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Rückblick Teil 1: Das war die VLN 2016

Das Jahr neigt sich nun schneller dem Ende, als uns allen lieb ist. Schließlich gibt es – wie jedes Jahr – noch so viele Sachen, die wir dieses Jahr erledigen wollen.

Für den geneigten Motorsportfan kann das Jahr jedoch nicht schnell genug rum gehen. Denn die neue Saison steht vor der Tür. Wir wollen versuchen, einen kleinen Rückblick auf das vergangene Jahr zu geben. Da wir das bisher so noch nicht gemacht haben, fällt uns das auch nicht so leicht. Aber fangen wir doch einfach mal an.

Start Gruppe 1 41. DMV Münsterlandpokal VLN 10In unserem ersten Teil, schauen wir zurück auf die umfangreichste Langstreckenserie weltweit. Mit 140 – 200 gleichzeitig auf der Strecke bewegten Fahrzeugen hat die VLN diesen Titel definitiv verdient. Gestartet wurde in der VLN 2016 erstmalig am 02. April. Neu für alle Teilnehmer in der Saison 2016 waren ein paar Regelanpassungen. Dazu gehörte die überarbeitete Code-60-Regel. Die Fahrer werden nun mit einer doppelt gelb geschwenkten Flagge, bei der Tempo 120 gilt, vorgewarnt. „Die zweistufige Tempo-Reduzierung ist besser und verhindert Notbremsungen. Die Umstellung ist gewöhnungsbedürftig, aber der richtige Weg. Auch die neue Asphaltierung am Flugplatz halte ich für sinnvoll“, lobte Frank Stippler. Ebenfalls neu im Jahr 2016 war die frisch erschaffene Cup-3-Klasse „Cayman GT4-Trophy by Manthey-Racing“. Zehn Starter warteten hungrig nach Motorsport pur auf das grüne Signal der Startampel. Marc Hennerici und Moritz Oberheim durften als erstes die Spitze des Siegerpodests beanspruchen.



VLN Lauf 1 – 62. Westfalenfahrt

An diesem doch etwas kühlen Samstag hieß es für 182 gemeldete Teilnehmer zum ersten Mal in diesem Jahr: „Start your engines“ zur Hatz auf dem 24,358 Kilometer langen Rundkurs bestehend aus Kurzanbindung des GP-Kurs des Nürburgrings mit angrenzender Nordschleife. Nach 4:04:25,984 Stunden konnten die zwei Audi-R8-LMS-Piloten Anders Fjordbach und Frank Stippler den Gesamtsieg für sich entscheiden. Auf dem zweiten Platz überquerten die Teamkollegen Laurens Vanthoor und Christopher Haase die Ziellinie. Als Drittes Team sicherten sich Mercedes-Urgestein Bernd Schneider und sein Kollegen Adam Christodoulou, Maro Engel und Manuel Metzger im Mercedes AMG GT3 – beim gerade Mal dritten Einsatz des Fahrzeuges auf der Nordschleife – von Black Falcon einen Platz auf dem Siegertreppchen.
Die Pole-Position sicherten sich die Audipiloten Marc Basseng, Connor De Phillippi, Timo Scheider und Mike Rockenfeller für Land-Motorsport.

Wir waren beim 1. VLN Lauf, der 62. Westfalenfahrt vor Ort und haben eine kleine Fotoserie für euch zusammengestellt.

Startaufstellung - VLN Lauf 1 62. ADAC Westfalenfahrt Phoenix Racing Audi R8 LMS - VLN Lauf 1 62. ADAC Westfalenfahrt

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VLN Lauf 2 – 41. DMV 4-Stunden-Rennen

