Am vergangenen Wochenende absolvierten die Supercars zwei 300 Kilometer Rennen in Surfers Paradise.

Der Stadtkurs in Surfers Paradise ist durch die ChampCar und IndyCar Rennen weltberühmt – auch die Supercars fahren dort. Am vergangenen Wochenende war es wieder so weit. Beim Abschluss des Pirtek Endurance Cup fuhr man auf dem Kurs am Samstag und Sonntag je ein 300 Kilometer Rennen.

Rennen 1 Supercars Surfers Paradise:

Foto: Supercars

Kaum waren die Fahrzeuge von der Regenschlacht in Bathurst getrocknet, wurden sie am Samstag an der Gold Coast erneut durchnässt. Der Regen verwandelte den Stadtkurs (der schon im Trockenen knifflig ist) in ein gefährliches und vor allem rutschiges Geläuf. Chaz Mostert und Steve Owen triumphierten am Ende des Tages. Auch eine Kollision mit Paul Dumbrell, welche die linke Tür schwer beschädigte, hielt das Prodrive Racing Australia Duo nicht vom siegen ab. Cameron Waters und Richie Stanaway in einem weiteren Prodrive Racing Australia Ford Falcon sowie Tim Slade und Andre Heimgartner in einem BJR Holden Commodore komplettierten die Top 3.

Paul Dumbrell erhielt für den Rammstoß gegen Steve Owen eine 15-Sekunden-Zeitstrafe, so dass er und Jamie Whincup im Red Bull Holden Racing Team Holden Commodore am Ende nur 6. wurden.

Wie schon zuletzt in Bathurst fiel das Feld mit einer großen Disziplin auf. Es gab kaum Unfälle, obwohl es auf dem ultraschnellen Stadtkurs direkt an der Gold Coast praktisch keine Auslaufzonen gibt.

Einen Tag zum vergessen hatte das DJR Team Penske. Scott McLaughlin/Alexandre Premat werden 12. Fabian Coulthard/Tony D´Alberto im Schwesterwagen nur 19.

Ergebnis (Top 10) des ersten Rennens

  1. Chaz Mostert/Steve Owen – Ford Falcon
  2. Cameron Waters/Richie Stanaway – Ford Falcon
  3. Tim Slade/Andre Heimgartner – Holden Commodore
  4. Shane van Gisbergen/Matt Campbell – Holden Commodore
  5. Michael Caruso/Dean Fiore – Nissan Altima
  6. Jamie Whincup/Paul Dumbrell – Holden Commodore
  7. Craig Lowndes/Steven Richards – Holden Commodore
  8. Mark Winterbotton/Dean Canto – Ford Falcon
  9. Jason Bright/Garry Jacobson – Ford Falcon
  10. Rick Kelly/David Wall – Nissan Altima

Rennen 2 Supercars Surfers Paradise:

Foto: Supercars

Zum Lauf am Sonntag gab es einen Wetterwechsel um 180°. Während es am Samstag am Traumstrand grau und nass war, zeigte sich das Paradies der Surfer am Sonntag von seiner besten Seite.

Scott McLaughlin/Alexandre Premat zeigten nach dem schlechten Rennen am Samstag eine Rückmeldung im Titelkampf. Vom 13. Startplatz kämpfte sich das Französisch-Neuseeländische-Duo im DJR Team Penske Ford Falcon zum Sieg nach vorne. Das Duo siegte vor den beiden Red Bull Holden Racing Team Commodores von Jamie Whincup/Paul Dumbrell sowie dem Schwesterwagen von Shane van Gisbergen/Matt Campbell. Der TeamVortex Holden (welcher wie die beiden Red Bull Autos von Triple Eight eingesetzt wird) von Craig Lowndes/Steven Richards komplettiert die Top 4.

Ein Rennen zum vergessen hatte das Erebus Duo David Reynolds/Luke Youlden, welche vor 2 Wochen noch das Bathurst 1000 gewinnen konnte. Im 14. Umlauf schlug Youlden in der Beach Schikane heftig ein und beschädigte so die rechte Seite des Erebus Holden Commodore schwer.

Nur 6 Umläufe später gab es erneut Schrott auf dem Traditionskurs. Richard Muscat drehte in seinem GRM Holden den Nissan von David Russell um (welchen er sich mit der Schweizerin Simona de Silvestro teilt). In den Holden von Moscat krachte dann auch noch Alex Davison in einem weiteren Holden hinein, da er nicht ausweichen konnte.

Ergebnis (Top 10) des zweiten Rennens:

  1. Scott McLaughlin/Alexandre Premat – Ford Falcon
  2. Jamie Whincup/Paul Dumbrell – Holden Commodore
  3. Shane van Gisbergen/Matt Campbell – Holden Commodore
  4. Craig Lowndes/Steven Richards – Holden Commodore
  5. Mark Winterbotton/Dean Canto – Ford Falcon
  6. James Courtney/Jack Perkins – Holden Commodore
  7. Chaz Mostert/Steve Owen – Ford Falcon
  8. Lee Holdsworth/Karl Reindler – Holden Commodore
  9. Fabian Coulthard/Tony D´Alberto – Ford Falcon
  10. Nick Percat/Macauley Jones – Holden Commodore

In der Gesamtwertung hat Jamie Whincup die Spitze übernommen. Der Rekordmeister hat 17 Punkte Vorsprung auf Fabian Coulthard und weitere 110 auf Scott McLaughlin. Auch Chaz Mostert auf der 4. Stelle kann sich noch Chancen auf den Titel ausrechnen.

Chaz Mostert/Steve Owen im Prodrive Racing Australia Ford Falcon sind die Gewinner des Pirtek Endurance Cup. Weiter geht es mit den Supercars in 2 Wochen auf dem Highspeedkurs in Pukekohe – in Neuseeland wird man das einzige Auslandsrennen der 2017er Saison ausrichten.

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Als wandelndes Motorsportlexikon hat Jonas seine Nase überall drinstecken, wo Motorsport drauf steht. Neben seinem Interesse für GT-Fahrzeuge - hier ist sein eigenes Magazin GT-place.com zu empfehlen - hat Jonas vorallem ein Fabel für den Breitensport wie die VLN oder NES500, die WEC oder Tourenwagensport wie die Supercars.
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