkte), ehe dann erst der neudeeländische Pechvogel McLaughlin (2334 Punkte) kommt.