Am 30. April fanden sich nun 191 gemeldete Teilnehmer zum 2. VLN Lauf, dem 41. DMV 4-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring ein. Regen vor dem Rennen sorgte für Aufregung bei der Reifenwahl, weswegen alle Fahrzeuge zuerst mit Regenreifen zur Jagd aufgestellt wurden. Schnell trocknender Asphalt sorgte jedoch umgehend für hektisches Treiben in der Box beim Reifenwechsel. Premiere an diesem Wochenende feierten die Piloten Darren Turner und Nicki Thiim bei ihrem VLN-Debüt mit ihrem Werks-Aston Martin Vantage GT3 und belegten gleichauf Platz 4. Den ersten Platz sicherten sich, wie bereits im ersten Lauf, die Audi-Werkspiloten Frank Stippler und Anders Fjordbach von Phoenix Racing vor den Zweitplatzierten Bernd Schneider, Maro Engel, Adam Christodoulou und Manuel Metzger im Mercedes-AMG GT3 von Black Falcon. Platz drei ging an das Haribo-Racing Viererpack Uwe Alzen, Lance David Arnold, Maximilian Götz und Jan Seyffarth.

Die Pole-Position ging mit einer Zeit von 8:07,327 Minuten an Black Falcon, der Phoenix-Audi wurde im Zeittraining nur hauchdünne 0,210 Sekunden dahinter gestoppt.

Bonk-Motorsport triumphierte zum zweiten Mal in Folge im BMW M235i Racing Cup. Alexander Mies und Michael Schrey zeigten ihren Mitstreitern erneut die Rücklichter. Nach 25 Runden setzte sich das Duo mit einem Vorsprung von 1:09,456 Minuten gegen Thomas Jäger und Rudi Adams durch, die für das Team Scheid – Honert Motorsport unterwegs waren. Der Zweitplatzierte des Auftaktrennens, Solist Stefan van Campenhoudt aus Belgien, belegte Rang drei. Der Sieg in der Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing ging wie beim ersten Lauf an raceunion Teichmann Racing.

Stryzeks – Lena, Robin und Vater Volker – konnten ihren ersten gemeinsamen Sieg im Opel Astra OPC Cup feiern. Die Familienbande aus Dehrn im Landkreis Limburg-Weilburg setzte sich deutlich gegen das Bonk Motorsport-Trio Raphael Hundeborn, Marc Legel und Roman Löhnert durch.

Am 10. Mai 2016 sorgte Frikadelli-Racing für einen Paukenschlag: Nach einem enttäuschenden 16. Platz im 2. VLN-Lauf und einem noch enttäuschenderem 23. Platz im 1. Lauf, sieht Klaus Abbelen – der bis zum Schluss für eine Teilnahme kämpfte – keine Chance für die schnellste Frikadelle der Welt, auch nur annähernd um eine Spitzenposition mitstreiten zu können. Mit dieser Aussage zogen sich die Ring-Urgesteine um Abbelen aber nicht nur Zuspruch zu, sondern ernteten auch viel Kritik.

Wenig später sah die Welt aber schon wieder viel besser aus und Frikadelli-Racing reihte sich wieder in das Starterfeld der VLN ein. Am 20. Mai ließ Klaus Abbelen vermelden, dass die Frikadelle wieder an den Start geht.



VLN Lauf 3 – 58. ADAC ACAS H&R-Cup

Walkenhorst Motorsport "Playstation" BMW M6 GT3 41. DMV Münsterlandpokal VLN 10Das war ein Wochenende ganz nach dem Geschmack von BMW. Denn am 14. Mai fanden sich 3 der 4 gestarteten BMW M6 GT3 auf dem Siegerpodest wieder. Beim dritten VLN-Einsatz des neuen BMW M6 GT3 feierte Schubert Motorsport den ersten Sieg. Nach vier Stunden jubelten Jörg Müller, Marco Wittmann und Jesse Kron, die Teamgefährten Lucas Luhr, Martin Tomczyk und John Edwards machten als Zweitplatzierte den Schubert-Doppelsieg perfekt. Hinter den beiden werksunterstützten M6 GT3 komplettierte das privat eingesetzte Auto von Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop mit den Fahrern Christian Krognes, Victor Bouveng und Tom Blomqvist auf Rang drei das Podium. Bei einem der schnellsten VLN-Rennen aller Zeiten – die Sieger absolvierten 28 Runden mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 170,260 km/h – übernahmen Alexander Mies und Michael Schrey als Sieger im BMW M235i Racing Cup die Tabellenführung in der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring.

