Foto: M. Brückner

Spa 24h 2017 – Platz 2 in der Am Klasse für Rinaldi Racing – Pech für Norbert Siedler


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Für Rinaldi Racing ging es am Wochenende zum Highlight des Jahres die 24 Stunden Spa-Francorchamps. Bei dem Klassiker in den Ardennen setzte das Team aus Mendig zwei Ferrari 488 GT3 ein.

Foto: M. Brückner
Die Lenkradarbeit auf der Startnummer 333 in der ProAm Klasse teilten sich Alexander Mattschull, Rinat Salikhov, Matteo Malucelli und Norbert Siedler. Das Schwesterauto mit der #488 in der Am Klasse wurde von Pierre Ehret, Rino Mastronardi, Patrick Van Glabeke und Gabriele Lancieri pilotiert.

Nachdem es anfangs der Woche noch teilweise stark geregnet hatte, konnten sich alle ab Donnerstag über etwas Sonne freuen. Schon im Pre-Qualifying konnte die #333 eine gute Rundenzeit vorlegen und belegte den zweiten Gesamtplatz. Am Abend ging es dann ums Ganze: das Qualifying und das Nacht-Qualifying standen auf dem Programm. Am Ende reichte es für die #333 für Platz sieben in der ProAm Klasse und für die #488 für Platz drei in der Am Klasse. Der Wettbewerb beim vierten Lauf der Blancpain Endurance Series ist auch hier sehr hart. Die ersten 36 Fahrzeugen qualifizierten sich innerhalb einer Sekunde und das bei einem Starterfeld von 63 Fahrzeugen.

Am Samstag um 16.30 Uhr startete das Starterfeld in das 24 Stunden Rennen. Norbert Siedler erwischte auf der #333 einen guten Start und konnte sich auf Platz fünf in der Klasse vorarbeiten. Auch Rino Mastronardi auf der #488 konnte am Anfang einige Konkurrenten überholen und versuchte gleich die Jagd auf die vor ihm Platzierten in der Am Klasse aufzunehmen. Nach der ersten Stunde konnte die #333 einen beachtlichen dritten Platz in der ProAm Klasse vorweisen. Mastronardi hielt den dritten Platz in der Klasse inne und verringerte den Abstand zu seinen direkten Konkurrenten.

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Aber nach nur etwas mehr als vier Stunden die Schocknachricht für die #333. Rinat Salikhov gab über Funk durch, dass er keinen Vortrieb mehr hätte. Da er nicht mehr weiterfahren konnte, bedeutete dies das Ende des Rennens für den grün-gelben Ferrari. Ein sehr bitterer Rückschlag, da man auf einem sehr guten Weg war. „In der ersten Runde konnte ich fünf Positionen gewinnen. Danach hat sich alles sortiert und es war ein ruhiger erster Stint. Nach etwas mehr als einer Stunde habe ich das Fahrzeug auf Platz 27 an Rinat übergeben“, beschreibt Norbert Siedler.

Rinat Salikhov hatte plötzlich keinen Vortrieb mehr und musste das Fahrzeug abstellen. „Irgendein Teil im Antriebsstrang ist kaputt gegangen“, erklärte der Tiroler unmittelbar im Anschluss an den Ausfall.

Mit dem Rennverlauf bis zum Ausfall dagegen war Norbert Siedler sehr zufrieden: „In der Pro-Am-Klasse müssen die beiden Gentleman-Fahrer jeweils vier Stunden fahren, davon hätten wir nach fünf Stunden schon die Hälfte geschafft. Es war geplant, dass Matteo und ich die Nacht komplett durchfahren, um viel Boden gut zu machen. Vom Speed her hätten wir auf jeden Fall um das Klassenpodium kämpfen können.“

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Bei der #488 lief der italienische Bolide ohne Probleme. Die Fahrer wechselten sich bei den Stints ab und die Boxenstopps der Mechaniker verliefen ohne Probleme. Dann aber kurz bevor es ganz dunkel wurde, begannen einige Regentropfen auf die Strecke zu fallen. Aber noch nicht genug für einen Wechsel auf Regenreifen. Dennoch blieb das Team wachsam. Denn nur einige Zeit später fing es wirklich an zu regnen. Fahrer und Team reagierten sofort und kamen zu einem Stopp von Slicks auf Regenreifen in die Box. Nach einiger Zeit wechselten die Wetterbedingungen wieder und die Strecke trocknete langsam ab.

Am Morgen ging Patrick Van Glabeke auf Platz zwei in der Am Klasse liegend auf die Strecke. Kurz vor Ende seines Stints meldete er per Funk einen Reifenschaden hinten rechts. Zum Glück befand er sich fast am Ende der Strecke, so dass er sofort die Box ansteuern konnte. Schnell wurde der Reifen gewechselt und das Fahrzeug wieder auf die Strecke geschickt. Bei dem darauffolgenden Stopp musste die #488 jedoch etwas länger vor der Box stehen, damit die Mechaniker noch einmal hinten rechts alles überprüfen konnten. Somit landete die #488 einige Stunden vor Schluss auf Platz 3 in der Am Klasse.

Die letzten zwei Stints übernahm Rino Mastronardi. Nun begann die Aufholjagd auf Platz zwei. Die Stunde des italienischen Rennfahrers hatte geschlagen: durch Top-Rundenzeiten und tollen Überholmanövern konnte er sich eine Stunde vor Schluss den zweiten Platz in der Am Klasse zurück erobern. Mastronardi behielt den Platz dann auch bis zum Ende des 24 Stunden Rennens und wurde vom Team bejubelt, als er als auf Gesamtplatz 25 die Ziellinie überquerte.

Michele Rinaldi: „Ein super Ergebnis für die #488! Die Fahrer haben alle eine konstante Leistung abgerufen und Rino hat einen super Job abgeliefert. Es ist sehr schade, dass wir die #333 so früh verloren haben, da wäre bestimmt noch etwas gegangen. Vielen Dank an das gesamte Team – die Mechaniker haben immer fehlerfreie Boxenstopps abgeliefert und das 24 Stunden lang. Auch vielen Dank an die Fahrer, ohne die dieses Event nicht zu Stande gekommen wäre.“

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Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
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