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Supercars: Red Bull Siege in Neuseeland – Coulthard kopfüber


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Wochenendzusammenfassung der Supercars in Pukekohe.

Am Wochenende fuhren die Supercars in Pukekohe. Auf der enorm schnellen und gefährlichen Strecke in Neuseeland lieferten die Supercars zwei Rennen ab, welche es sich gewaschen hatten.

Übersicht Rennen 1:

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Shane van Gisbergen im Red Bull Holden Racing Team Commodore gewinnen den 1. Lauf der Supercars in Neuseeland. Für van Gisbergen war es ein Sieg beim Heimspiel, der amtierende Meister kommt ca. 50 km von der Strecke entfernt her. Hinter dem Holden komplettieren die beiden Ford Falcon von Mark Winterbottom und Scott McLaughlin die Top 3.

Nach der Zieldurchfahrt begeisterte „The Giz“ die Fans mit einer spektakulären Burnout- und Donutshow, wobei er sich seinen Holden Commodore am Chassis und Motor beschädigte. Sein Teammanager Mark Dutton meinte danach ungläubig, dass van Gisbergen komplett durchgedreht ist und die Mannschaft eine Nachtschicht haben wird.

Einen großen Rückschlag im Titelkampf erlitt der DJR Team Penske-Pilot Fabian Coulthard. Nach einer Kettenreaktion überschlug sich der Neuseeländer bei seinem Heimspiel. Ausgelöst wurde die Kettenreaktion von Chaz Mostert. Mostert attackierte David Reynolds, kollidierte mit dem Erebus Holden von David Reynolds und drückte den Holden in die Wiese. Nach der Berührung verschaltete sich Mostert und konnte nicht wie gewohnt aus der Kurve herausbeschleunigen. Nachdem zwei Fahrzeuge an Mostert und Reynolds vorbeischlüpften versuchte es auch Coulthard. An seinem Ford-Markenkollegen Chaz Mostert kam er noch vorbei, kollidierte dann aber mit Reynolds. Beide Fahrzeuge kreiselten daraufhin von der Strecke. Während Reynolds nur leicht in die Barriere ein.  Der Ford von Coulthard schaukelte sich daraufhin im Kiesbett auf und überschlug sich nach einem Kontakt mit dem Reifenstapel und blieb auf dem Dach seines Ford Falcon liegen. Coulthard, ein 35-jährige Neuseeländer welcher in Großbritannien geboren wurde, blieb aber unverletzt. Sein Bolide wurde allerdings stark beschädigt, konnte aber mit Hilfe von Konkurrenzteams und Teams aus der neuseeländischen Tourenwagenmeisterschaft wieder aufgebaut werden für das Sonntagsrennen.

Geprägt wurde das Rennen vom Wetter. Das Qualifying musste wegen Starkregen abgesagt werden, während im Rennen immer wieder Regentropfen herunterkamen und die Highspeedstrecke in eine Strecke verwandelte, welche rutschig wie Eis war. Im Rennverlauf besuchten immer wieder Fahrzeuge das Gras und das Kiesbett, einigen berührten sogar leicht den Reifenstapel.

Ergebnis Rennen 1 Top 10:

  1. Shane van Gisbergen – Holden Commodore
  2. Mark Winterbottom – Ford Falcon
  3. Scott McLaughlin – Ford Falcon
  4. Jamie Whincup – Holden Commodore
  5. Jason Bright – Ford Falcon
  6. Tim Slade – Holden Commodore
  7. Garth Tander – Holden Commodore
  8. Craig Lowndes – Holden Commodore
  9. Cameron Waters – Ford Falcon
  10. Lee Holdsworth – Holden Commodore

Übersicht Rennen 2:

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Auch der 2. Lauf in Pukekohe endet mit einem Sieg des Red Bull Holden Racing Teams. Rekordmeister Jamie Whincup gewinnt vor seinem Hauptrivalen im Titelkampf, Scott McLaughlin. Cameron Waters in einem PRA Ford Falcon komplettiert das Podest.

Whincup ist somit auch Sieger der Jason Richards Memorial Trophy, welche an den punktbesten Piloten des Rennwochenendes in Pukekohe geht. Richards war ein neuseeländischer Supercars-Pilot, welcher 2011 im Alter von 35 Jahren an Krebs starb. Bis wenige Monate vor seinem Tot war der Publikumsliebling noch im Rennwagen unterwegs. 2011 war er trotz seines Nebennierenrindenkarzinoms noch bei den Showrennen im Rahmen der Formel 1 in Melbourne als zweiter aufs Podest – einer der emotionalsten Momente in der Geschichte der Serie.

Prodrive Racing Australia (kurz PRA) erlebte zu Rennbeginn bereits ein Drama. Cameron Waters attackierte in der 1. Rennrunde aggressiv seine Teamkollegen Chaz Mostert und Mark Winterbottom, welche in Folge kollidierten und ihre Rennen ruinierten. In der Kettenreaktion kollidierten ebenfalls Will Davison, Lee Holdsworth und James Courtney.

Titelkandidat und Laufsieger am Samstag, Shane van Gisbergen, kollidierte in der Boxeneinfahrt heftig mit Tim Slade und beschädigte sich seinen Holden Commodore schwer.

Ergebnis Rennen 2 Top 10:

  1. Jamie Whincup – Holden Commodore
  2. Scott McLaughlin – Ford Falcon
  3. Cameron Waters – Ford Falcon
  4. Craig Lowndes – Holden Commodore
  5. Fabian Coulthard – Ford Falcon
  6. Garth Tander – Holden Commodore
  7. Chaz Mostert – Ford Falcon
  8. Jason Bright – Ford Falcon
  9. James Moffat – Nissan Altima
  10. Scott Pye – Holden Commodore

In der Gesamtwertung führt vor dem Saisonfinale in Newcastle Jamie Whincup hauchdünn vor Scott McLaughlin. Insgesamt reisen fünf Piloten mit Titelchancen zum Saisonfinale. Den Tabellenstand beleuchten wir noch einmal ausführlich in den kommenden Tagen vor dem Finale.