Nach dem dritten VLN-Lauf wechselte die Tabellenführung. Da die beiden GT3-Piloten Frank Stippler und Anders Fjordbach, nach zwei Siegen in zwei Rennen bislang Leader in der Meisterschaft, nicht am Start waren, rangieren nun Alexander Mies und Michael Schrey vom Team Bonk Motorsport auf Platz eins. Nach einem packenden Duell mit Thomas Jäger und Rudi Adams (Team Scheid – Honert Motorsport) in der Cup5-Klasse feierten Mies und Schrey im BMW M235i Racing Cup den dritten Klassensieg.

2016 war auch das Jahr des Abschiednehmens. Am 21. Juni 2016 verlor die VLN einen ihrer Gründerväter, Karl Heinz Retterath, im Alter von 75 Jahren. Als Mitglied des MSC Adenau war er 1976 einer der Initiatoren der „Veranstaltergemeinschaft Langstreckenpokal Nürburgring“ und leitete deren Geschicke bis Ende 1998.

VLN Lauf 4 – 47. Adenauer ADAC Deutsche Payment-Trophy

Callaway Competition Corvette C7 GT3 - © 2016 www.callaway-competition.de
Callaway Competition Corvette C7 GT3 – © 2016 www.callaway-competition.de
Sechs Wochen nach dem Dritten Lauf, traf sich die 150 Teilnehmer starke Fahrergilde am 25. Juni wieder am Nürburgring ein. In diesen Kreis wollte sich am letzten Juni-Wochenende auch die neue Callaway-Corvette C7 GT-R mischen, die 2016 ihr Debüt auf der Nürburgring-Nordschleife feierte. Bereits nach dem Freitagstraining war jedoch Schluss. Der einzig verbleibende amerikanische Supersportler überstand das Training nicht und parkte bereits in der ersten Runde Nahe dem Adenauer Forst in der Leitblanke.
Großer Jubel dagegen im Team Montaplast by Land-Motorsport: Christopher Mies und Connor De Phillippi feierten im Audi R8 LMS im vierten Lauf den 20. VLN-Sieg für den Traditionsrennstall von Wolfgang Land aus dem Westerwald. Die 47. Adenauer ADAC Deutsche Payment-Trophy war von äußerst schwierigen Wetterbedingungen mit teils starkem Regen, teils dichtem Nebel geprägt. Das Nachsehen hatten Sebastian Asch und Kenneth Heyer, die im Mercedes-AMG GT3 des Zakspeed-Teams das Rennen über weite Strecken dominiert hatten. Trotzdem freuten sich die beiden Söhne berühmter Väter – der Ex-Rennfahrer Roland Asch und Hans Heyer – am Ende über ihren ersten VLN-Podiumsrang. Dritte wurden Wolf Henzler und Martin Ragginger im Porsche 911 GT3 R von Falken Motorsports.

Dafür, dass Familie Mies am Ende zweifachen Grund zum Feiern hatte, sorgte Alexander, der jüngere Bruder von Christopher. Zusammen mit Michael Schrey fuhr der 24-Jährige im BMW M235i Racing Cup zum vierten Klassensieg in Folge und verteidigte so die Tabellenführung in der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 2016.

VLN Lauf 5 – 56. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen

Der 16. Juli 2016 steht bevor und damit ist es wieder Zeit für einen VLN-Lauf, das 56. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen. Das war ein Rennen nach dem Geschmack der VLN-Fans: In einem packenden Showdown setzte sich Christopher Mies im Audi R8 LMS von Land Motorsport Ende der letzten Runde gegen Jörg Bergmeister im Porsche 911 GT3 R von Manthey Racing durch. Auf der Döttinger Höhe griff der Audi-Pilot noch einmal beherzt an und passierte den Führenden bei Top-Speed im Streckenabschnitt Tiergarten. Im Ziel betrug sein Vorsprung 0,602 Sekunden.

Christopher Mies avanciert langsam, aber sicher zum Liebling der Nordschleifen-Fans. Nach seiner bravourösen Vorstellung im vorletzten Rennen, in dem er bei extrem nassen Witterungs- und Fahrbahnverhältnissen die versammelte Konkurrenz mit Fabelzeiten buchstäblich im Regen stehen ließ, war der Heiligenhauser heute erneut eindeutig der Mann des Rennens. Schon im Zeittraining am Morgen markierte er mit einer Zeit von 7:57,161 Minuten einen neuen, wenn auch inoffiziellen Rekord (offizielle Rundenrekorde gibt es nur im Rennen).

VLN Lauf 6 – 39. RCM DMV Grenzlandrennen

Der 20.08.2016 war ein Tag für die Geschichtsbücher von Haribo-Racing. Nach 4:00:21,323 Stunden wurde Uwe Alzen im Mercedes-AMG GT3 als Erster abgewinkt. Zusammen mit Jan Seyffarth und Lance David Arnold stand so für die in Bonn beheimatete Equipe nicht nur der erste Mercedes-AMG-Sieg in der VLN-Saison 2016 zu Buche, sondern auch der erste Teamerfolg seit dem achten Lauf 2010. Damals triumphierten Lucas Luhr und Richard Westbrook im Porsche 911 GT3 R ebenfalls in markanter Goldbären-Optik. Auf den Plätzen zwei und drei beendeten die beiden BMW M6 GT3 von Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop das Rennen. Den Markenmix an der Spitze rundeten der Falken-Porsche 911 GT3 R und der Audi R8 LMS von Twin Busch Motorsport auf den Positionen vier und fünf ab. Alexander Mies und Michael Schrey verteidigten die Tabellenführung – souverän fuhr das Duo in der hart umkämpften Cup5-Klasse (BMW M235i Racing Cup) zum sechsten Klassensieg in Folge.

Frikadelli hingegen sorgt wieder mal für Aufregung. Die Rennmannschaft aus Barrweiler ist bekannt dafür, immer nocheine Überraschung in der Rückhand zu haben. Statt mit dem legendären 911er GT3-R wollen die beim 7. VLN-Lauf mit einem BMW M6 GT3 auf die Strecke gehen. Die Fans der schnellsten Frikadelle der Welt nahmen diese Überraschung mit gemischten Gefühlen auf. Später kommentirte Sabine Schmitz den Ausritt mit dem Münchner Boliden so „In den BMW kannst du einen dressierten Affen reinsetzen“ mit einer Referenz auf Rallye-Legende Walter Röhrl. „Am Abend nach dem Test hatte ich das Gefühl, ich müsste noch joggen gehen, weil ich nicht ausgelastet war.“

Frikadelli Racing BMW M6 GT3
Frikadelli Racing BMW M6 GT3 © 2016 Frikadelli Racing

VLN Lauf 7 – ROWE 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen

am 03. September stand siebte Lauf der VLN steht an – das Highlight im VLN-Kalender – das ROWE 6 Stunden Rennen. Das ROWE 6 Stunden ADAC Ruhr-Pokal-Rennen wurde seinem Ruf als Saisonhöhepunkt der VLN Langstreckenmeisterschaft gerecht. Das Rennen des MSC Ruhr-Blitz Bochum ist das längste der VLN-Saison, und seine Schlussphase war von einem äußerst packenden Kampf um den Sieg geprägt. Bei strahlendem Sonnenschein rund um den Nürburgring und die legendäre Nordschleife fuhren Patrick Pilet und Jörg Bergmeister im Porsche 911 GT3 R von Manthey-Racing zum ersten Porsche-Sieg der Saison. Dabei errangen der Franzose und der Deutsche einen neuen Distanzrekord für das 6h-Rennen: Sie legten in 43 Runden 1.047,394 Kilometer zurück.

Auf Platz zwei wurden Uwe Alzen, Lance David Arnold und Jan Seyffarth abgewinkt, die nach dem Sieg im vorangegangenen Rennen die Performance des Mercedes-AMG GT3 von Haribo-Racing abermals unter Beweis stellten. Jörg Müller, Jesse Krohn, Victor Bouveng und Felipe Fernández Laser feierten im BMW M6 GT3 von Walkenhorst Motorsport powered by Dunlop wurden Dritte.

Olaf Beckmann, Peter Hass, Volker Strycek und Jürgen Schulten fuhren beim Saisonhighlight ein geschichtsträchtiges Rennen. Beim 111. VLN-Einsatz des betagten Opel Manta durchbrachen sie nach 22 Runden die Schallmauer von 50.000 Rennkilometern auf der Nordschleife – ein Rekord, der wohl nie einem anderen Rennauto gelingen wird.

VLN Lauf 8 – 48. ADAC Barbarossapreis

Der Achte VLN-Lauf am 24. September 2016 hat es wieder Dicke in sich gehabt. Gewonnen haben den 48. ADAC Barbarossapreis zwar die Herren Uwe Alzen und Lance David Arnold im Mercedes-AMG GT3 des Haribo Racing Teams. Als erster fuhren jedoch Kevin Estre und Earl Bamber im Porsche 911 GT3 R von Manthey-Racing mit dem hauchdünnen Vorsprung von 0,371 Sekunden. Die allerdings mussten aufgrund einer missachteten Gelbphase noch eine Zeitstrafe in Kauf nehmen.

Ein neuer Rundenrekord gelang Nico Verdonck im Ford GT von H&R Spezialfedern. Im zweiten Umlauf umrundete der Belgier die 24,358 Kilometer lange Kombination aus Kurzanbindung des Grand-Prix-Kurses und Nordschleife in 7:58,558 Minuten. Damit unterbot er die bisherige Bestzeit von Jens Klingmann, der 2014 mit einer Zeit von 7:59,045 Minuten als erster Fahrer die 8-Minuten-Marke geknackt hatte.

Das Saisonrennen Nummer acht war für Alexander Mies und Michael Schrey eine Zitterpartie. Nach sieben souveränen Klassensiegen im BMW M235i Racing Cup riss die Glückssträhne. Im Training kam Mies von der Strecke ab und beschädigte sein Auto. Die Bonk-Mannschaft leistete Großes und brachte den M235i rechtzeitig an den Start. Von Position drei aus gestartet, fiel das Duo in der Anfangsphase ans Ende des Feldes zurück: Mies musste auf der Strecke anhalten, um seinen Sitz neu zu justieren. Danach starteten er und sein Kollege eine fulminante Aufholjagd, die sie bis auf Rang drei in der mit 20 Fahrzeugen erneut stark besetzten Cup-Klasse nach vorne brachte.

Premiere beim 8. Lauf der VLN feierte hingegen der Opel Astra TCR. Neben Honda, Seat und Volkswagen stellen nun auch die Rüsselsheimer einen TCR-Rennwagen auf die Strecke. Alles deutet auf eine große Zukunft der TCR in der VLN.



VLN Lauf 9 – DMV 250-Meilen-Rennen

Wieder einmal überrascht die VLN. Denn ein Siegerpaar, dass so keiner auf dem Zettel stehen hatte, erklomm das Podest und sicherte sich die Spitze. Am 08. Oktober sicherte sich zum ersten Mal seit Bestehen der VLN ein asiatischer Hersteller den ersten Sieg überhaupt. Verantwortlich für diesen Premiere war niemand geringeres als das Team Farnbacher Racing. Fünf Jahre, nachdem die Mannschaft rund um Teamchef Horst Farnbacher den ersten Ferrari-Sieg in der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring holte, sorgte das Team aus Lichtenau beim 9. Lauf 2016 für eine weitere Überraschung. Dominik und Mario Farnbacher errangen im Lexus RC-F GT Prototyp den ersten Sieg für Lexus. Die Nürburgring Nordschleife gilt nicht nur in Deutschland und Europa als Königin aller Rennstrecken, auch im Reich der Mitte genießen Fahrer, die in der „Grünen Hölle“ siegreich sind, hohes Ansehen. Dementsprechend wurde der Sieg an der Boxenmauer von allen Beteiligten frenetisch gefeiert. „Ich kann kaum fassen, was uns heute gelungen ist“, gestand Mario Farnbacher.

Nach 28 Runden betrug der Vorsprung der Farnbachers auf Alexander Sims und Stef Dusseldorp im BMW M6 GT3 von ROWE-Racing 33,551 Sekunden. Auf Platz drei beendeten Christopher Mies und Connor De Phillippi im Audi R8 LMS von Montaplast by Land-Motorsport das Rennen; im Ziel hatte das in diesem Jahr bereits zweimal siegreiche Duo 41,947 Sekunden Rückstand auf die Spitze.

Für große Augen sorgten auch die KTM X-Bow GT4. Über weite Strecken lieferten sich Christopher Haase und Arne Hoffmeister einen direkten Schlagabtausch mit Ferdinand und Johannes Stuck. Am Ende standen die Positionen 16 und 17 zu Buche – der Doppelsieg in der GT4-Klasse war obligatorisch.

VLN Lauf 10 – 41. DMV Münsterlandpokal

Mit dem 10. VLN Lauf steht auch das Finale der VLN 2016 ins Haus. Am 22. Oktober trafen sich 140 Teilnehmer ein letztes Mal in diesem Jahr auf der Nordschleife und fochten den Schinkenpokal aus. Mit einem furiosen Finale verabschiedet sich die VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring am Ende ihrer 40. Saison in die Winterpause. Bei anfangs schwierigen Witterungsbedingungen gestartet, empfing im Ziel eine strahlende Herbstsonne die Sieger des 41. DMV Münsterlandpokals, Christopher Mies und Connor De Phillippi: Im Audi R8 LMS von Land-Motorsport wurden sie nach 4:06:25,800 Stunden mit einem Vorsprung von 2:44,418 Minuten vor Jörg Müller und Nico Menzel im BMW M6 GT3 des BMW-Teams RBM abgewinkt. Auf Platz drei landeten Christian Krognes, Victor Bouveng und Jesse Krohn im BMW M6 GT3 von Walkenhorst Motorsport. Land-Motorsport ist mit drei Gesamtsiegen und dem Gewinn der VLN Speed Trophäe das erfolgreichste Team der Saison. Die erfolgreichsten Fahrer 2016 sind Alexander Mies und Michael Schrey von Bonk Motorsport: Die neuen Meister der VLN rundeten ihre außergewöhnliche Leistung mit dem achten Klassensieg im BMW M235i Racing Cup ab.

VLN 2017 – Was die Zukunft bringt

Was die Zukunft bringt ist immer ungewiss. Eine Glaskugel haben auch wir nicht auf dem Tisch stehen. So können wir nicht in die Zukunft schauen. Die VLN wird 2017 nur noch 9 Läufe veranstalten. Die Termine dazu sind in unserem Rennkalender vermerkt. Wir werden versuchen euch im Jahr 2017 mit noch mehr Informationen und Hintergrundberichten aus der VLN und anderen Langstreckenrennserien zu unterhalten.

Mit unserer Bilderstrecke vom 41. Münsterlandpokal schließen wir den 1. Teil unserer Rückblickreihe ab.

Manthey Porsche und SCG003 41. DMV Münsterlandpokal VLN 10 Audi RS 3 LMS TCR 41. DMV Münsterlandpokal VLN 10 Ferrari 458 Italia GT3 Racong One GmbH 41. DMV Münsterlandpokal VLN 10 Land Motorsport Audi R8 LMS 41. DMV Münsterlandpokal VLN 10 Walkenhorst Motorsport "Playstation" BMW M6 GT3 41. DMV Münsterlandpokal VLN 10 Herbst an der Nordschleife 41. DMV Münsterlandpokal VLN 10

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Michael Brückner ist seit Jahren begeisterter Motorsportfan und Fotograf. Außerdem sammelt er wissbegierig allerlei Informationen und arbeitet diese dann auf. Warum also nicht alles unter einen Hut bringen und der Welt zur Verfügung stellen. So entstand LSR-Freun.de. Neben der fotografischen und redaktionellen Arbeit kümmert sich Michael auch um die technischen Aspekte des Internetauftritts.
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